Jaja, ich weiss... funny movies und Herde...
...aber... WTF? Sowas von auf-den-Punkt...
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Sonntag, 28. Februar 2010
Samstag, 20. Februar 2010
Abartig
Manchmal...
Aber wahrscheinlich sind das wieder zwei grundlegend unterschiedliche Dinge, die rein gar nichts miteinander zu tun haben und ich bin bloß zu dumm das zu erkennen...
(Quelle: n-tv)
"Ich denke, Jesus war ein mitfühlender, super-intelligenter schwuler Mann, der die menschlichen Probleme verstand."Darauf die Antwort:
Elton John
"Jesus als schwul zu bezeichnen, bedeutet, ihn als sexuell abartig abzustempeln."Vielleicht liegts ja nur an mir, aber ich bin der Meinung, dass Vertreter einer Religion, die ihre Priester zu anormalem Sexualverhalten zwingt (Zölibat), deren Priester sich zu hunderten in abartigen Sexualpraktiken ergehen (Vergewaltigung von Kindern und Jugendlichen), einer Religion, die auf solche Verbrechen lapidar feststellt, dass man für die Opfer beten werde, sollte meiner Meinung nach sehr zurückhaltend damit sein, anderen Menschen ihr Sexualverhalten zum Vorwurf zu machen.
Präsident der Katholischen Liga, Bill Donohue
Aber wahrscheinlich sind das wieder zwei grundlegend unterschiedliche Dinge, die rein gar nichts miteinander zu tun haben und ich bin bloß zu dumm das zu erkennen...
(Quelle: n-tv)
Donnerstag, 28. August 2008
Eine Art Sport
Manche Leser glauben, dass die Tapirherde der Ort sei, um andere auf bekloppte seltsame Ideen zu bringen und sie spekulieren darauf, dass ich mich an diesem Feldversuch gerne beteilige. Tue ich glatt, aber nur als Besobachter. Aus großer Entfernung. Ich bin nämlich nicht schwindelfrei.
Ich frage jetzt lieber nicht, warum ihr mir ausgerechnet jetzt dieses Video zukommen lasst, aber ich bin mir sicher, dass ihr euch dabei irgendetwas gedacht habt. Trotzdem: Danke Maike und Tim.
Ich frage jetzt lieber nicht, warum ihr mir ausgerechnet jetzt dieses Video zukommen lasst, aber ich bin mir sicher, dass ihr euch dabei irgendetwas gedacht habt. Trotzdem: Danke Maike und Tim.
Mittwoch, 13. August 2008
Sondervorstellung
Wenn Behörden jubelnde Fans haben, muss etwas faul sein. Diese Erkenntnis ist universell und fundamental. Zwar kommt es hin und wieder vor, dass einzelnen Mitarbeitern von einzelnen Bürgern gedankt wird, aber das ist doch eher die Ausnahme. Generell sind Beziehungen zwischen Behördenmitarbeitern und ihrer Kundschaft eher neutral und meistens von tiefsitzender, umfassender, gegenseitiger Abneigung gekennzeichnet. Ursache dafür sind nicht selten die kreativ gestalteten Arbeitszeiten, Zuständigkeiten und Vorschriften.Mitarbeiter des Rathauses in Oldham nahe Manchester, England, waren entsprechend verblüfft, als sich nach und nach Passanten vor dem Rathaus versammelten. Man befürchtete einen sich spontan zusammenrottenden Mob, aber irgendwie fehlten Fackeln und Mistgabeln. Auch waren die drinnen ziemlich überrascht davon, dass die draußen offenbar ziemlich begeistert waren. Man schob die Begeisterung auf die letzten Renovierungen und wollte die Leute auf der Straße nicht weiter beachten.
Das klappte auch ganz gut, bis die inzwischen beachtlich gewachsene Meute draußen begann, rhythmisch zu klatschen. Das brachte zwar erneut gesteigerte Aufmerksamkeit, aber keine Klarheit über die Gründe. Als dann aber Anfeuerungsrufe unmissverständliche Klarheit brachten, war die Hektik groß. Ein Cop wurde damit beauftragt, dem ungebührlichen Ausbruch an Begeisterung für das Treiben im Rathaus Einhalt zu gebieten. Der arme Kerl wurde beauftragt, alle Büros mit Fenstern zur Straße zu durchsuchen und die Akteure auf die Einhaltung der Dienstvorschriften hinzuweisen. In denen steht schließlich nicht drin, dass die Bevölkerung zu begeistern ist!
Und so geschah es auch. Der Cop platzte schließlich in das alles entscheidende Büro, in dem sich zwei Angestellte der Stadt miteinander vergnügten. Eine Diskussion über ein mehrere Millionen Euro schweres Projekt zur Wiederbelebung der Wirtschaft hatte die beiden so dermaßen angemacht, dass sie nicht anders konnten als sich die Klamotten vom Leib zu reißen und übereinander herzufallen. Am Fenster. Ohne Vorhänge. Zur Begeisterung der Bevölkerung, die nun endlich den Beweis vor Augen hatte, dass Behörden auch mal was Sinnvolles tun können.
Ein Sprecher des Stadtrates erklärte der Presse, dass die überaus erfolgreichen Akteure zur Zeit suspendiert sind und eventuell mit Disziplinarmaßnahmen zu rechnen haben. Allerdings werde darüber erst entschieden, wenn wirklich alle Einzelheiten des Vorfalls bekannt sind. Mit anderen Worten: Wenn auch der letzte das Video gesehen und die Leistung der beiden gewürdigt und bewertet hat - Wir erinnern uns? England ist das Land mit der absolut höchsten Dichte an Überwachungskameras in öffentlichen Bereichen - Behörden gehören auch dazu...
Unbekannt ist, ob den beiden wenigstens außerhalb ihrer Behörde weitermachen durften, ohne von der Polizei gestört zu werden. Unbekannt ist auch, ob Publikum dabei eine größere Rolle spielt...
(Quelle: Daily Mail)
Dienstag, 12. August 2008
End of the road
Eine Bekannte machte mich gerade darauf aufmerksam: "Playgirl" wird eingestellt. Damit die weiblichen Fans aber nicht zu sehr leiden müssen, gibt es aber das Internet. Da gibt es zum Beispiel diese Homage an "Playgirl", an der sich die Fans immer und immer wieder erfreuen können:
Mal ehrlich, wenn das alles war, was Playgirl zu bieten hatte, dann wundert mich gar nichts mehr.
(Danke Maike)
Mal ehrlich, wenn das alles war, was Playgirl zu bieten hatte, dann wundert mich gar nichts mehr.
(Danke Maike)
Die Dosis entscheidet
Immer wieder wird uns männlichen, weißen, technophilen Internetbenutzern nachgesagt, dass wir das Internet sowieso nur für eine einzige Sache nutzen würden: Pornos (Dafür wurde es schließlich gebaut!) Und was macht Mann mit Pornos? Genau. Gucken. Und was mach Mann dabei? Die Frage ist nun nicht, ob das ventilieren sexueller Bedürfnisse als solches gut oder schlecht ist und ob Pornos dabei eine gute oder schlechte Begleiterscheinung sind - hilfreich sind sie in jedem Fall. Wenn man nicht gerade das nur aus historischen Fabeln bekannte Glück hat, eine Partnerin oder einen Partner zu haben, die (bzw. der) immer dann all das mitmacht, was einem die eigene Fantasie so vorschlägt. Fetisch, Oralverkehr und andere Vorlieben wollen schließlich ausgelebt sein, sonst gibt es wieder Massenmorde. Experten sind der Meinung, dass Männer, die es mit der Liebe an und für sich (selber) übertreiben ein Problem haben. Wenn sie Willy regelmäßig mehrmals am Tag befreien, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Problems sogar noch viel größer. Behaupten sie jedenfalls.
Wie so oft: Grundsätzlich ist das Herumspielen am eigenen Gemächt gut und gesund und vollkommen natürlich, aber zu viel des Guten ist ungesund. Wenn man exzessiv und zwanghaft an seinem Ding herumschraubt, kann und wird das zu psychologischen und physiologischen Störungen beim Delinquenten führen. Und das ist nicht mal an den Haaren herbeigezogen, sagen zumindest die Experten. Übertriebene Masturbation kann bestimmte Nervenfunktionen (Acetylcholin/Parasympathikus) stimulieren. Zu viel davon kann wiederum zur Überproduktion von Sexualhormonen führen, die ihrerseits wiederum signifikante Veränderungen in der Körperchemie auslösen können.
Die Nebenwirkungen sind nicht so toll und reichen von Müdigkeit über Haarausfall, Gedächtnisverlust, unscharfe Sicht bis hin zu schmerzenden Hoden. Und als Krönung oben drauf kann zu viel Selbstbefriedigung zu sexueller Ermüdung führen, die wiederum den Patienten zu einem Fall für Pfizzer macht: Erektile Dysfunktion als ultimative Folge der Onanie.
Was lernen wir daraus? Intensives Training ist nur dann gut, wenn man es nicht alleine macht...
(Quelle: Askmen)
Montag, 11. August 2008
Neue olympische Disziplin
Da gerade mal wieder zufällig Olympiade ist und Deutschland sich dort in Sachen Sport vor allem in den sportlich bedeutsamen Disziplinen des synchron irgendwo 'runter Springens als "Weltklasse" präsentiert, darf man sich der humoristischen Steilvorlage keinesfalls verschließen und sollte zu diesem natürlich vollkommen unpolitischen Fest der Pharma- und Werbeindustrie seinen Teil beitragen. Ich tue das mal mit diesem vollkommen unpolitischen und aussagefreien Video:
Samstag, 9. August 2008
The Hand-Job Protest Song
War ein paar Tage im Urlaub, Berichte und Bilder folgen. Zur Ablenkung erstmal der hier:
(Danke gondi)
(Danke gondi)
Samstag, 26. Juli 2008
Mittwoch, 23. Juli 2008
Model Release
Als Fotograf hat man häufiger mit allerlei merkwürdigem Papierkram zu tun. Dazu gehören auch sogenannte "Model-Releases". Das sind Zettel, auf denen mit Models (oder generell mit denen, die fotografiert werden) bestimmte Dinge geregelt werden. Normalerweise sind das solche Fragen wie: "Wofür darf das Bild verwendet werden?" aber auch die Frage der Bezahlung. Welch bizarre Formen soetwas annehmen kann, erfahre ich immer wieder, aber auch mein Erstaunen findet immer wieder neue Ufer (klick Bild für Großansicht):
Montag, 16. Juni 2008
Mehr Sex = Weniger Sex
Als ich "damals" an der Ampel von den Kiddies in Sachen Sex ausgebremst wurde, hätte ich nie erwartet, dass die Folgen dieser Entwicklung so weitreichend sein könnten. Die Medien, besonders die Werbung, treiben das Credo "Sex sells" auf immer neue Spitzen. Die Thematisierung der Erotik und Sexualität im Alltag ist so weit fortgeschritten, das Pornografie bereits salonfähig ist und selbst extreme Varianten alltagstauglich sind. Spätestens seit Zubehör der SM-Szene von der Elite der Modeszene gestaltet und als Luxusartikel verkauft werden ist klar, dass Sex nicht mehr nur eine private Sache ist.In der Folge hätte man eigentlich vermuten sollen, dass die Leute es mehr und intensiver treiben. Beobachtungen des Verhaltens der Jugend ließen genau diesen Schluss zu. Das Magazin für Psychologie und Hirnforschung "Gehirn & Geist" berichtet von Studien, die das Gegenteil belegen. Die kontinuierliche Enttabuisierung von Sex hat nicht etwa dazu geführt, dass mehr Sex praktiziert wird, sondern dazu, dass den Menschen die Lust darauf offensichtlich mehr und mehr vergeht.
Die sexuelle Aktivität der Deutschen nimmt seit den 1980er und 1990er Jahren stetig ab. Eine Studie der Universität Göttingen ergab, dass von 13.483 befragten Männern und Frauen in festen Beziehungen, während des Untersuchungszeitraums von vier Wochen 17 Prozent überhaupt keinen Geschlechtsverkehr hatten. 57 Prozent gaben an, im fraglichen Monat ein Mal mit dem Partner verkehrt zu haben. Nur rund jeder Vierte hatte regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche Sex mit dem Partner.
Wer vermutet, dass dieses Phänomen auf Paare beschränkt ist, der irrt. Singles haben sogar noch seltener Sex. Der Sexualwissenschaftlers Gunter Schmidt untersuchte diese Frage an knapp 800 Hamburgern und Leipzigern. Er konnte zeigen, dass 30 Jahre alte Singles sexuell deutlich weniger aktiv sind, als 60 Jahre alte Partner.
Sieht so aus, als hätte die Reizüberflutung der Medien durch ihr Spiel mit den Tabus einen Effekt, der nicht nur kurzfristig negative Folgen hat...
(Quelle: Tagesspiegel)
Montag, 9. Juni 2008
Freitag, 28. März 2008
Sexual Dysfunction
Snoop Dog oder so ähnlich heißt ein amerikanischer Künstler, der zur Zeit einen Hit zu landen versucht. Besonders herausragend an seinem Lied ist irgendwie nichts, aber er könnte eine neue Mode prägen: Jungs, steckt Euch einen Plastikschlauch in die Fresse und kaut drauf rum. Es gibt einen andern Künstler (Eric Schwartz aka Smooth-E), der fand diesen Titel so dermaßen "toll", dass er daraus sofort eine Parodie machen musste und die ist im Gegensatz zum Original ziemlich witzig:
Dienstag, 25. März 2008
Massenflucht
Was passiert, wenn weibliche sekundäre Geschlechtsmerkmale in großer Zahl flüchten, zeigt ein (eventuell N-S-F-W) Tatsachenvideo unserer pflanzenliebenden Nachbarn:
Unsere küstennahen Nachbarn im Nordwesten haben eindeutig merkwürdige Fantasien...
Unsere küstennahen Nachbarn im Nordwesten haben eindeutig merkwürdige Fantasien...
Mittwoch, 5. März 2008
Freitag, 29. Februar 2008
Sachen gibts... (175)
Natürlich weiß jeder, dass ein Piercing eine Aussage ist und selbstverständlich weiß auch gerade jede Frau schon vorher, dass gerade ein Zungenpiercing ein Versprechen ist. Warum wohl sonst lassen sich Horden chronisch untervögelter Teenies jeden Tag Löcher ins Leckbrett tackern? Damit der Spaß hinterher aber auch so richtig professionell ausgelebt werden kann, gibt es jetzt das Tonguejoy Turbo Pack. Niemals zuvor war Oralsex so gut - wird jedenfalls behauptet.Das unverzichtbare Addon zum unvermeidlichen Piercing enthält nicht nur einen kleinen, aber kräftigen Vibrator, sondern auch verschiedene Überzüge aus Silikon (mit und ohne Noppen, in vier Farben, Geschmacksrichtung Gummi), einige Adapter, natürlich auch ein Batteriekästchen mit Anschlußkabel und ein unauffälliges Packtäschchen. Darf heutzutage in keinem gut sortierten
Mittwoch, 13. Februar 2008
Teure Versteigerung
Ich wundere mich nicht darüber, dass die kontaktunfähigen Menschen von heute die Anonymität des Internet als "undurchdringbaren Schutz" verstehen wollen. Ich verstehe auch, dass diese Anonymität vielen die - nicht selten strunzendämliche - Anmache des aversierten Geschlechtspartners scheinbar vereinfacht. Käuflicher Sex ist auf der anderen Seite so alt wie die Menschheit selber und verschiedene Hinweise deuten an, dass auch die Menschen dieses Verhalten lediglich übernommen haben, zeigen doch manche Primaten ein ganz ähnliches Verhalten: "Ich entlause Dich, wenn Du mich ran lässt..."Wen wundert es, dass beides miteinander verbunden wird? Niemanden. Darum verwundert es wohl auch nicht, dass es Frauen gibt, die sich selbst im Internet meistbietend versteigern, um sich dann für das Geld "anonym" bumsen zu lassen. Eine Frau ließ sich gleich sechs mal ersteigern und besteigen. Nicht ungewöhnlich und auch nicht gänzlich unerwartet: Sie wurde schwanger - Verhütung? Was ist das? Wie war das noch mit dem Zusammenhang von Verhütung und Bildung? Egal, ich schweife ab. Jedenfalls, die Frau wurde schwanger. Welchem ihrer sechs Be- bzw. Ersteiger der Glücksschuss gelang, war allerdings unklar. Mehr noch: Die Webseite, die jene Versteigerung überhaupt erst ermöglicht hatte, warb mit "garantierter Anonymität".
Was also tun? Genau! Ab vors Gericht. Die Gerichte haben ja noch nicht genug zu tun. Also bemühte sich das LG Stuttgart und verurteilte unter dem Aktenzeichen 8 O 357/07 jene Internetseite dazu, der Frau die Namen aller in Frage kommenden Männer bekanntzumachen. Das Interesse des noch ungeborenen Kindes an der Feststellung der Vaterschaft stehe eindeutig über dem Interesse der Männer an Geheimhaltung ihrer Namen, so das Gericht.
Ob parallel dazu auch Merkbefreiungen verteilt wurden, ist unbekannt.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)
Donnerstag, 24. Januar 2008
Zu Schwer
Eine 78jährige Frau war ihrem 44jährigen Liebhaber nicht gewachsen. Der rund 100 Kilo schwere Mann bestieg seine Freundin zum Zwecke des außerehelichen Geschlechtsverkehrs, was diese aber wohl nicht so wirklich wollte. Sie wehrte sich zwar, aber ihr Freund war zu stark. Der wartete nach eigenen Angaben einfach ab, bis sie sich nicht mehr wehrte, erst dann habe er von ihr abgelassen.Als sich die Frau allerdings auch nach zwei Stunden noch immer nicht wieder rührte, hatte der Mann die Polizei verständigt und einen "natürlichen Tod" der Frau angegeben. Er wurde jetzt wegen Mordverdachts und Vergewaltigung verhaftet. Nach Auskunft der Polizei sollen sich die beiden schon längere Zeit gekannt haben. Den beiden sollen bereits seit längerer Zeit eine Beziehung geführt und sich gelegentlich in Oberstaufen getroffen haben.
Merke: "Tod durch Bongo-Bongo" ist manchmal mehr als nur eine leere Drohung...
(Quelle: Passauer Neue Presse)
Samstag, 19. Januar 2008
Prüde sind immer andere
Wir Deutsche sind ein seltsames Völkchen. Einerseits machen wir uns darüber lustig, wie prüde andere, unserer Meinung nach besonders fortschrittliche Nationen sind. Vorne weg natürlich die US-Amerikaner, bei denen wir nicht müde werden, nach Macken und Unzulänglichkeiten zu suchen, über die wir uns dann lustig machen können. Das Land mit der höchsten Anzahl an Pornographischen Produktionen und der höchsten Dichte Konsumenten solcher Produkte ist gleichzeitig auch das Land, in dem das Thema Verhütung in vielen Regionen ein echtes Fremdwort ist.Natürlich gibt es in solch einem Land auch strenge Gesetze zum Schutz der Jugend und natürlich werden hier besonders strenge Maßstäbe angelegt. Die Liste der weggepiepsten Wörter in den US-Medien ist so lang, dass sogar in immer mehr Songs der Hitparaden Lücken klaffen, damit die Jugend geschützt wird. Da wundert es doch kaum, wenn sich Eltern lautstark darüber beschweren, dass eine Altersfreigabe falsch erteilt worden ist, weil in dem Film bestimmte, den Eltern unangenehme Themen angesprochen werden. Oralsex zum Beispiel.
Da gehen also erwachsene Leute mit ihrem gut sechs Jahre alten Nachwuchs ins Kino und sehen sich einen Film an, der schon in der Beschreibung und Werbung deutlich erkennen lässt, dass er nicht für Kinder gemacht ist, sondern für Erwachsene. Oh Wunder: In dem Film, der sich - wie zu erwarten war - ausschließlich an Erwachsene richtet und Kinder im Alter von sechs Jahren mit ziemlicher Sicherheit tödlich langweilt, wird über Themen gesprochen, die Erwachsene verstehen, in einer Sprache, mit der Erwachsene etwas anfangen können, Kinder jedoch eher nicht. Und was passiert? Es geht, wie in nicht wenigen Filmen für Erwachsene, um Liebe. Liebe hat mit Sex zu tun und erfolgreicher Sex setzt nun mal voraus, dass man darüber spricht.
Und zack: Alarm! Die Kinder hören ein Wort und stellen zum Entsetzen der Eltern Fragen. Plötzlich müssen sich die Eltern mit ihren Kindern auseinandersetzen, müssen über Themen sprechen, von denen sie selber keine Ahnung haben, bei denen sie zugeben müssen, dermaßen verklemmt und prüde zu sein, dass es eine Wonne wäre, sie nur dabei zu beobachten. Und was machen diese Eltern? Sie tun das, was sie am besten können. Sie motzen.
Und nun kommts. Wir reden gar nicht von Amerikanern. Wir reden von Deutschen. Es geht tatsächlich um deutsche Eltern, die ihre sechsjährigen Blagen mit in einen deutschen Kinofilm schleppen. In "Keinohrhasen", um genau zu sein. Ein Film, in dem es um Liebe und Beziehungen und um Sex geht. Um nicht viel mehr, aber auch nicht viel weniger. Der Film ist gut, wirklich sehenswert, lustig und rundum gelungen. Ich habe ihn gesehen und kann ihn wirklich empfehlen, denn es macht Spaß diesen Film zu sehen. Aber für Kinder ist der wirklich nicht gemacht, auch wenn verblüffend viele Kinder darin vorkommen. Aber: Er hat die Altersfreigabe "ab 6". Und da manche Eltern eben nicht von 12 bis mittags denken können...
Jedenfalls haben die USK und der Macher des Films, Til Schweiger, jetzt derbe Stress am Hals, weil etlichen pädagogisch total verschatteten Laien-Eltern mal wieder langweilig ist. Die fragen allen ernstes, wie man einen Film für Kinder ab sechs Jahren freigeben kann, in dem der Hauptdarsteller von "einen Blasen" spricht. Über Oralverkehr sprechen! Und das auch noch öffentlich im Kino und auch noch mehrfach! Das geht doch so nicht und da müssen doch die Gerichte was tun, sowas gehört verboten!
Liebe Eltern. Bei allem Respekt für die von Euch erbrachte Leistung Nachwuchs in die Welt zu setzen: Ihr dürft und müsst Eure Gehirne auch nach der Geburt selber benutzen. Kinder haben in einer Romanze im Kino nichts verloren. Das war 1950 so, das war 1980 so und das ist auch 2008 nicht anders. Wenn Ihr Eure Blagen trotzdem mit ins Kino schleppt, obwohl ihr ganz genau wisst, dass Ihr nicht in einen Kinderfilm geht, weil ihr für den Babysitter zu geizig seid oder zu blöd dazu, die Beschreibung des Filmes zu lesen, dann beschwert Euch nicht bei anderen darüber, dass ihr zu dämlich dazu seid, alleine aus einem Busch zu winken, okay? So, und nun packt Eure Beschwerdezettelchen wieder ein, kauft Euch und Euren Kindern ein altersgerechtes Buch über das Thema Sexuelle Aufklärung und tut etwas Sinnvolles. Mehr Nachwuchs produzieren zum Beispiel.
Aber ich vermute, daran habt ihr gar keinen Spaß, weil Ihr vor lauter Prüderie ganz vergessen habt, dass Sex in erster Linie Spaß macht und nicht nur aus 38,4 Sekunden "rein-raus" besteht...
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)
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