Mittwoch, 12. Juli 2006

Forschung

Am Universitätsklinikum Göttingen haben sich Forscher mit Stammzellen beschäftigt. Mit denen kann man ja angeblich viele tolle Sachen machen. Diesen Forschern gelang es, aus embryonalen Stammzellen von Mäusen Spermazellen zu produzieren. Mit diesem Sperma befruchteten sie erfolgreich Eizellen, aus denen sich dann wiederum Nachwuchs entwickelte: Sieben Junge kamen so zur Welt, die allerdings nur fünf Monate überlebten. Die Wissenschaftler vermuten Störungen während der Embryonalentwicklung als Ursache für das frühe Ende.

Dieser Erfolg passt natürlich manchen Leuten so rein gar nicht in den Kram und so erstaunt es wohl nur wenige, dass kurz zuvor der Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie, Kardinal Alfonso Lopez Trujillo, verkündete, alle Wissenschaftler exkommunizieren zu lassen, die an embryonalen Stammzellen forschen und so eine heftige Diskussion lostrat.

(Quelle: UKG, Die Presse)

Deutsche Ordnung

DeutschlandfahneNeulich wurde noch international darüber gestaunt, dass es doch toll sei, dass "die Deutschen" endlich mal den "richtigen" Patriotismus entdeckt hätten und dass es doch super wäre, dass endlich mal der richtige Bezug zu den eigenen Landesfarben gefunden wurde und so weiter. Die Bildzeitung machte daraus gar das Motto der WM:
schwarz - rot - geil
Man könnte deshalb vermuten, dass sich in ganz Deutschland nun ein etwas unverkrampfterer Umgang mit zumindest der deutschen Flagge eingestellt hätte. Aber denkste. Die Stadt Heidelberg ließ ihre Einwohner in altbekannt freundlicher Manier wissen, dass es so ja nun mal gar nicht ginge und überhaupt, wo kämen wir denn da hin? Insbesondere die Bewohner der Altstadt müssen bis zum Ende der Woche alle Fahnen und Flaggen von den Fassaden entfernen, da diese gegen die Vorschriften des Bau- und Denkmalschutzes verstoßen:
"Während der Fußballweltmeisterschaft hat das Amt für Baurecht und Denkmalschutz der Stadt Heidelberg beide Augen zugedrückt und die an den Häusern aufgehängten Fahnen geduldet. Nachdem die WM nun vorbei ist, macht das Amt jetzt darauf aufmerksam, dass die in der Altstadt aufgehängten beziehungsweise ausgestellten Fahnen und ähnliche Werbeanlagen gegen bau- und denkmalschutzrechtliche Vorschriften verstoßen. Es wird darum gebeten, Fahnen und ähnliche Gegenstände im Laufe dieser Woche zu entfernen."
Das kann es nur in Deutschland geben, dass die Symbole des eigenen Staates nicht den Vorschriften irgendwelcher Schreibtischhengste entsprechen...

(Quelle: Stadt Heidelberg / FAZ)

Big Brother (2)

Schaeuble - BecksteinVor der WM überlegten sich die Innenminister des Bundes und Bayerns, dass das mit den Rechten der Bürger alles ziemlicher Humbug sei und man doch viel mehr Kontrollieren und überwachen müsste und das auch die Bundeswehr viel mehr dürfen müsste. Zwar hat man noch nicht durchsetzen können, alle Bürger ständig einzusperren und mit Kameras und Mikrofonen überwachen zu lassen, aber wenigstens die Bundeswehr hat man schonmal im Inland eingesetzt, ohne das Grundgesetz ändern zu müssen. Dieser Präzedenzfall ist unbezahlbares politisches Kapital, dessen Zinsen wir bei späterer Gelegenheit bestimmt noch begleichen dürfen.

Nun ist die WM vorbei und bis auf ein paar Hauereien ist eigentlich alles ganz gut gelaufen. Sagen jedenfalls die meisten. Ok, der Mitarbeiter vom Spiegel, der sich plötzlich während der WM mitten in München auf der Flucht befand und mit den tröstenden Worten "Sie sind halt kein Afrikaner" über die Definition von "Ausländer" bei der Münchener Polizei aufgeklärt wird, sieht das wahrscheinlich anders. Auch wird man hier und da in der Wirtschaft vielleicht ein paar kritische Stimmen hören. Zumindest aus Sicht der Kriminalität jedoch war die WM ein voller Erfolg, denn es ist nichts passiert.

Herr Schäuble meint nun, dass dieser Erfolg doch dauerhaft gemacht werden muss. Und das geht natürlich nur, in dem die Sonderregeleungen zur Terrorismusbekämpfung in dauerhaft geltendes Recht umgemünzt werden. Was im Klartext nichts anderes bedeutet, als die Rechte der Bürger dauerhaft zu beschneiden. Damit es aber nicht so sehr auffällt, das man dem Bürger am liebsten alle Rechte für immer wegnehmen möchte, verpackt man es in eine freundliche und harmlos aussehende Spanne. Für "nur" fünf Jahre sollen die dezent aufgeweiteten Eingriffe in die Grundrechte gelten.

Dazu gehört zum Beispiel, dass der Auslandsgeheimdienst der Bundesrepublik (das ist der BND) Flugdaten aller Reisenden im Inland "bei Bedarf" abfragen kann. Herr Beckstein möchte zusätzlich staatlichen Zugriff auf die Stammdaten der Bankkonten für den Verfassungsschutz (was geht den Verfassungsschutz bitte das Konto Unverdächtiger an?) Herr Schäuble wird eine Anti-Terror-Datei wird einrichten lassen, in der alle "Terroristen" und "Verdächtigen" gespeichert werden sollen. Wer allerdings "Verdächtiger" ist, das wird nicht verraten (vielleicht reicht es für den Verdacht bereits aus, wenn man atmet?)

Wie sich die Herren Schäuble und Beckstein aber den Kampf gegen das noch immer ungelöste Problem der neo-Faschisten und Neonazis vorstellen, das lassen sie offen. Wahrscheinlich wird hierzu demnächst auch "gängige Praxis" in geltendes Recht umgeschrieben:
"§86b StGB Totschweigen
Wer entgegen dieses Gesetzes rechtsextremistische Vorfälle nicht totschweigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren bestraft."

Und Tschüss!

Juergen KlinsmannTjo, so wie es aussieht, hat sich Herr Klinsmann jetzt doch dazu entschlossen, Deutschland "Deutschland" sein zu lassen und da weiterzuarbeiten, wo man ihm nicht schon im Vorfeld vorwarf quasi zu dämlich dazu zu sein, mit Suchscheinwerfern den eigenen Hintern zu finden. Ungefähr so war ja vor der WM die allgemeine Stimmung was den - damals hochgradig unerwünschten - Bundestrainer anging:
"Wenn er von einem Zehn-Jahres-Plan redet, sucht Klinsmann jetzt schon eine Ausrede. … Dann kann man nach einer Pleite im Jahre 2006 sagen: ich habe doch gleich gesagt, es geht nicht so schnell."

Lothar Matthäus
"Klinsmann hat auch gesagt, er wolle lernen. Er muss lernen, und zwar sehr viel und sehr schnell. Obgleich ich erhebliche Probleme damit habe, dass ausgerechnet die Nationalmannschaft als Lehrstätte für Bundestrainer-Azubis dienen soll."

Paul Breitner
Meine Hochachtung (vor der erbrachten Leistung) und mein Respekt (für den Mut, trotz der öffentlichen Antipathie gegen ihn den Job zu machen) werden ihn ebenso begleiten, wie meine besten Wünsche (für die bestimmt lukrative und erfolgreiche Zukunft außerhalb Deutschlands).

Montag, 10. Juli 2006

Zur Lage der Nation (1)


Andere Bundespräsidenten hatten da schon mal mehr zu sagen zum Thema "Deutschland und das Ansehen in der Welt". Aber andere Präsidenten waren auch nicht so wortscheu, wie Herr Köhler, dessen wichtigste Rede bislang die ist, die er (noch) nicht gehalten hat.

History repeating (2)

Kaiser Wilhelms Armee in AfrikaFast 100 Jahre ist es her, da wurde Deutschen Truppen versprochen "zu Weihnachten seid ihr wieder zu Hause." Seinerzeit von Kaiser Wilhelm dem II. Vor ein paar Tagen trat Bundesverteidigungsminister Jung die Nachfolge dieser denkwürdigen Ansprache an. Heute nun beginnen die Soldaten der Bundeswehr auf dieses Versprechen zu bauen und reisen in stolzer Tradition und voller Hoffnung in das ferne Afrika, um Deutschlands Wirtschaftsinteressen, nein, sorry, die Durchführung demokratischer Wahlen zu sichern.

Ich wünsche unseren Jungs jedenfalls alles Gute und viel Glück - ich vermute, sie können es brauchen.

Islam - Partei oder Religion?

Ob der Islam mit seinen für die meisten Westeuropäer eher frauenfeindlich einzustufenden Regeln nun mehr oder weniger umstritten ist, als zum Beispiel Scientology oder die Zeugen Jehovas, sei dahin gestellt. Bislang war man sich aber doch darin einig, dass der Islam grundsätzlich eine religiöse Weltanschauung ist.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart urteilte jüngst, dass Lehrerinnen entgegen anderslautender Rechtsprechung nun doch mit Kopftuch unterrichten dürften. Das Gericht verwies auf den Grundsatz der Gleichbehandlung und nannte explizit katholische Nonnen, die in Ordenstracht unterrichten dürfen. Die CSU sieht das anders. Der Generalsekretär der CSU, Markus Söder, fordert dazu auf, das vom gesprochene Urteil zum Thema Kopftuch und Lehrerinnen "in der nächsten Instanz" zu ändern, denn im Gegensatz zum Kopftuch wäre die Nonnentracht kein politisches Symbol. Daraus folgt dann wohl, dass der Islam keine Religion, sondern eine politische Bewegung und der Koran ein politisches Programm ist.

Es ist immer wieder possierlich mit anzusehen, wie in unserem ach so säkularisierten Staat mit fester flexibler Trennung von Kirche und Staat sich die politischen Parteien und Kirchen nach gut dünken durch die Paraden fahren. Hatte neulich noch die Katohlische Kirche festgestellt, dass bestimmte Parteien in Deutschland das Attribut "christlich" nicht wirklich zu Recht trügen, lies die Antwort etwas auf sich warten. Die kam dann aber von Edmund Stoiber und wurde mit einiger Vehemenz formuliert. So hatte er erst jüngst gefordert, dass Ketzerei Gotteslästerung unter Strafe gestellt werden soll - unabhängig von der betroffenen Religion. Und dann war da ja auch noch die Sache mit dem Folterwerkzeug in den Klassenzimmern.

Da stelle ich mir die Frage, was denn nun eigentlich wirklich Phase ist bei diesem Gekungel.

Samstag, 8. Juli 2006

Zufall? (2)

Haiti National Police Aufmarsch SA

Links: Haiti National Police, 2006. Rechts: SA, ca. 1934.

Etwaige Ähnlichkeiten wären rein zufällig...

Kinder und Omas

Patricia RKinder im hohen Alter zu bekommen wird angesichts stetig steigender Lebenserwartung zunehmend zur Normalität. Galt es vor einigen Jahren noch als Ausnahme mit 40 Kinder zu bekommen, so ist heute die "Ausnahme" eher bei 50 zu suchen. Unabhängig vom Alter ist das Kinderkriegen aber etwas, das der Staat besonders fördern und schützen sollte.

Wie gesagt: Eigentlich. Eine Britin stand nun vor dem Problem des fortgeschrittenen Alters und dem Kinderwunsch und den britischen Gesetzen. Mit ihren 63 Jahren wollte die Kinderpsychiaterin Patricia R. aus Lewes (Sussex) noch mal Mutter werden. Die Gesetze des Inselkönigreiches auf der anderen Seite des Kanals erlauben aber nur eine Behandlung bis 55. Darum fuhr Patricia nach Russland und ließ sich dort künstlich befruchten.

Wenigstens verboten die Gesetze im Inselkönigreich nicht die Entbindung und so konnte Patricia am vergangenen Mittwoch den Titel "älteste Mutter Großbritanniens" für sich einsacken. Bislang war das Liz B. aus Wales gewesen, die 1997 im Alter von 60 Jahren ein Kind geboren hatte. Die älteste Mutter der Welt ist zur Zeit die Rumänin Adriana I., die im Januar 2005 im Alter von 66 Jahren ein Kind bekam.

Vielleicht sollten wir in Zukunft Altersheime mit Kreissälen bauen?

(Quelle: N24, dpa)

Freitag, 7. Juli 2006

Eine einfache Frage

Stephen HawkingEine seltsame Situation entsteht, wenn anerkannte Genies Fragen stellen, auf die sie selber keine Antwort haben. Noch sehr viel seltsamer gerät die Situation, wenn die Befragten nicht etwa irgendwelche anderen Spezialisten sind, sondern schlicht "alle Menschen".

Eine solche Situation erzeugte Stephen Hawking, den meisten bekannt durch "Eine kurze Geschichte der Zeit". Er stellte jüngst eine Frage, die im ersten Moment trivial erscheint:
"In a world that is in chaos politically, socially and environmentally, how can the human race sustain another 100 years?"
Auf Deutsch: Wie kann die Menschheit in der aus Sicht von Politik, Sozialem und der Umwelt völlig chaotischen Welt weitere 100 Jahre überstehen? Die Antworten bei Yahoo Answers sind bunt gemischt und sehr sehr viele und da die Frage durch den Fragesteller noch nicht geschlossen wurde, scheint "die eine Antwort" noch nicht gefallen zu sein, die den Fragesteller zufrieden stellt.

Naheliegende Spontanantworten "Im Weltraum", "unter Wasser", "ohne Waffen" und so weiter werden ebenso behandelt, wie Spiritualität / Religiösität, "Love, Peace and Harmony". Es werden aber auch sehr tiefgründige Antworten gegeben. Aber wie sieht denn die Lösung nun aus? Je länger man über die Frage nachdenkt, desto mehr schwelende Brände fallen auf. Gibt es überhaupt eine Lösung?

Der Thread jedenfalls enthält einige lesenswerte Köstlichkeiten, ist mit seinen knapp 16.000 Beiträgen allerdings nichts für "mal eben".

Überschrift des Tages (1)

Die Überschrift des Tages kommt heute von der FAZ:
Die Durchschnittsfrau ist dick
Im Namen aller Psychologen, Therapeuten und der Pharmaindustrie: Vielen Dank für die vielen neuen Kundinnen! Jetzt hat Frau es schriftlich, dass sie - wenn durchschnittlich - nicht nur "durchschnittlich interessant" (mit anderen Worten "uninteressant"), sondern auch noch dick ist.

Das hätte ich nicht besser gekonnt...

Fische

Seit langer Zeit kursiert das Gerücht, dass es Fische gibt, die sich im Penis eines Menschen einnisten. Das wurde ebenso lange als "urbane Legende" abgetan. Es scheint aber doch so zu sein, dass Mann zumindest im Amazonas aufpassen sollte beim Wasser lassen, wie das folgende Video beweist:

Feuer brennt...

Tagebuch Anne FrankDie Themen "Rechtsextremismus" und "Integration" sind schon etwas länger weit oben in der Hitliste zu finden. Grund genug, nach Verbindungen innerhalb der Themen zu suchen und eins mit dem anderen zusammen aufzugreifen und abzuhandeln. Besonders im östlichen Deutschland ist das ja nicht ganz unproblematisch. Friedrich Harwig, Bürgermeister des Dorfes Pretzien (bei Schönebeck), hat dabei jetzt neue Maßstäbe gesetzt.

Mit dem Argument, er habe die Jugendlichen "sinnvoll in das Dorfleben integrieren" wollen, wurde Herr Harwig in seiner Funktion als Bürgermeister Mitglied in der beim Verfassungsschutz schon lange bekannten und inzwischen aufgelösten Organisation "Heimatbund Ostelbien" (HBO). Diese Vereinigung hat eine ziemlich weit rechts anzusiedelnde Vergangenheit. Die ehemaligen Mitglieder sind auch heute wohl - um es mal ganz vorsichtig zu formulieren - nicht unproblematisch in ihrer politischen Ausrichtung und Denkweise. Nach Angaben des Herrn Harwig trat er in den Club ein, "um eine Kulturkommission zu bilden". Damit Dorffeste gemeinsam organisiert werden könnten und so.

Als Clubmitglied nimmt man ja auch schon mal an Clubfeten teil. Gehört ja dazu. Während der letzten Sonnenwendfeier "mit Sonnenfeuer" hielten es die Clubmitglieder für eine "Gute Idee™", doch auch mal Bücher zu verbrennen. Und Herr Harwig war mit dabei. Als das Tagebuch der Anne Frank und eine amerikanische Flagge verbrannt wurden, sah sich Herr Harwig weder genötigt einzugreifen, noch sich zu distanzieren. Im Gegenteil. Rund 80 bis 100 weitere Besuchern des "Festes" sahen tatenlos zu.

Das Ganze hat jetzt ein Nachspiel. "Gottseidank" möchte man sagen. Aber nicht so schnell, denn die Details sind es, die aufhorchen lassen. Im Landtag von Sachsen-Anhalt wurde Herr Harwig und sein Verhalten bereits deutlich kritisiert und das ist gut so. Als Folge der Kritik trat er nach eindringlicher Aufforderung durch seine Partei aus dieser (PDS) aus. Er selber begründet diesen Schritt jedoch etwas anders als die Partei, die auch seinen Rücktritt als Bürgermeister fordert: Er (Harwig) wäre vom Umgang der Genossen mit ihm enttäuscht. Huh? Umgang mit ihm? Was hat er denn erwartet? Orden? Lobeshymnen? An seinem Amt als Bürgermeister hält er aber fest - und das insbesondere, weil ihn die Einwohner seines Dorfes darin bestätigten.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutierten rund 150 der nicht ganz 1.000 Einwohner des Dorfes mit dem Bürgermeister und den beteiligten Jugendlichen das Geschehen. Im Nachhinein sehen die Einwohner von Pretzien zum Handeln des Bürgermeisters Harwig keine Alternative und sie hätten auch keine "rechten Umtriebe" des Heimatbundes Ostelbien bemerkt. Herr Harwig wollte ja die Jugendlichen durch die Intergration ins Dorfleben dem rechten Spektrum zu entziehen, so die die Pretziener. Die Jugendlichen hätten ja auch Dorffeste organisiert und beim Hochwasser geholfen. Und beim Dorf haben sie sich ja auch entschuldigt - wenn auch nicht für die Tat als solche.

Der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Hövelmann, SPD sagte dazu:
"Rechtsextreme Gruppierungen lassen sich nicht durch eine Einbindung ins dörfliche Kulturleben bändigen."
Der Fraktionschef der PDS im Magdeburger Landtag, Wulf Gallert:
"Das Problem von Pretzien war nur, dass hier die Integration genau andersrum gelaufen ist. Die neue Taktik der Rechten, sich gesellschaftlich zu etablieren über ganz normale Mitarbeit im Dorf und dann rechtsextreme Ideologie weiter zu transportieren, ist völlig aufgegangen."
Und damit das ganze Dorf dann auch schön als "wir sind die Lieben" dasteht, werden artig vor den Kameras der Medien Kerzchen in sinniger Analogie zum gerade beseitigten Scheiterhaufen aufgestellt und man tut schön betroffen. Ist ja ein prima Anlaß für das nächste gesellige Becherschwenken. Worum ging es noch gleich? Wer die nächste Runde bezahlt? Anne wer? Rechts? Ja, rechts runter gehts zur Elbe, da kann man inzwischen schon wieder angeln. Was wollen eigentlich die Medien hier? Und nein, wir haben kein Problem mit Ausländern...

Übertrieben? Ansichtssache. Ein Sprecher der Polizeidirektion Magdeburg sagt: "In Pretzien sind die Schotten dicht", die Ermittlungen kommen nur sehr stockend voran. Wenig verwunderlich, denn natürlich haben wir in Ostdeutschland kein Problem mit rechtsextremer Ideologie.

Friedrich Harwig zu dem Vorfall:
"So etwas passiert, weil wir in unserem Land die Vergangenheit nicht bewältigt haben und weil wir mit unserer Gegenwart nicht fertig werden"
Wie sehr er damit Recht hat, wird er selber wohl nie verstehen.

(Quelle: mdr, Tagesspiegel, Mitteldeutsche Zeitung)

Donnerstag, 6. Juli 2006

Bibelhumor der Amis

Nicht brandneu, aber schräg genug.

(Danke basti)

Haare schneiden

Manche Leute leiden unter langen Haaren in Ohren oder Nase. Normalerweise geht man dieses Problem mit einer Schere oder einem speziellen Rasierer an. Da aber lange nicht jeder Mann darauf steht, sich mit seinem Philishave oder der Heckenschere in Ohren und Nase herumzufuchteln, hat sich eine Firma des Problems angenommen und dem Gerät eine vertrautere Form gegeben:
Haartrimmer
knapp 10 Euro plus Porto und Verpackung.