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Mittwoch, 19. März 2008
Vintage Werbung
Passend zu meinen Erlebnissen in Sachen "wir parken ein winziges Auto in einer gigantischen Parklücke" schickte mir ein Bekannter gerade diese Werbung, vermutlich aus den 1970er Jahren:
Irgendwie hat sich an der Aussage der Werbung und dem Geschehen auf der Straße nicht viel geändert...

Donnerstag, 14. Februar 2008
Mauer, Stasi und Linke
Nun, ich könnte jetzt weit ausholen und irgendwas von politischer Überzeugung faseln, aber ich finde es besser, wenn die Partei das selber erklärt. Heute übernimmt das stellvertretend mal die Abgeordnete der Linken im Niedersächsischen Landtag, Christel Wegner, Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Die forderte heute nämlich mit Nachdruck und aller gebotenen Ernsthaftigkeit im Magazin "Panorama", das man in Deutschland ein Organ wie die frühere Staatsicherheit brauche, um sich gegen reaktionäre Kräfte zu schützen. Sie rechtfertigte auch den Bau der Mauer. Das sei nämlich eine Maßnahme gewesen, um zu verhindern, "dass weiterhin Westdeutsche in die DDR konnten", sagte sie.
Noch Fragen?
(Quelle: NDR)
Montag, 28. Januar 2008
Donnerstag, 24. Januar 2008
Grenzen der Freien Entfaltung
Gothics und Liebhaber bestimmter Spielarten zwischenmenschlichen Zusammenseins haben es nicht immer leicht in der Öffentlichkeit akzeptiert zu werden. Fallen beide Orientierungen zusammen, wird es besnoders problematisch. Diese Erfahrung machte jetzt ein junges Pärchen im nordenglischen Dewsbury. Der 25jährige Dani G. und seine 19jährige Verlobte Tasha M. sind nicht nur überzeugte und bekennende Gothics und fallen deshalb schon durch ihr Äußeres häufig auf, Dani führt darüber hinaus auch seine Verlobte gerne an der Leine herum. Gegenüber der BBC erklärte Dani:"Sie ist ziemlich animalisch, sie ist nicht nur meine Lebensgefährtin, sondern auch so eine Art Haustier für mich." "Ich tue alles für Tasha. Ich suche ihre Kleidung aus, füttere sie und mache das Haus sauber." "Von Ihrer Katze oder Ihrem Hund würden Sie ja auch nicht erwarten, dass die den Abwasch machen oder putzen."Neulich wollten die beiden mit dem Bus fahren. An sich nichts Ungewöhnliches. In diesem Fall aber waren die Busfahrer wohl vollkommen überfordert. Nach angeblichen Beschwerden von anderen Mitfahrenden wurde das Pärchen nicht nur aus dem Bus gewiesen, auch andere Busfahrer wollten sie gar nicht erst mitnehmen, obwohl beide einen gültigen Fahrschein hatten und auch ansonsten nicht gegen die Bestimmungen des Busunternehmens verstoßen hatte. Die beiden beschwerten sich daraufhin bei dem Unternehmen "Arriva Yorkshire", weil sie sich diskriminiert fühlten.
Das Unternehmen kündigte auf Nachfrage der BBC etwas lahm an, dass man die Beschwerde sehr ernst nehme und den Vorfall untersuchen wolle. Allerdings, so das Unternehmen, haben die Angestellten habe im Sicherheitsinteresse des Paares und der anderen Passagiere gehandelt. "Wenn Frau M. eine Leine trägt und der Bus plötzlich bremsen muss, könnte es für sie und andere gefährlich werden."
Betonwände im Kopf können viel gefährlicher sein, als ein Busfahrer, der nicht Autofahren kann...
(Quelle: BBC)
Donnerstag, 3. Mai 2007
Dinofabrik
Man kennt Dinosaurier ja eher aus Büchern, Museen und Filmen und hat meistens ja schon "alles gesehen". Dieser kurze Film hier zeigt, wie weit die Trickfilmtechnik heute tatsächlich ist, wenn es um die Dinos geht:
Mit einem Wort: Saugeil. Ich frage mich nur, welcher Film da auf uns zu kommen mag...
Mit einem Wort: Saugeil. Ich frage mich nur, welcher Film da auf uns zu kommen mag...
Freitag, 23. März 2007
Neid, Habgier und Mißgunst
Häufig heißt es, die junge Generation hätte weder Anstand noch Moral und Wertevorstellungen seien der Jugend ja eh völlig fremd. "Damals" hätte noch Zucht und Ordnung geherrscht und man sei ja viel besser erzogen worden und sowieso. Nun wollte ich heute Nachmittag mal wieder zum Sport - wie so ziemlich jeden Nachmittag. Und weil auch ich manchmal der Faulheit nachgebe, überlegte ich, ob ich nicht den Bus nehmen könnte.An der Bushaltestelle wartete bereits ein älteres Pärchen. Gut in die 50 würde ich schätzen, vielleicht sogar schon an die 60. Beide machten einen vorsichtig ausgedrückt reservierten Eindruck und betrachteten mich ob meines Anoraks und des Rucksacks (ja, genau *der* Rucksack) mit äußerstem Argwohn. Ich kramte in meiner Tasche nach Kleingeld und stellte fest, dass ich mit 40 Cents in Kleingeld nicht sehr weit kommen würde, der Busfahrer erfahrungsgemäß 20- und 50 Euro Scheine nicht wechseln kann. Egal, dann laufe ich eben. Der Bus ist eh erst in 10 Minuten da, bis dahin habe ich locker den halben Weg geschafft.
Drehe mich um und latsche los. Dabei stecke ich mir das Kleingeld wieder in die Tasche und ungeschickt, wie man eben manchmal so ist, fällt mir eine 10 Cent Münze aus der Hand. Das fällt mir auf, weil ich das "Pling" der aufschlagenden Münze höre, nicht weil ich es sehe. Ich suche einige Augenblicke nach der Münze, kann sie aber nicht entdecken. Das Pärchen hingegen scheint eine Art Radar für so was zu haben, tut aber so, als sei die Verzierung der Bushaltestelle gerade das Interessanteste seit Erfindung des Feuers und ignoriert mich vollkommen.
10 Cents sind nun nicht gerade der Betrag, um den ich mir größere Sorgen mache, darum entschließe ich mich zu einem Experiment. Mit suchendem Blick gehe ich weiter, einige Meter, bis ich aus dem unmittelbaren Sichtbereich der beiden verschwinde, bleibe aber offen für jeden sichtbar mitten auf dem Gehweg stehen. Ich beobachte die Bushaltestelle und soll nicht enttäuscht werden: Er will zielstrebig losgehen, sie packt ihn am Arm und zieht ihn wieder in die Bushaltestelle zurück. Ich warte noch einen kurzen Augenblick. Und richtig. Keine fünf Sekunden später stratzt er los, greift sich die Münze und kehrt triumphierend zu ihr zurück.
Das war mein Zeichen. Ich gehe direkt zu ihm, mit dem freundlichsten Lächeln im Gesicht, dessen ich fähig bin und beginne das Gespräch mit den Worten "Das ist aber nett von ihnen. Vielen Dank!" und halte meine Hand hin. Sie versucht unterdessen die Schrauben in der Decke der Bushaltestelle zu zählen oder auch die Länge der Risse im Lack zu schätzen und würdigt weder ihren Mann, noch mich auch nur eines Blickes. Ihre deutlich hervortretenden Kaumuskeln und die leicht zitternden Nasenflügel sprechen aber Bände.
Wortlos, mit einem Gesichtsausdruck, den Literaten wohl mit "von kaltem Hass erfüllt" umschreiben gibt er mir Wortlos die 10 Cents. Ich bedanke mich noch einmal ("Vielen Dank") verabschiede mich ("Auf Wiedersehen und schönen Tag noch") und mache mich auf den Weg in die Stadt. Ich konnte die Blicke im Nacken mehrere hundert Meter weit spüren. Ich bin mir sicher, dass die beiden eine interessante Diskussion miteinander hatten. Jedenfalls tingelte ich meines Weges und - wie ich bereits richtig geschätzt hatte - erreichte ungefähr die Hälfte der Wegstrecke, als mich der Bus von hinten einholte und unmittelbar vor mir an der Haltestelle hielt.
Und wer stieg dort aus? Erraten. Das Pärchen. Wieder grüßte ich freundlich ("Ach Hallo! So sieht man sich wieder!", aber dieses mal wurde ich mit vollkommener Nichtachtung von beiden gestraft, lediglich die Umgebungstemperatur schien schlagartig um geschätzte 20 Grad zu fallen...
Wenn die von diesen beiden gezeigten Wesenszüge tatsächlich das Merkmal der "besseren" Gesellschaft von "früher" sind, dann bin ich heilfroh, dass ich in der Gesellschaft nicht leben muss.
Mittwoch, 24. Januar 2007
Da war doch mal was...
Neulich hieß es, dass wir Deutschen das Töten lernen müssten. Weil wir uns ziemlich anstellen, wenn es darum geht, irgendwo Krieg zu spielen und weil wir in unserer (Rest-) Demokratie doch noch ein oder zwei Mechanismen haben, die eine strikte und umfassende Kontrolle über die Einsätze unseres Militärs vorsehen. Die Erfahrungen anderer Länder und der Vergangenheit zeigen, dass das wohl nicht unbedingt eine schlechte Sache ist. Nun ist es aber so, dass zum Beispiel in Afghanistan die Natoverbündeten ein Problem zu Hause mit der Presse haben. Da wird nämlich gerne darauf herumgeritten, dass ziemlich viele Soldaten bei den kriegerischen Auseinandersetzungen ums Leben kommen und das wiederum ist gar nicht gut für das Image der jeweiligen Regierungen im eigenen Land. Darum macht man gerade gerne und Deutschen ziemlich Feuer unterm Hintern, damit wir jetzt auch endlich mal wieder "so richtig" in den Krieg ziehen und ordentlich mit töten und sterben. In deutschlands Politik gibt es deshalb auch eine entsprechende Diskussion darüber, was unsere Soldaten denn nun zukünftig alles können und dürfen und sollen und ob wir nicht vielleicht doch etwas grundsäzlich falsch machen.
Die CDU hat erkannt, was wir falsch machen und lässt deshalb den Außenpolitiker Andreas Schockenhoff eine bahnbrechende Neuerung vorschlagen. Der ist nämlich ein Ermächtigungsgesetz vor. Der Bundestag soll die Bundesregierung zu Beginn einer Legislaturperiode dazu ermächtigen, internationalen Organisationen, wie zum Beispiel der Nato, Truppen anzubieten. Den Marschbefehl zu konkreten Einsätzen könnte das Kabinett dann ohne die lästige Debatte mit dem Bundestag ausstellen. Immerhin darf das Parlament versuchen, die Truppen innerhalb von 90 Tagen gegen den Willen der Regierung zurückzuholen.
Ermächtigung? Truppenentsendung ohne vorherige Erlaubnis durch parlamentarische Kontrollgremien? Irgendworan erinnert mich das...
(Quelle: FTD)
Mittwoch, 17. Januar 2007
Kulturbesichtigung (1)
Die Kamera und ich waren im Schloß.
Die Exkursion wird fortgesetzt. Wir haben ja noch mehr "Kultur" und im Schloß gibt es noch viel mehr zu sehen.
Die Exkursion wird fortgesetzt. Wir haben ja noch mehr "Kultur" und im Schloß gibt es noch viel mehr zu sehen.
Mittwoch, 10. Januar 2007
Exzellenzwettbewerb
Universitäten sind für Deutschland das, was anderswo Bergwerke oder Fabriken sind: Sie fördern und produzieren das, was wir exportieren können. Unser Bildungssystem in Deutschland steht nicht erst seit gestern in der Kritik und es ist auch nicht neu, dass davon auch unsere Universitäten betroffen sind. Für die meisten sichtbares Signal der Unruhe war die Einführung der Studiengebühren, über deren "Richtig" oder "Falsch" kommende Generationen urteilen werden.Fast gleichzeitig zur Einführung der Studiengebühren wurde die Diskussion um Elite-Unis losgetreten, in dem Wissen, dass so ein Wettbewerb unter den Hochschulen entsteht, der - so verspricht man sich - letztenendes zu einer deutlichen Steigerung der Qualität der Universitäten insgesamt führen soll. Die Rechnung lautet, dass Angebot und NAchfrage den Preis des Studiums (die Höhe der Studiengebühren) regulieren sollen. Um einen besonderen Anreiz zu geben, benennt die hohe Politik ein paar "Elite Unis" und fördert diese mit staatlichen Mitteln, während alle anderen weitestgehend zusehen können, wo sie bleiben. Dieser Wettbewerb wird vollmundig "Exzellenzwettbewerb" genannt und ist gerade in die zweite Runde gegangen.
Inzwischen wird an diesem - sich übrigens ganz offiziell nicht an objektiven Gesichtspunkten, sondern an subjektiver Wertung orientierenden - Verfahren nicht nur deswegen Kritik geübt, weil er sich in verschiedenen Aspekten als zu eindimensional entpuppt (so meint zum Beispiel "internationaler Ruf" offenbar ausschließlich "Ruf der Wissenschaftler in den USA"), aber vor allem auch deswegen, weil wohl ausschließlich technische und naturwissenschaftliche Fakultäten berücksichtigt werden, während die Geisteswissenschaften offensichtlich als "unwichtig" abgehakt werden - wer braucht schon Psychologie oder BWL?
Schwerwiegendster Kritikpunkt ist allerdings, dass es am Ende um ganze 10 Universitäten geht, die sich "Elite-Uni" schimpfen dürfen - 10 von 87. Selbst konservative Stimmen geben offen zu, dass für einen Standort wie Deutschland, wenn man denn schon so offensichtlich den Vergleich mit den USA sucht, entsprechend dem Vorbild mindestens 20 solcher Universitäten notwendig wären. Davon aber ganz abgesehen fragen nicht wenige Kritiker, welche Universität in der Welt denn wohl bitte wie gefordert auf allen Gebieten so gut sei, dass sie als "Elite-Uni" entsprechend der am grünen Tisch ausgeheckten Anforderungen bestehen könne.
Gleichzeitig fällt immer mehr Leuten auf, dass "hintenrum" die Universitäten finanziell trockengelegt werden und so der Standard der Ausbildung an den Universitäten insgesamt "runtereschraubt" wird. Selbst bei den "Gewinnern" stellt man fest, dass man sich mit dem Titel im eigenen Haus erhebliche Probleme eingehandelt hat: Während die Bereiche, die gefördert werden, ausreichend Geld haben, werden andere stark zurückgedrängt. Es entsteht eine staatlich geförderte Schieflage in der Breite der Wissenschaft und Forschung, die im Endeffekt zu einer Trennung von Forschung und Bildung an den Universitäten führt: In den "Elite"-Bereichen sind die Professoren quasi freigestellt und müssen sich nicht mehr mit der lästigen Bildung befassen.
Wenn ich mir das alles so ansehe, dann frage ich mich vor allem, was eigentlich tatsächlich das Ziel dieser "Initiative" ist. Elite-Unis ist ja gut und schön, aber mit welchem Zweck? Billiger wird Bildung nicht dadurch, dass man irgendwelche Schildchen mit hochtrabenden Titeln an irgendwelche Mauern schraubt. Besser schon gar nicht. Da die Kritik am System "Uni" damals eher die war, dass zu wenig Geld auf zu viele Studenten verteilt werden muss, scheint es Sinn der Übung zu sein, die Anzahl der Studierenden auf Dauer zu reduzieren.
Nicht nur ich stelle mir deshalb die Frage, wie sich die universitäre Ausbildung, sozusagen der "Output" verbessern soll, wenn die Mittel dazu reduziert werden, die Bildung als solche sich nicht verändert und der Unterbau, das Schulsystem mehr und mehr "Ausschuß" produziert. Über lange Sicht lässt das eigentlich nur einen Schluß zu: Die hohe Politik weiß, dass langfristig sowieso kaum noch jemand die Qualifikation für die universitäre Ausbildung erfüllen wird, denn die Schulische Ausbildung legt den Schwerpunkt nicht mehr auf umfassende Bildung auf hohem Niveau in der Breite, sondern auf eine schnell verfügbare Masse billiger und williger Arbeitskräfte. Für die braucht man auch keine Universitäten.
(Quelle: Tagesspiegel, Stern, FAZ, Welt)
Donnerstag, 4. Januar 2007
So geht das
Wir wollen uns ja nicht nachsagen lassen, das wir nichts für die Aufklärung der Jugend tun wollen. Darum als Anschauungsmaterial unter welch archaischen Bedingungen wir "früher" lernen mussten, mit dem anderen Geschlecht umzugehen hier ein zeitgenössisches Stück filmischer Höchstleistung zum Thema:
Man beachte die eigenartige Überleitung vom Tanzen zum... äh... Bett und auch die überaus zeitgemäßen Statements der Jugendlichen. Auch die überaus hilfreichen und sachdienlichen Hinweise...
Und wem der erste Teil nicht ausgereicht hat, hier der zweite Teil:
Und sowas mussten wir in fortschrittlichen Schulen ertragen. Vielleicht erklärt das ja manchen, warum manche mit der Sexualität so umgehen, wie sie es tun...
Man beachte die eigenartige Überleitung vom Tanzen zum... äh... Bett und auch die überaus zeitgemäßen Statements der Jugendlichen. Auch die überaus hilfreichen und sachdienlichen Hinweise...
Und wem der erste Teil nicht ausgereicht hat, hier der zweite Teil:
Und sowas mussten wir in fortschrittlichen Schulen ertragen. Vielleicht erklärt das ja manchen, warum manche mit der Sexualität so umgehen, wie sie es tun...
Dienstag, 19. Dezember 2006
Sachen gibts... (104)
Manch einer wird das noch von "früher" oder aus dem Auto kennen: Audiocassetten. Plastikdinger mit meterweise potentiellem Bandsalat, die irgendwie behaupteten was mit "Metall" - wahlweise Eisen oder Chrom - zu tun zu haben und manchmal sogar eine wirklich brauchbare Tonqualität hatten. Nun wird es immer schwieriger diese Oldtimer abzuspielen und besonders unsere Eltern haben häufig noch einen ganzen Stapel solcher Relikte des vergangenen Jahrtausends im Schrank.
Da jetzt Weihnachten vor der Tür steht, kann man die Chance nutzen und sich bei denen beliebt machen, die den Inhalt ihrer lieb- und teuer gewordenen Bänder sichern wollen, denn irgendjemand ist auf die Idee gekommen, den "Plus Deck Cassette Converter" zu entwickeln und in den Handel zu bringen. Für nur noch knapp 150 Euro bekommt man das Cassettenlaufwerk für den heimischen PC, passend im 5 1/4 Zoll Format, ist aber leider nicht Mac-Compatibel.Wer seinen Eltern - oder wer auch sonst immer im Bekantenkreis sowas brauchen könnte - den Spaß gönnen will: Gibt es zum Beispiel bei Firebox.
Montag, 14. August 2006
Fremdbestimmte Selbstdemontage
Wir Deutsche haben ja so unsere liebe Mühe mit unserer eigenen Vergangenheit. So ziemlich jeder, der in der Zeit zwischen 1933 und 1945 gelebt hat, war auch irgendwie mit "dem Regime" involviert. Etwas Anderes zu glauben wäre an der Realität vorbei. Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass zum Beispiel der Papst auch als Jugendlicher in der Hitlerjugend war und sogar als Flakhelfer mit ins Kriegsgeschehen eingriff. Und jetzt kommt ein anderer berühmter Deutscher und erzählt ohne Not und aus freien Stücken, dass auch er "mitgemacht" habe. Damals. Ausreichend für ein "ach so, der auch?" aber danach hätte man zur Tagesordnung übergehen können - und sollen.Was aber im Falle von Günter Grass jetzt abgeht, lässt wohl nicht nur mich rätseln und staunen. Da fordern die Polen - die, die gerade über die Todesstrafe nachdenken und bei denen in Räumen der Kirche rechtsextreme Literatur verkauft wird und auch für Rechtsextremisten Gottesdienste gehalten werden - dass Güter Grass doch auf seine Ehrenbürgerschaft der Stadt Danzig verzichten möge. Wolfgang Börnsen, CDU, (das ist der mit der doppelten Stimmabgabe) fordert sogar in der Bildzeitung, dass Grass auch seinen Nobelpreis für Literatur zurückgeben soll. Vom Papst wurde nicht verlangt sein Amt niederzulegen, auch nicht als der in Polen war. Dessen Ansage zum Thema Umgang mit der Vergangenheit wurde sogar gerade in Polen sehr begrüßt:
"Wir müssen uns gegen den arroganten Anspruch wappnen, über frühere Generationen zu richten, die in anderen Zeiten und unter anderen Umständen lebten."Es macht irgendwie sehr den Anschein einer sich schlagartig entladenden, lange aufgestauten, Frustration und Wut, die sich jetzt ihren Weg bahnt: Endlich kann man es dem zurückzahlen, der immer wieder mahnend auf Verfehlungen und Missstände hinwies. Endlich kann man sich rächen für all das, was dieser Besserwisser einem angetan hat. Es hätte meiner Meinung nach vielen gut getan, sich ein Beispiel an dem sonst nicht um Kritik verlegenen Marcel Reich Ranicki zu nehmen, der es ablehnt, einen Kommentar zum Coming Out als solchem abzugeben.
Irgendwann, aller Wahrscheinlichkeit nach eher früher als später, wird sich der Medienrummel gelegt haben. Die große Mehrheit wird diesen Aspekt der Vergangenheit von Günter Grass ebenso akzeptieren, wie sie auch Aspekte anderer großer Deutscher als Teil deren Vergangenheit akzeptieren - oder ignorieren. Oder gar nicht kennen, weil es für das Werk dieser Person ohne Bedeutung ist.
Was ändert sich denn zum Beispiel an der "Blechtrommel", an "Katz und Maus"? Was ändert sich an seiner Idee des Schreibens gegen das Vergessen? Abgesehen davon, dass jetzt wohl jeder zugeben muss, dass Günter Grass aus eigener Erfahrung mitreden kann und - wenn man darüber nachdenkt - auch mitreden muss?
Was wollen denn diejenigen erreichen, die sich jetzt als die großen Saubermänner der Literatur- und Menschheitsgeschichte präsentieren und mit - dank Sommerloch - voller Unterstützung der Medien von Grass den Verzicht auf alle möglichen Auszeichnungen fordern? Was sind die Motive derer, die versuchen, diesen nicht ganz einfachen oder gar bequemen Autoren herabzuwürdigen?
Die Frage muss erlaubt sein, ob es diesen selbsternannten Weltverbesserern nicht im Grunde um eher selbstsüchtige Motive geht, wie zum Beispiel Neid und Missgunst, als die Reinheit der Literatur.
Donnerstag, 27. Juli 2006
Schatten der Vergangenheit
Am 08.12.1938 lief die "Graf Zeppelin" vom Stapel, der einzige deutsche Flugzeugträger, der jemals fertig gebaut wurde. Die Arbeiten begannen am 28.12.1936 in der Werft "Deutsche Werke AG" in Kiel (heute: Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH, HDW). Das Projekt kostete rund 93 Millionen Reichsmark. Das Schiff hatte eine Verdrängung von ca. 23.200 BRT, war 262,5 Meter lang (Flugdeck 244,5 m), 27 Meter breit und hatte einen Tiefgang von ca. 7 Metern. Aus eigener Kraft erreichte die Graf Zeppelin 35 Knoten und hatte eine Einsatzreichweite von ca. 8.000 Seemeilen (bei 19 Knoten). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Graf Zeppelin am 18.06.1947 in der Ostsee versenkt, ohne je in den Einsatz gekommen zu sein. Lange Zeit war es ein Rätsel, wo genau das Schiff liegt.Die polnische Ölgesellschaft Petrobaltic teilte am 25.07.2006 mit, dass sie rund 55 Kilometer vor dem Ostseehafen Wladyslawowo in der Danziger Bucht in der Nähe der Ölförderplattform B3 in einer Tiefe von rund 80 Metern ein ca. 250 Meter langes Wrack gefunden hätte. Von der polnischen Marine wurde am 27. Juli bestätigt, dass es sich um das Wrack der Graf Zeppelin handelt. Von deutscher Seite wurde dies bislang noch nicht bestätigt. Entsprechend dem internationalen Seerecht sollte das Wrack jetzt in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland übergehen. Das Bundesverteidigungsministerium prüft aktuell noch die Zuständigkeiten.
Ok, er kann zwar nicht mehr schwimmen, aber so wie es aussieht haben wie wieder einen Flugzeugträger. Wie passt das denn in die internationalen Verträge, die uns sowas eigentlich untersagen? Wenn Deutschland quasi "legal" einen Flugzeugträger besäße, egal ob das nun ein Wrack ist oder nicht, schafft das einen interessanten Präzedenzfall. Werden die Verträge, die das regulieren, jetzt quasi "revidiert" und Deutschland bekommt auch einen, nur eben in Neu? Passen würde das ja, denn Frankreich und England und drei Flugzeugträger klingt irgendwie eigenartig und angesichts der Haushaltslage und der Rüstungsbudgets der beiden Staaten auch nicht 100% überzeugend. Und unsere Luftwaffe würden andere Bündnispartner auch gerne im Ausland sehen.
Etwas konstruiert, zugegeben, aber je länger man es im größeren Zusammenhang betrachtet...
Oder geht meine Paranoia wieder mit mir durch?
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Samstag, 1. Juli 2006
80er unleashed
In den 80ern versuchten sich einige Leute an Synthesizern und Keyboards und Drumcomputern und so. Das Schlimme war dabei weniger die Musik, sondern das Problem, dass gerade die ersten Musiksendungen im Fernsehen entstanden. So auch "Formel Eins" (Teasy anybody?) Ein echtes Highlight war eindeutig "Koto - Jabdah".
Was mir Angst macht: Ich kann mich noch gut an den Track erinnern... *schauder*
Was mir Angst macht: Ich kann mich noch gut an den Track erinnern... *schauder*
Donnerstag, 25. Mai 2006
Vergangenheitsbewältigung
Dem Papst wird ja eine gewisse Unfehlbarkeit nachgesagt. Von daher passen solche Probleme wie Keppler, Da Vinci, Darwin und so weiter nicht immer sofort ins Gefüge der Weltsicht der selbsternannten "universalen" Kirche (Das Wort "katholisch" wird zurückgeführt auf das griechische "katholikos" und bedeutet "das Ganze betreffend", "allgemein gültig".) Problematisch sind solche Gegebenheiten, bei denen die Kirche gehandelt hat (wie zum Beispiel die Kreuzzüge, die Inquisition) oder eben nicht gehandelt hat, wie zum Beispiel im Zweiten Weltkrieg. Da hat die universale Kirche schon länger mit erheblichen Problemen zu kämpfen, wird hier doch eine nicht ganz von der Hand zu weisende Fehlbarkeit aufgezeigt. Johannes Paul II. hatte da ja schon ein wenig vorgearbeitet und dafür gesorgt, dass einige dieser "Geschehnisse" relativiert werden können.
Das wohl weltweit einzige Staatsoberhaupt mit doppelter Staatsbürgerschaft, Papst Benedikt XVI., hat jetzt unter alle Debatten um die Fehler der Vergangenheit einen finalen Schlußstrich gezogen:
"Wir müssen uns gegen den arroganten Anspruch wappnen, über frühere Generationen zu richten, die in anderen Zeiten und unter anderen Umständen lebten."Im selben Zusammenhang wies der Pontifex auf ein wichtiges Detail hin:
"Wir müssen den Wunsch zurückweisen, uns nur mit denen zu identifizieren, die ohne Sünde sind."So, damit das mal ein für alle Mal klar ist: Eine Kritik an den Menschen vergangener Zeiten steht uns nicht zu und es ist schon gar nicht drin, dass wir uns nur an denen orientieren, die frei sind von Fehl und Tadel.
Es wäre jetzt bestimmt zynisch zu vermuten, dass der ehemalige Chef der direkten Nachfolgeorganisation der Inquisiton seine eigene Amtsabstammung reinwaschen will oder die Rolle seiner Kirche in Polen aus der Kritik manövrieren möchte. Auch wäre es bestimmt vermessen zu spekulieren, dass der medienwirksam erteilte Segen seiner Heiligkeit in Richtung des Denkmals für den Aufstand im Warschauer Ghetto in irgendeiner Form eine tiefergehende Symbolik ausdrücken soll, etwa eine Art Entschuldigung oder so.
Trotzdem sei die Frage erlaubt, wie seine Heiligkeit das denn jetzt genau meint mit der Kritik und der Freiheit von Sünden und so. Wer erinnert sich nicht an solch interessante Aussagen wie die eines gewissen Josef Goebbels in "Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern", 1929:
"Wieder komme ich zu Christus. Die deutsche Glaubensfrage ist nicht von Christus zu trennen... Volk ohne Religion, das ist so wie Mensch ohne Atem."Aber auch die Worte eines gewissen Herrn Himmler (Josef Ackermann: "Himmler als Ideologe", Göttingen 1970. S. 87) haben damit bestimmt nichts zu tun:
"Wir glauben an das Volk, des Blutes Träger und an den Führer, den uns Gott bestimmt."Hoffentlich nicht gemeint ist der unvergessene historische Schulterschluß, der in den berühmten "25 Punkten der NSDAP" ("Die Gartenstadt", Nr. 10, Dezember 1934, Herausgeber: Baugenossenschaft Nürnberg-Gartenstadt, Finkenbrunn 1. S. 6.) nachzulesen ist:
"Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden."Und wer erinnert sich nicht an die folgenreiche Aufforderung überzeugter Katholiken vom 13.03.1932:
"Katholiken! Wählt den gläubigen Katholiken Adolf Hitler!"Was natürlich nicht im Zusammenhang steht mit einer Rede von 1922 (Friedrich Heer: "Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiosität", Bechtle Verlag München und Esslingen 1968)
"Ich sage: Mein christliches Gefühl weist mich hin auf meinen Herrn und Heiland als Kämpfer. Er weist mich hin auf den Mann, der einst einsam... diese Juden erkannte und zum Kampf gegen sie aufrief, und der wahrhaftig Gott, nicht der Größte war als Dulder, sondern der Größte als Streiter! In grenzenloser Liebe lese ich als Christ und Mensch die Stelle durch, die verkündet, wie der Herr sich endlich aufraffte und zur Peitsche griff, um die Wucherer... hinauszutreiben aus dem Tempel... Vor zweitausend Jahren wurde auch ein Mann denunziert von der gleichen Rasse... er hetzte gegen den >Gott< der Juden, denn dieser Gott ist nur das Gold."Ich bin gespannt, welche segensreichen Erkenntnisse aus dieser weisen und heilssprechenden Richtung noch auf uns zukommen.
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Dienstag, 2. Mai 2006
Medien und Politik
Nicht ganz brandneu, aber eine gute "Case-Study":Erstaunlich, wie schnell viele Parallelen auffallen, wenn man die Namen und Daten austauscht...
Sonntag, 30. April 2006
Tag der Arbeit
Morgen wird der "1. Mai" gefeiert. Historisch der Tag der Arbeiterbewegung, jedoch mit einer den meisten wohl eher weniger bekannten blutigen Vergangenheit. Der Tradition entsprechend wird in der Nacht vorher der Maibaum gepflanzt, bewacht, geklaut und betrunken. In dieser Nacht werden auch ziemlich viele Führerscheine einkassiert - meistens wegen Trunkenheit.In Berlin ist der 1. Mai bekannt für allerlei Ausschreitungen in Kreuzberg, wo die unfriedlichen Konflikte zwischen "den Autonomen" und "der Polizei" schon fast unrühmliche Tradition haben. In vielen anderen Städten wird der Tag von Gewerkschaften und Parteien genutzt, um Stimmung zu machen und die eigenen Interessen zu publi- und die (träge, angetrunkene, verkaterte) Masse zu mobilisieren. Der Erfolg wird zwar meist hochgejubelt, ist bei eigener Betrachtung aber oft fraglich.
Egal wie man bevorzugt den 1. Mai zu begehen: der Tag ist in Deutschland ein Feiertag und sollte genossen werden.
Prost!
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Freitag, 24. März 2006
Riposte
Wir sind Weltmeister! Ja, echt. So richtig offiziell Weltmeister. Im Fußball. Wir sind auch ein Volk, oder auch das Volk, je nach dem. Wir sind aber auch schuld, toll, spitze, reformiert, multikulturell, online und wir sind auch ein kleines bisschen Deutschland. Aber vor allen Dingen sind wir Papst. Hat doch was, oder?Ich finde das jedenfalls toll, dass jetzt endlich mal wieder ein Deutscher Papst geworden ist. Wobei ich es interessant finde, dass er jetzt wirklich nach deutschem Recht noch als Deutscher gilt, obwohl er Staatsoberhaupt der Vatikanstadt ist. Ein Staatsoberhaupt des einen Staates ist Bürger des anderen Staates... Das gibts auch nur in Deutschland. Zahlt der wenigstens Einkommenssteuer in Deutschland? Ich mein, das wäre doch DIE Lösung zur Sanierung des Staatshaushalts. Egal. Für alle Anderen gilt jedenfalls weiterhin die Sache mit der Doppelten Staatsbürgerschaft für Deutsche. Naja, wie auch immer, Herr Ratzinger ist jetzt Papst Benedikt XVI ("der sechzehnte") und alles ist gut.
Erinnert sich eigentlich noch jemand daran, was der vorher war? Ja, Kardinal war er, schon klar, aber das ist ja eher sowas wie "Vorstandsmitglied" und weniger Berufsbezeichnung. Er war der "Chef", der Präfekt der Glaubenskongregation ("Congregation der Doktrin des Glaubens"). Und die wiederum ist den meisten aus dem Geschichtsunterricht eher unter dem Namen Inquisition ein Begriff ("Heilige Congregation der universellen Inquisition").Zwar denken dabei viele in erster Linie an die völlig neben der Spur galoppierende spanische Inquisition, aber tatsächlich war dieser Verein in erster Linie dazu da sicherzustellen, dass der Kirche nicht die Knosse ausgeht. Denn: Wer von der Inquisition verurteilt wurde, der verlor zwar manchmal sein Leben, aber in erster Linie verlor er allen weltlichen Besitz. Man könnte also sagen, die Inquisitoren waren sowas wie "Geldbeschaffer". Der Chef des Ganzen war der Großinquisitor. Und weil der Begriff "Inquisition" historisch fast so unpopulär ist wie "Führer", hat Papst Pius X ("der zehnte") den dann 1908 ausgetauscht.
So, von da ganz hinten wieder zurück ins hier und jetzt. Also. Die Moslems oder Muslime (scheinbar schreibt das jeder wie er will) machen einen ziemlichen Wind gegen die "westliche Welt" Hatten wir schon ausgiebig. Das hat man sich eine ganze Zeit lang gefallen lassen, aber so langsam bringt sich die westliche Welt jetzt doch mal "in Stellung". Ein heikles Problem ist allerdings die Sache mit dem "wer hat eigentlich angefangen?"
Es gibt da Leute, die sagen "Ihr seid doch völlig vernagelt! Wegen so ner religiösen Message gleich mit Bomben und so!" worauf die anderen dann antworten:"Wer hat denn angefangen? Ihr seid doch hier angerückt 'Im Namen Des Herrn' und habt einen auf 'Befreier des heiligen Landes' gemacht!"
Uuuups. Ach ja, da war ja was... die Kreuzzüge. Hatten wir ja erfolgreich verdrängt diese Geschichte. Nicht etwa, dass die Folgen bis heute nicht noch sehr gut bekannt und geläufig wären, nein, das nicht, aber das wir - also die westliche Welt - damals als erste mit richtig Truppen (rund 500.000 Soldaten in einer Zeit, in der viele "Städte" in Deutschland gerade mal 10.000 Einwohner hatten) und so da 'rüber sind... Öhm. So ne Pleite, da haben wir ja mal voll versagt."Kein Problem", sagt sich unser ehemaliger Großinquisitor, sorry: "Präfekt" und lässt Flux ein paar Dinge richtigstellen. Die Kreuzzüge sind ja gar keine Eroberungsfeldzüge gewesen! Das war reine Selbstverteidigung! Das war etwas absolut Nobles und Großherziges! Und das ist kennzeichnend für ALLE Christen, denn:
"A Christian is ready to offer his own life for the supernatural good of his neighbour, defending it with his combat"sagt zumindest der Historiker Professor Roberto de Mattei in seiner Ansprache an der vom Vatikan betriebenen und daher wohl doch eher kirchlichen Regina Apostolorum Pontifical Universität.
Na denn... Dann brauchen Onkel George und Onkel Tony ja nicht weiter nach Rechtfertigungsgründen zu suchen. Eigentlich auch kein anderer. Man muss nur noch belegen gläubiger Christ zu sein und das man das Wohlergehen seiner Mitmenschen sicherstellen will! Dann darf man alles!
Na gut, fast alles. Aber wenn man es dann doch übertrieben hat, dann kauft man halt ein paar Ablaßzettel und gut ist.
Oder hab ich da jetzt was verwechselt?
Donnerstag, 16. März 2006
Geheimnisse der Vergangenheit (2)
Ist noch nicht sooo lange her, da war hier die Rede von diesem übrig gebliebenen Code von der Enigma aus dem Zweiten Weltkrieg. Da war nämlich gerade der erste von drei verbleibenden Chifres geknackt worden. Jetzt scheint Nummer zwei geknackt worden zu sein:tmkf nwzx ffii yxut ihwm dhxi fzeq vkdv mqsw bqnd yozf tiwm jhxh yrpa czug rrem vpan wxgt kthn rlvh kzpg mnmv secv ckho inpl hhpv pxkm bhok ccpd pevx vvho zzqb iyie ouse znhj kwhy dagt xdjd jkjp kcsd suzt qcxj dvlp amgq kksh phvk svpc buwz fizp fuupWurde entschlüsselt zu:
Auf Geleitkurs 55° nichts gefunden, marschiere befohlenes Qu. Standort Marqu. AJ 3995. SO 4, See 3, 10/10 bedeckt, 28 mb steigend, Nebel, Sicht 1 sm.Und wieder ein Geheimnis weniger auf dieser Welt.
Das letzte verbleibende Chifrat lautet:
HCEY ZTCS OPUP PZDI UQRD LWXX FACT TJMB HDVC JJMM ZRPY IKHZ AWGL YXWT MJPQ UEFS ZBCT VRLA LZXW VXTS LFFF AUDQ FBWR RYAP SBOW JMKL DUYU PFUQ DOWV HAHC DWAU ARSW TXCF VOYF PUFH VZFD GGPO OVGR MBPX XZCA NKMO NFHX PCKH JZBU MXJW XKAU OD?Z UCVC XPFTWer Lust hat, auf der Webseite des M4 Projekts gibt es Software zum Mitmachen.
Meinungsbildung
Politik ist "Meinungsmache". Oder auch Stimmungsmache. Egal wie: es geht darum, Leute dazu zu bringen, das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen. Genau das, was unser "demokratischer Auftrag" ist. Wegen dieses Kreuzchens sind wir der demokratische Souverän - und am Ende auch immer Schuld. Manch einer ist der Meinung, dass jedes Mittel recht ist, um uns die Orientierung zu erleichtern. Manch anderer mag argumentieren, dass es doch gewisse Grenzen gibt. Ob die "Jusos in der SPD" aus dem Unterbezirk München aber mit nebenstehendem Bild in der parteieigenen Bildergalerie ihrer Webseite unter "Wir über uns" den richtigen Ton treffen, das kann wohl nur jemand beurteilen, der im Krachledernen Königreich an den Alpen lebt. Mir jedenfalls erschließt sich das nicht so ganz.
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