Wirfste den Herd an, weil: Hunger.
Küche... Topf... Wasser... zwecks Nudeln.
Kennste.
Denkste Dir "och, das dauert jetzt eh, kannste ja eben 5 Minuten zocken..."
Starteste das Game.
Meldet sich das Game: "Ich hab da so nen Patch..."
Denkste Dir: "Ja.. mach doch."
Game: "Ok. Sind 12mb. ich mach' ma'."
*Game tut Dinge*
Game meldet sich wieder: "Ich starte dann mal den Installer, den ich gerade gezogen hab..."
Denkste Dir so: "Ja? Okay? Und?"
Das Game so:
Wäre ja auch zu schön gewesen...
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Donnerstag, 15. März 2018
Montag, 22. März 2010
Ostern 2010 - ich freu' mich drauf
Der Kreis meiner Bekannten ist bunt und vielschichtig und manche aus diesem Kreise sind durchaus "anders". Ich vergesse gerne, wie anders Menschen sein können, was wohl mit dem Gewöhnungseffekt zu tun hat.
Am vergangenen Wochenende traf ich mich nachmittags mit einem meiner sehr computeraffinen Bekannten im Cafe. Dieser Bekannte - nennen wir ihn "Erik" - spielt mit an Fanatismus grenzender Inbrunst World of Warcraft (WoW). Ich kann diesem Spiel nicht besonders viel abgewinnen, aber darum geht es jetzt nicht. Erik spielt eine Dunkelelfe. Ich habe ehrlich gesagt keinen Schimmer, was eine "Dunkelelfe" eigentlich ist, von "Schurke" als Charkterklasse ganz zu schweigen, aber ich habe verstanden, dass Erik mit seiner Dunkelelfe eine Menge verbindet und diese Figur wohl auch so etwas wie "die Wucht in Tüten" sein muss. Jedenfalls betont er das immer wieder.
Erik spielt eine weibliche Figur und ich habe ihn schon einige Male versucht damit scherzhaft aufzuziehen. Erfolglos. Ich kenne Erik schon einige Jahre und weiß, dass er sehr auf Frauen fixiert ist, allerdings auf die gesunde Art. Oder anders ausgedrückt: Erik ist ungefähr so sehr homosexuell veranlagt, wie ich Multimilliardär bin, nämlich gar nicht. Und Geschlechtsumwandlung... Nein. Nicht bei Erik. Erik als Frau wäre ein Desaster für alle, die gezwungen wären, das zu erleben. Alleine die Vorstellung... Oh Gott. Kopfkino.
Erik ist chronischer Single, was zum Teil wohl auch an seinem Job liegt. So wie er mir WoW immer wieder beschreibt, scheint das eine Art globaler Kontakt- und Partnerschaftsbörse zu sein. Ich bin geneigt, ihm das bis zu einem bestimmten Punkt zu glauben, denn immer wieder beschreibt er mir bei unseren seltenen Treffen, wie viele tolle Menschen, Männer wie Frauen, er dort schon kennengelernt habe. Und außerdem haben sich da schon total viele Paare gefunden, die schon seit Jahren zusammen sind. Mit dem Treffen im wirklichen Leben, da hapert es oft, denn jemanden aus der Nachbarschaft in den Weiten jener Onlinewelt zu finden ist nicht eben trivial.
Bei unserem Treffen eröffnete mir Erik, dass es ihn "total erwischt" hat. Erik ist verliebt. So richtig derbe. Rosa Brille, kleine Herzchen in den Augen, abwesender Blick, das volle Programm. Endlich hat auch er sein passendes Gegenstück gefunden. In WoW. Die beiden kennen sich schon recht lange, sagte er mir. Und sie sei "ein absoluter Traum". Endlose Nächte hätten die beiden schon am Rechner miteinander verbracht, er vor seinem - sie vor ihrem. Sie spielt in WoW übrigens einen weiblichen Charakter und er beschreibt ihre Spielfigur so, dass daneben die Venus von Milo potthässlich sein muss: "Sie ist ein menschlicher Paladin. Und wunderschön. Ihre Eleganz und Grazie... So wie sie kämpft keine andere. Und sie ist so warmherzig und gut..." - Mir war spontan nach Alkohol in großen Mengen.
Vor einigen Tagen, so erzählte mir Erik, hat er seiner Angebeteten seine Zuneigung gestanden. Meine Vorstellung ob dieses Vorgangs ist "farbig", denn Erik ist ein gestandenes Mannsbild von fast 30 Jahren, Sportler, selbstbewusst und charismatisch - nur leider vollkommen verklemmt und unfähig wenn es um Frauen geht. Verglichen mit seinem Talent Frauen anzugraben bin ich auf dem Gebiet beinahe ein omnipotentes Genie, und ich bekomme da schon absolut gar nichts auf die Reihe. In meiner Fantasie sah ich einen stark schwitzenden Erik am Rechner sitzen, der vor Nervosität Nägel kauend und Kette rauchend mit sich selbst und gegen die Tücken der Technik kämpfend versucht, einer Frau am anderen Ende der Welt zu erklären, dass er sein Herz an sie verloren hat. Die Vorstellung hatte eindeutig etwas für sich und ich konnte mir ein Grinsen nur mühsam verkneifen.
Trotzdem: Erik hatte Erfolg. Seine Angebetete erhörte sein Flehen und nun sind die Beiden wohl ein Paar. Auch Bilder hätte man schon ausgetauscht und telefoniert hätte man auch schon ein Mal. So sehr kleben die beiden aneinander, dass sie sich entschlossen haben, in WoW zu heiraten. Ich muss zugeben, dass ich mit dieser Idee meine ganz eigenen Probleme habe, aber ich bin aufgeschlossen und finde, dass jeder seinen (oder ihren) ganz eigenen Weg finden muss, um seine Verbundenheit auszudrücken. Von den modernen Medien sollten Mann und Frau sich da nicht bremsen lassen. Begleitet von meinen besten Wünschen gingen wir auseinander, denn Erik musste unbedingt pünktlich zum Treffen mit seiner Angebeteten erscheinen. So eine Hochzeit will ja auch vorbereitet sein.
Ich hätte diese Episode beinahe wieder vergessen, wenn mich nicht spät abends am Samstag ein anderer Bekannter angerufen hätte. Ich nenne ihn mal "Daniel" (Name der Redaktion bekannt). Auch Daniel kenne ich schon Ewigkeiten und Daniel ist ein typisch süddeutsches Kellerkind und Zocker der ersten Garde: Progamer, Clanleader, Hardwarefrickler, lichtscheu und - welch Zufall - unbeweibt. Daniel platzte vor Mitteilungsbedürfnis: "Hey Frank. Na wie geht's? Du, ich hab' ne Freundin!" Ich war platt. Daniel und eine Freundin? Ich sah aus dem Fenster. War die Hölle zugefroren? War die Apokalypse angebrochen? Regnete es Geld? Daniel mit Freundin das war in etwa so wahrscheinlich, wie drei Mal in Folge den Jackpot im Lotto zu knacken. Viel schlimmer: Wieso der und nicht ich? Sowas wurmt. Trotzdem gab ich den interessierten und sich erfreuten Zuhörer und wollte natürlich wissen, wie es denn dazu gekommen war.
Daniel hatte sie im Internet kennengelernt. Schon vor Monaten. Und die beiden haben echt ganz super toll viel Zeit miteinander verbracht. Und sie ist sooooooo toll. Und intelligent. Und überhaupt. Und gut sieht sie auch noch aus. "Okay," dachte ich mir, "das ist dann jetzt der Zweite in kurzer Zeit." Vielleicht sollte ich meine Ansichten über das Internet und die Partnersuche dort doch noch mal überdenken - Ich glaube nämlich NULL an das Internet als funktionierender Heiratsmarkt. Daniel schwärmte mir weiter von seiner Angebeteten vor. Wie gut sie zuhören könne, wie intelligent sie sei. Und so natürlich. Ich schaltete auf Durchzug, denn ganz ehrlich: verliebtes Geschwafel ist ja gut und schön, aber mir damit spätabends auf den Sack zu gehen, steigert meine Laune nicht gerade, wenn ich in diesem Geschwafel keine Rolle spiele und ganz besonders dann nicht, wenn ich bereits kurz vorher einen ähnlichen Textanfall überstanden habe.
Irgendwann kam Daniel zum eigentlichen Anliegen seines Anrufs: "Du bist doch Fotograf, oder?" Ja, bin. "Und Du kannst gut mit Bildern umgehen und so." Das nahm ich als Kompliment und Feststellung. "Hast Du auch einen WoW-Account?" Nein, habe ich nicht, will ich auch nicht. Aber die Neugierde siegt: "Warum?" fragte ich. "Ich heirate morgen und will ein paar schöne Hochzeitsfotos haben..."
Ich war hellwach. Hochzeit in WoW? Das hatte ich doch irgendwo schon mal gehört. Ich hakte nach. Daniel erzählte mir von den vielen, langen Nächten, die die beiden schon gemeinsam in was weiß ich für gottverlassenen Pixelwelten verbracht hätten, von endlosen Gesprächen, gemeinsamen Abenteuern und so weiter und so fort. Und wie toll sie natürlich aussähe. Und wie tolerant sie doch sei. Daniel war vollkommen verknallt. Jenseits von Gut und Böse. Weit jenseits.
Neugierig wie ich bin ließ ich mir von Daniel beschreiben, wie man sich als Außenstehender und Unwissender eine Hochzeit in WoW vorstellen müsste. Daniel beschrieb mir das "Happening" so gut er konnte und er war ehrlich bemüht, mich dafür zu begeistern. Allerdings erreichte er damit bei mir vor allem eins: Stirnrunzeln. Nicht etwa, weil er in einem Onlinespiel heiraten will, nein, das nun nicht. Jeder nach seiner façon. Was mir nicht aus dem Kopf ging, das war ein Satz, den Daniel locker flockig so dahin sagte: "...und da stört es auch niemanden, wenn zwei Frauen heiraten." Äh, Moment... "Zwei Frauen?"
Daniel klärte mich auf - oder glaubte zumindest mich aufzuklären - dass man in solchen Spielen Rasse, Aussehen und Geschlecht seiner Spielfigur frei wählen könnte. Und seine Freundin spielt halt eine Dunkelelfe und er eine menschliche Frau. Das sei nicht ungewöhnlich und völlig normal. Das war nicht der Punkt, mir ist doch völlig egal, wer da wen heiratet, solange alle glücklich sind. Nein, mir ging es um etwas ganz Anderes: "Was spielt ihr da denn für Klassen?" Daniel war begeistert und witterte die Chance, mich nach all den Jahren endlich für WoW ködern zu können. Er beschrieb mir in epischem Umfang das System der Charakterklassen und wiedermal vermisste ich die Taste für "vorspulen" bei einem Gesprächspartner. Daniel kam zum Punkt. "Ich spiele einen menschlichen weiblichen Paladin und meine Freundin eine Dunkelelfen-Schurkin."
Ich ging ans Regal, Telefon in der Hand, und wählte sorgfältig. Lagavulin, 16 Jahre, erschien mir angemessen. Ich nahm ein Glas, goss großzügig ein. Dabei fragte ich Daniel, ob er seine Freundin denn schon mal gesehen hätte. "Ich habe Bilder von ihr!", prahlte er und vor meinem geistigen Auge konnte ich in diesem Moment eine wahre Kaskade von Screenshots, Webcam-, Handy- und Sonstwasfotos auf Daniels Bildschirm aufgehen sehen. "Getroffen haben wir uns noch nicht, sie wohnt bei Dir da im Norden irgendwo und das sind ja ein paar Kilometer." Ich fragte ihn, wann denn die Hochzeitsnacht geplant sei. Etwas verlegen meinte Daniel, dass sie sich "über Ostern" treffen wollten, weil sie beide dann frei hätten. "Und da bin ich sowieso bei meinen Eltern in Osnabrück, das wäre dann für uns beide der halbe Weg... Aber Du, ich muss jetzt auch Schluss machen, meine Freundin kommt gleich online. Kannst Dir das mit den Fotos ja noch überlegen. Schühüüüsss!" Und weg war er.
Ich dachte an Daniel und seine stockkonservativen Eltern und stellte mir das Osterfest in dieser Familienkonstellation vor. Ein Osterfest, zu dem der einzige Spross seiner Familie eröffnet, dass er im Internet geheiratet hat. Ein Osterfest, bei dem die größte Überraschung seit Jahren wohl tatsächlich die Eier sein dürften...
Prost.
[PS]
Wegen der Nachfragen:
Ja, mir ist klar, dass beide gegenüber dem jeweils anderen behauptet haben, eine Frau zu sein. Den beiden offensichtlich nicht...
Ja, die beiden haben inzwischen "geheiratet".
Nein, ich habe keine Ahnung, wie zwei Männer miteinander telefonieren können und den jeweils anderen für eine Frau halten können.
Nein, ich habe es den beiden (noch) nicht gesagt. Ich bin ja kein Spielverderber.
Am vergangenen Wochenende traf ich mich nachmittags mit einem meiner sehr computeraffinen Bekannten im Cafe. Dieser Bekannte - nennen wir ihn "Erik" - spielt mit an Fanatismus grenzender Inbrunst World of Warcraft (WoW). Ich kann diesem Spiel nicht besonders viel abgewinnen, aber darum geht es jetzt nicht. Erik spielt eine Dunkelelfe. Ich habe ehrlich gesagt keinen Schimmer, was eine "Dunkelelfe" eigentlich ist, von "Schurke" als Charkterklasse ganz zu schweigen, aber ich habe verstanden, dass Erik mit seiner Dunkelelfe eine Menge verbindet und diese Figur wohl auch so etwas wie "die Wucht in Tüten" sein muss. Jedenfalls betont er das immer wieder.
Erik spielt eine weibliche Figur und ich habe ihn schon einige Male versucht damit scherzhaft aufzuziehen. Erfolglos. Ich kenne Erik schon einige Jahre und weiß, dass er sehr auf Frauen fixiert ist, allerdings auf die gesunde Art. Oder anders ausgedrückt: Erik ist ungefähr so sehr homosexuell veranlagt, wie ich Multimilliardär bin, nämlich gar nicht. Und Geschlechtsumwandlung... Nein. Nicht bei Erik. Erik als Frau wäre ein Desaster für alle, die gezwungen wären, das zu erleben. Alleine die Vorstellung... Oh Gott. Kopfkino.
Erik ist chronischer Single, was zum Teil wohl auch an seinem Job liegt. So wie er mir WoW immer wieder beschreibt, scheint das eine Art globaler Kontakt- und Partnerschaftsbörse zu sein. Ich bin geneigt, ihm das bis zu einem bestimmten Punkt zu glauben, denn immer wieder beschreibt er mir bei unseren seltenen Treffen, wie viele tolle Menschen, Männer wie Frauen, er dort schon kennengelernt habe. Und außerdem haben sich da schon total viele Paare gefunden, die schon seit Jahren zusammen sind. Mit dem Treffen im wirklichen Leben, da hapert es oft, denn jemanden aus der Nachbarschaft in den Weiten jener Onlinewelt zu finden ist nicht eben trivial.
Bei unserem Treffen eröffnete mir Erik, dass es ihn "total erwischt" hat. Erik ist verliebt. So richtig derbe. Rosa Brille, kleine Herzchen in den Augen, abwesender Blick, das volle Programm. Endlich hat auch er sein passendes Gegenstück gefunden. In WoW. Die beiden kennen sich schon recht lange, sagte er mir. Und sie sei "ein absoluter Traum". Endlose Nächte hätten die beiden schon am Rechner miteinander verbracht, er vor seinem - sie vor ihrem. Sie spielt in WoW übrigens einen weiblichen Charakter und er beschreibt ihre Spielfigur so, dass daneben die Venus von Milo potthässlich sein muss: "Sie ist ein menschlicher Paladin. Und wunderschön. Ihre Eleganz und Grazie... So wie sie kämpft keine andere. Und sie ist so warmherzig und gut..." - Mir war spontan nach Alkohol in großen Mengen.
Vor einigen Tagen, so erzählte mir Erik, hat er seiner Angebeteten seine Zuneigung gestanden. Meine Vorstellung ob dieses Vorgangs ist "farbig", denn Erik ist ein gestandenes Mannsbild von fast 30 Jahren, Sportler, selbstbewusst und charismatisch - nur leider vollkommen verklemmt und unfähig wenn es um Frauen geht. Verglichen mit seinem Talent Frauen anzugraben bin ich auf dem Gebiet beinahe ein omnipotentes Genie, und ich bekomme da schon absolut gar nichts auf die Reihe. In meiner Fantasie sah ich einen stark schwitzenden Erik am Rechner sitzen, der vor Nervosität Nägel kauend und Kette rauchend mit sich selbst und gegen die Tücken der Technik kämpfend versucht, einer Frau am anderen Ende der Welt zu erklären, dass er sein Herz an sie verloren hat. Die Vorstellung hatte eindeutig etwas für sich und ich konnte mir ein Grinsen nur mühsam verkneifen.
Trotzdem: Erik hatte Erfolg. Seine Angebetete erhörte sein Flehen und nun sind die Beiden wohl ein Paar. Auch Bilder hätte man schon ausgetauscht und telefoniert hätte man auch schon ein Mal. So sehr kleben die beiden aneinander, dass sie sich entschlossen haben, in WoW zu heiraten. Ich muss zugeben, dass ich mit dieser Idee meine ganz eigenen Probleme habe, aber ich bin aufgeschlossen und finde, dass jeder seinen (oder ihren) ganz eigenen Weg finden muss, um seine Verbundenheit auszudrücken. Von den modernen Medien sollten Mann und Frau sich da nicht bremsen lassen. Begleitet von meinen besten Wünschen gingen wir auseinander, denn Erik musste unbedingt pünktlich zum Treffen mit seiner Angebeteten erscheinen. So eine Hochzeit will ja auch vorbereitet sein.
Ich hätte diese Episode beinahe wieder vergessen, wenn mich nicht spät abends am Samstag ein anderer Bekannter angerufen hätte. Ich nenne ihn mal "Daniel" (Name der Redaktion bekannt). Auch Daniel kenne ich schon Ewigkeiten und Daniel ist ein typisch süddeutsches Kellerkind und Zocker der ersten Garde: Progamer, Clanleader, Hardwarefrickler, lichtscheu und - welch Zufall - unbeweibt. Daniel platzte vor Mitteilungsbedürfnis: "Hey Frank. Na wie geht's? Du, ich hab' ne Freundin!" Ich war platt. Daniel und eine Freundin? Ich sah aus dem Fenster. War die Hölle zugefroren? War die Apokalypse angebrochen? Regnete es Geld? Daniel mit Freundin das war in etwa so wahrscheinlich, wie drei Mal in Folge den Jackpot im Lotto zu knacken. Viel schlimmer: Wieso der und nicht ich? Sowas wurmt. Trotzdem gab ich den interessierten und sich erfreuten Zuhörer und wollte natürlich wissen, wie es denn dazu gekommen war.
Daniel hatte sie im Internet kennengelernt. Schon vor Monaten. Und die beiden haben echt ganz super toll viel Zeit miteinander verbracht. Und sie ist sooooooo toll. Und intelligent. Und überhaupt. Und gut sieht sie auch noch aus. "Okay," dachte ich mir, "das ist dann jetzt der Zweite in kurzer Zeit." Vielleicht sollte ich meine Ansichten über das Internet und die Partnersuche dort doch noch mal überdenken - Ich glaube nämlich NULL an das Internet als funktionierender Heiratsmarkt. Daniel schwärmte mir weiter von seiner Angebeteten vor. Wie gut sie zuhören könne, wie intelligent sie sei. Und so natürlich. Ich schaltete auf Durchzug, denn ganz ehrlich: verliebtes Geschwafel ist ja gut und schön, aber mir damit spätabends auf den Sack zu gehen, steigert meine Laune nicht gerade, wenn ich in diesem Geschwafel keine Rolle spiele und ganz besonders dann nicht, wenn ich bereits kurz vorher einen ähnlichen Textanfall überstanden habe.
Irgendwann kam Daniel zum eigentlichen Anliegen seines Anrufs: "Du bist doch Fotograf, oder?" Ja, bin. "Und Du kannst gut mit Bildern umgehen und so." Das nahm ich als Kompliment und Feststellung. "Hast Du auch einen WoW-Account?" Nein, habe ich nicht, will ich auch nicht. Aber die Neugierde siegt: "Warum?" fragte ich. "Ich heirate morgen und will ein paar schöne Hochzeitsfotos haben..."
Ich war hellwach. Hochzeit in WoW? Das hatte ich doch irgendwo schon mal gehört. Ich hakte nach. Daniel erzählte mir von den vielen, langen Nächten, die die beiden schon gemeinsam in was weiß ich für gottverlassenen Pixelwelten verbracht hätten, von endlosen Gesprächen, gemeinsamen Abenteuern und so weiter und so fort. Und wie toll sie natürlich aussähe. Und wie tolerant sie doch sei. Daniel war vollkommen verknallt. Jenseits von Gut und Böse. Weit jenseits.
Neugierig wie ich bin ließ ich mir von Daniel beschreiben, wie man sich als Außenstehender und Unwissender eine Hochzeit in WoW vorstellen müsste. Daniel beschrieb mir das "Happening" so gut er konnte und er war ehrlich bemüht, mich dafür zu begeistern. Allerdings erreichte er damit bei mir vor allem eins: Stirnrunzeln. Nicht etwa, weil er in einem Onlinespiel heiraten will, nein, das nun nicht. Jeder nach seiner façon. Was mir nicht aus dem Kopf ging, das war ein Satz, den Daniel locker flockig so dahin sagte: "...und da stört es auch niemanden, wenn zwei Frauen heiraten." Äh, Moment... "Zwei Frauen?"
Daniel klärte mich auf - oder glaubte zumindest mich aufzuklären - dass man in solchen Spielen Rasse, Aussehen und Geschlecht seiner Spielfigur frei wählen könnte. Und seine Freundin spielt halt eine Dunkelelfe und er eine menschliche Frau. Das sei nicht ungewöhnlich und völlig normal. Das war nicht der Punkt, mir ist doch völlig egal, wer da wen heiratet, solange alle glücklich sind. Nein, mir ging es um etwas ganz Anderes: "Was spielt ihr da denn für Klassen?" Daniel war begeistert und witterte die Chance, mich nach all den Jahren endlich für WoW ködern zu können. Er beschrieb mir in epischem Umfang das System der Charakterklassen und wiedermal vermisste ich die Taste für "vorspulen" bei einem Gesprächspartner. Daniel kam zum Punkt. "Ich spiele einen menschlichen weiblichen Paladin und meine Freundin eine Dunkelelfen-Schurkin."
Ich ging ans Regal, Telefon in der Hand, und wählte sorgfältig. Lagavulin, 16 Jahre, erschien mir angemessen. Ich nahm ein Glas, goss großzügig ein. Dabei fragte ich Daniel, ob er seine Freundin denn schon mal gesehen hätte. "Ich habe Bilder von ihr!", prahlte er und vor meinem geistigen Auge konnte ich in diesem Moment eine wahre Kaskade von Screenshots, Webcam-, Handy- und Sonstwasfotos auf Daniels Bildschirm aufgehen sehen. "Getroffen haben wir uns noch nicht, sie wohnt bei Dir da im Norden irgendwo und das sind ja ein paar Kilometer." Ich fragte ihn, wann denn die Hochzeitsnacht geplant sei. Etwas verlegen meinte Daniel, dass sie sich "über Ostern" treffen wollten, weil sie beide dann frei hätten. "Und da bin ich sowieso bei meinen Eltern in Osnabrück, das wäre dann für uns beide der halbe Weg... Aber Du, ich muss jetzt auch Schluss machen, meine Freundin kommt gleich online. Kannst Dir das mit den Fotos ja noch überlegen. Schühüüüsss!" Und weg war er.
Ich dachte an Daniel und seine stockkonservativen Eltern und stellte mir das Osterfest in dieser Familienkonstellation vor. Ein Osterfest, zu dem der einzige Spross seiner Familie eröffnet, dass er im Internet geheiratet hat. Ein Osterfest, bei dem die größte Überraschung seit Jahren wohl tatsächlich die Eier sein dürften...
Prost.
[PS]
Wegen der Nachfragen:
Ja, mir ist klar, dass beide gegenüber dem jeweils anderen behauptet haben, eine Frau zu sein. Den beiden offensichtlich nicht...
Ja, die beiden haben inzwischen "geheiratet".
Nein, ich habe keine Ahnung, wie zwei Männer miteinander telefonieren können und den jeweils anderen für eine Frau halten können.
Nein, ich habe es den beiden (noch) nicht gesagt. Ich bin ja kein Spielverderber.
Freitag, 24. Oktober 2008
Der Gamer ist...
Wenn es um Gamer geht, sind die Vorurteile Legion: Dicke, ungepflegte Kellerkinder mit mangelhaftem sozialen Fähigkeiten und starkem Hang zu "Hotel Mama". Die Vorurteile machen dort jedoch nicht halt, sondern werden besonders durch extrem gut informierte Politiker und äußerst differenziert berichtende Medien zur unabsehbaren Gefahr für das christliche Abendland erklärt. Die absehbare Gegenreaktion nicht weniger Gamer ist das Bekenntnis: "Ich bin Killerspielspieler", eine Reaktion, die weder eben genannte Experten noch Medien auch nur im Ansatz begreifen.Mit der Gesamtsituation unzufrieden haben IGN Entertainment und Ipsos MediaCT eine breit angelegte Studie erstellen lassen, die sich mit den solzialen Aspekten der Gamer befasst. Diese Studie zieht ihre Ergebnisse aus einer zweistufigen Untersuchung, die Anfang des Jahres mit einer quantitativen Erhebung über das Gaming in US-Haushalten insgesamt begann. Dem folgte dann später eine persönliche Befragung mit intimeren Frageinhalten.
Die wohl entscheidenden Ergebnisse der Studie sind:
- 55% der befragten Gamer sind verheiratet
- 48% der befragten Gamer haben Kinder
- der durchschnittliche Gamer ist 32 Jahre alt
- mehr als 75% der befragten Gamer spielen zusammen mit anderen Menschen, entweder online oder unmittelbar
- mehr als 47% der befragten Personen in Gamer-Haushalten gaben an, dass Computer und Videospiele eine unterhaltsame Art der Interaktion innerhalb der Familie sind
- 37% der befragten Gamer gaben an, dass sich ihre Freunde und Familien auf sie verlassen, um über Filme, Fernsehsendungen und Nachrichten aus aller Welt informiert zu werden.
- 39% der befragten Gamer gaben an, dass sich ihre Freunde und Familien auf sie verlassen, um über aktuelle technologische Entwicklungen informiert zu werden
- das durchschnittliche Einkommen eines Gamer-Haushalts ist deutlich höher als das Einkommen in nicht-Gamer-Haushalten (79.000 US$ gegenüber 54.000 US$)
- die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gamer ins Kino geht, ist um 13% höher als bei einem nicht-Gamer
- Gamer kaufen mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit ein neues technologisches Produkt, selbst wenn sie wissen, dass die Technologie noch nicht ausgereift ist
- Gamer zahlen mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit bewußt einen höheren Preis, um die neueste technologische Errungenschaft zu besitzen
- Gamer konsumieren Medien vollkommen anders als nicht-Gamer. Hardcore-Gamer verbringen im Durchschnitt 5 Stunden mehr im Internet, sehen zwei Stunden mehr Fernsehn und hören auch 2 Stunden mehr Musik als nicht-Gamer
- Gamer verabreden sich mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit mit einem (potenziellen) Lebensabschnittsgefährten als nicht-Gamer
(Quelle: Ars Technica)
Sonntag, 3. August 2008
Spielidee
Manche Spielkonzepte sind einfach nur genial:
Levelhead von Julian Oliver ist eindeutig ziemlich genial, auch wenn im Video nicht klar wird, dass das Spielgeschehen nicht auf den Würfel projiziert, sondern durch den Würfel gesteuert wird: Es gibt drei verschiedene Würfel, die mit verschiedenen Leveln des Spiels korrespondieren. Mit einem Motion-Tracking-System verfolgt der Rechner, wie der jeweilige Würfel gekippt, geneigt und gedreht wird. Das wiederum wird in die Bewegung einer Spielfigur im Innern der Würfel übersetzt. Ziel ist es, die Figur so schnell wie möglich durch alle Räume im Innern der Würfel zum Ziel (die Freiheit) zu führen.
Der Erfinder will das Spiel als open-source unter GPLv3 veröffentlichen, die Hardware gibt es allerdings nicht "für lau" dazu.
Levelhead von Julian Oliver ist eindeutig ziemlich genial, auch wenn im Video nicht klar wird, dass das Spielgeschehen nicht auf den Würfel projiziert, sondern durch den Würfel gesteuert wird: Es gibt drei verschiedene Würfel, die mit verschiedenen Leveln des Spiels korrespondieren. Mit einem Motion-Tracking-System verfolgt der Rechner, wie der jeweilige Würfel gekippt, geneigt und gedreht wird. Das wiederum wird in die Bewegung einer Spielfigur im Innern der Würfel übersetzt. Ziel ist es, die Figur so schnell wie möglich durch alle Räume im Innern der Würfel zum Ziel (die Freiheit) zu führen.
Der Erfinder will das Spiel als open-source unter GPLv3 veröffentlichen, die Hardware gibt es allerdings nicht "für lau" dazu.
Freitag, 20. Juni 2008
Sportveranstaltungen anderswo
Du weisst noch nicht, was Du am kommenden Wochenende unternehmen sollst? Nun, ich hätte da eine Idee. Während des ganzen Wochenendes wird im Mandalay Bay Hotel & Casino in Las Vegas die 2008 USA Rock Paper Scissors League Championship ausgetragen. Du weißt, was Rock-Paper-Scissors ist? Nein? Kennst Du Stein-Schere-Papier? Schni-Schna-Schnuck? Ja? Genau dasselbe. Wird in Amerika ja auch hin und wieder zum Finden von Gerichtsentscheidungen verwendet.Gesponsort wird dieser Sportevent von Bud Light (Ein Produkt, das die Amerikaner für "Bier" halten) wird am Sonntag (22.Juni) der Champion gekürt und 50.000 US$ Siegpremie und ein Ticket zur Olympiade nach Beijing einstreichen. Nicht etwa zu der Olympiade, sondern zum International Rock Paper Scissors Federation Championship, wo der Sieger gegen die Gewinner aus Kanada, Guam, Honkong, Irland und Malaysia antreten wird, um den neuen Weltmeister herauszufinden.
Da wünsche ich einfach mal "viel Erfolg"...
Spieletests - Theorie und Praxis
Der Stellenwert und die Bedeutung von "Tests" in der Gamingindustrie ist bekannt, zumindest theoretisch: Solche Tests sind in den Augen der Hersteller und Publisher wenig mehr als indirekt gekaufte Werbeinstrumente. Keinesfalls sind diese Tests etwa vergleichbar mit denen von Stiftung Warentest oder so. Sollen sie nicht sein und - glaubt man den aktuellen Erlebnissen mancher Tester - dürfen es auch nicht sein. Das ist dann nämlich Wettbewerbsverzerrung.Diese Erfahrung macht zur Zeit nicht nur 4Players, sondern auch manch anderer Verlag, der sich mit Spielen auseinandersetzt und Tests veröffentlicht, die dem Kunden im Handel - aus gutem Grund - verwehrt bleiben. Wir erinnern uns? Wer Computerspiele vor dem Kauf im Laden testen möchte, könnte auch verlangen, im Laden Bargeld geschenkt zu bekommen. Gibt's nicht. Warum nicht? Wenn sich der Kunde vor dem Kauf über den oft völlig lieb- und phantasielos zusammengstümperten Schrott selber ein Bild machen könnte, würde ein erschreckend großer Teil der sogenannten "Topseller" im Regal verrotten.
Anyway. 4Players jedenfalls hat sich der Neuauflage des Produkts "Alone in the Dark" von Atari angenommen und das Produkt mehr oder weniger ausgiebig getestet. Das Resultat war nach dem Verständnis der Branche ein totaler Verriss - alles, was in der Presse weniger als 80% oder 8 von 10 Punkten bekommt, gilt für die Publisher als durchgefallen und unverkaufbar. Atari erhielt für den USK "ab 18" eingestuften Survival-Horror-Ego-Irgendwas-Shooter von 4Players sagenhafte 68% (PC Version). Zitat:
"(...) Alone in the Dark ist trotz guter Ansätze und einiger kreativer Ideen letztlich eine Totgeburt (...)"In Fachkreisen nennt man das auch "auf die Fresse".
Ähnlich muss das auch Atari sehen. Dieser Publisher jedenfalls reagierte nicht etwa mit Nachbesserungen am Produkt. Weit gefehlt. Der Anwalt (mancherorts auch "Anwald" genannt) wurde losgeschickt, das Testergebnis zu korrigieren. 4Players erhielt denn auch einen geharnischten Brief, der einige interessante Sichtweisen der Industrie zum Thema "Spieletests" verdeutlicht. Hier ein paar Zitate:
"Mit diesem 'Test' verstoßen Sie gegen geltendes Recht und verletzen die Rechte unserer Mandantin" "Gleichzeitig missachten Sie die Standards, die für Warentests gelten. Warentests müssen nämlich objektive und sachkundige Untersuchungen zugrunde liegen." "Durch die vorstehenden Verletzungen verschaffen Sie sich zudem einen unlauteren Vorsprung gegenüber anderen, lauter arbeitenden Spielemagazinen. Der sog. "Test" wurde offenbar gezielt (...) geschrieben, um den ersten Test in Deutschland veröffentlichen zu können und so durch die vermeintliche Exklusivität (...) besonders hohe Leserzahlen und (...) Einnahmen generieren zu können."Atari stornierte daraufhin nicht nur eine Werbekampagne sondern verlangt von 4Players ultimativ den Test vom Netz zu nehmen, die Bilder zu löschen und eine "strafbewehrte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung" abzugeben. Dazu 4Players:
"Hallo Atari? Ihr könnt uns mal."Aber nicht nur 4Players wird von Atari hart angegangen, auch verschiedene Skandinavische Spieleredaktionen sehen sich mit ähnlichen Drohungen des Publishers konfrontiert. Für den Kunden mag das in erster Linie eine reine Schlammschlacht sein, aber die tiefere Message dieses Debakels ist letztendlich folgender: Publisher finanzieren über Werbekampagnen die Zeitschriften, in denen die Produkte getestet werden. Je besser die Produkte abschneiden, desto mehr Geld gibt es für die Zeitungen. "Objektivität" ist bei diesen Tests daher kein Kriterium, auf das sich der Kunde verlassen sollte, denn die Ergebnisse sind gekauft.
(Quelle: 4Players, danke King0r)
Freitag, 13. Juni 2008
World of World of Warcraft
Es war nur eine Frage der Zeit, aber jetzt ist er da, der Nachfolger von World Of Warcraft:
(Ja, ich weiß wer und was "The Onion" ist.)
(Ja, ich weiß wer und was "The Onion" ist.)
Mittwoch, 28. Mai 2008
Sachen gibts... (185)
Als Gamer hat man ja immer so seine liebe Mühe das "richtige" Eingabewerkzeug zu finden und wenn man dann mal eins gefunden hat, dann stimmen meistens die Treiber nicht, oder das Gerät wird vom Spiel nicht unterstützt, oder es liegt gerade beim Kumpel rum oder das Kabel ist zu kurz, oder man kann nur ein einziges davon am PC anschließen ... oder ... oder. Wie oft hat man sich schon über solche und ähnliche Probleme schwarz geärgert? Oft. Zu oft.
Das finden auch die Macher von Cam-Trax. Cam-Trax ist eine Software, die verspricht, genau dieses Problem zu lösen. Zusammen mit einer Webcam verwandelt die Software nahezu jedes beliebige Objekt in einen Gamecontroler:
Noch ist diese Softwar nicht im Handel, aber wer Interesse hat, der kann sich ja mal mit den Entwicklern in Verbindung setzen oder sich als Entwickler / Betatester einschreiben...
Das finden auch die Macher von Cam-Trax. Cam-Trax ist eine Software, die verspricht, genau dieses Problem zu lösen. Zusammen mit einer Webcam verwandelt die Software nahezu jedes beliebige Objekt in einen Gamecontroler:
Noch ist diese Softwar nicht im Handel, aber wer Interesse hat, der kann sich ja mal mit den Entwicklern in Verbindung setzen oder sich als Entwickler / Betatester einschreiben...
Mittwoch, 21. Mai 2008
Angemessene Belohnung
Immer wieder erstaunlich, was Jugendliche sich so alles einfallen lassen, um wirklich alle Clichés zu erfüllen. Ein Jugendlicher aus Newark, US-Bundesstaat Texas, klemmte seinem alten Herrn die Kreditkarte. Da er selber gerade ein World-of-Warcraft Match gewonnen hatte und sein Vater auch noch vergessen hatte, ihm etwas zum Geburtstag zu schenken, kam der kreative Nachwuchsgamer aus den USA auf die grandiose Idee, die Siegesfeier und das Geburtstagsgeschenk miteinander zu kombinieren. Und damit das Ganze dieses Mal auch wirklich klappt, organisierte er das gleich selber.Der Junior erinnerte sich wahrscheinlich an dieses Video und orderte für sich und seinen ebenfalls jugendlichen Kumpel via Escortservice zwei Frauen und ließ die zu sich nach Hause kommen. Den etwas misstrauischen Damen des Gewerbes erklärte er, er und sein Kumpel wären kleinwüchsige Artisten eines Wanderzirkusses. Die texanischen Gesetze verbieten eine Diskriminierung wegen einer Behinderung, darum nahmen die Damen den Auftrag an.
Etwas skeptisch wurden sie dann allerdings doch, als sie sich entgegen ihrer Erwartung nicht etwa wie bestellt im Motel mit ihren Kunden an den üblichen Liebesspielchen beteiligen sollten, sondern vielmehr mit den beiden Nachwuchshelden an der X-Box Halo zocken sollten. Der Betreiber des Motels wurde misstrauisch und alarmierte die örtliche Polizei.
Der Vater des Jungen ist als Anwalt tätig und gab bei seiner Befragung an, dass er zu beschäftigt sei, um sich um den Geburtstag seines Jungen kümmern zu können. Das hat der Knabe ja auch glanzvoll selber geschafft und Geschmack hat er auch bewiesen, denn mit einem Preis von 1.000 US-Dollar pro Dame und Nacht hat er sich nun wirklich nicht den günstigsten Anbieter ausgesucht. Der Junge darf jetzt jedenfalls die nächsten drei Jahre lang gemeinnützige Arbeit verrichten. Vielleicht schafft er es auf diesem Wege ja sogar von der Konsole weg- und seinem Karieretraum näherzukommen. Er will nämlich Politiker werden.
Gute Voraussetzungen dafür bringt er jedenfalls mit: Erfülle alle Clichés und lasse anderere bezahlen...
(Quelle: Money, Danke basti und Kevin)
Montag, 19. Mai 2008
Sachen gibts... (183)
Es gibt immer wieder Dinge, die gleichermaßen abstrus wie auch genial sind. Meistens sind diese Dinge so vollkommen sinnlos, dass Mann sie unbedingt haben muss. Dazu gehört auf jeden Fall das VTS Camera Car. Dieses ferngesteuerte Auto ist mit weitem Abstand die geilste Erfindung seit dem Flummi und mindestens ebenso sinnvoll. Sicher, ferngesteuerte Autos kennen wir alle und die sind überwiegend so aufregend wie Fußball. Diese spezielle Variante aber hat etwas, das allen anderen fehlt: Eine Kamera.Diese Kamera ist nicht etwa nur stumpf ans Gehäuse gepappt und zeichnet auf SD Karte auf oder so. Nein, diese Kamera überträgt per Funk an eine Videobrille, die der Fahrer trägt, mit der der wiederum die Ausrichtung der Kamera während der Fahrt beeinflussen kann. Das Resultat: Der Fahrer sitzt am Steuer seines Flitzers. Kongenial!
Der Haken? Einerseits ist die Bandbreite und damit das Videosignal nun nicht gerade das, was wir von der Formel 1 oder NFSU etc. gewohnt sind und das 27MHz-Band ist auch nicht gerade dafür, Störungsfrei zu sein. Andererseits ist da der Preis. Umgerechnet knapp 750 Euro (plus Porto und so) kostet der Spass. Nicht gerade ein "Schnäppchen". Trotzdem: Ich will soeins haben:
Mittwoch, 30. April 2008
Navigator
Suchbilder sind immer so eine Sache. "Finde den Fehler" ist so ausgelutscht, das kann keiner mehr ertragen und auch "Once you see it, you'll shit bricks" hat seinen maximalen Nervpegel schon lange überschritten. Hin und wieder allerdings tauchen Suchbilder auf, die, je länger man sich mit ihnen beschäftigt, den Betrachter richtig in ihren Bann ziehen und das eigene Erinnerungsvermögen auf eine harte Probe stellen. Ein solcher Fall ist der Navigator 2005. Siehe rechts (klick für groß und so weiter...)Ich erkenne einfach zu viel wieder... *seufz*
(Danke kork)
Montag, 7. April 2008
Gaming hilft
Computerspiele sind noch immer nicht raus aus der Diskussion. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die von den Medien als "Killerspiele" bezeichneten Games mehr oder weniger zwangsläufig Psychopathen und Massenmörder produzieren. Die Universität Middlesex hat sich mit dem Thema befasst und eine Studie veröffentlicht. Gegnern der der Egoshooter und Actionspiele wird sie gar nicht passen, Fans hingegen dürften sie feiern.In dieser Studie wurde nachgewiesen, dass Spiele mit gewalttätigem Inhalt den Spieler sogar beruhigen und beim Aggressionsabbau helfen. Die Spieler fühlten sich nach dem Spiel deutlich entspannter und weniger aggressiv als vorher. Die Psychologen der Universität befragten 292 männliche und weibliche Spieler zwischen 12 und 83 und ließen sie World of Warcraft spielen. Jeweils vor und nach dem Spiel füllten die Spieler einen Fragebogen aus, in dem es um ihren Gemütszustand und ihre Persönlichkeit ging.
Insgesamt, so fanden die Psychologen heraus, fühlten sich die Spieler hinterher eher ermüdet und entspannt, jedoch gab es Unterschiede in Abhängigkeit zu Alter und Geschlecht. Die Studie soll jetzt Grundlage für weitere Untersuchungen sein, mit denen festgestellt werden soll, welcher Typ Gamer eher dazu neigt, seine im Spiel erlebten Aggressionen in den Alltag zu übertragen.
(Quelle: Develop)
Mittwoch, 2. April 2008
Aprilscherz?
Eine unüberschaubare Menge ach-so-toller Aprilscherze überflutete die Welt gestern. Hach war das alles witzig... Nein, überwiegend war es dumm, platt, einfallslos und nervig. Alleine vier Frauen haben mir versucht einzureden, sie wären schwanger - keine davon von mir, where is the joke? Etliche andere Bekannte versuchten mir einzureden, ich hätte im Lotto oder sonstwo gewonnen und die Zahl derer, die mir einreden wollten, ihr Auto sei gestohlen worden, sie wären irgendeiner Berühmtheit beim Kacken über den weg gelaufen oder hätten sonstwas für tollen, nur eben leider völlig haarsträubenden Mist erlebt, kann man getrost als "zu groß" zusammenfassen.
Es gibt aber auch Leute, die geben sich Mühe. Die geben stecken viel Zeit und Energie in die Vorbereitung eines Aprilscherzes und lassen das Opfer mit der Frage völlig alleine im Wald stehen, ob das nun alles nur ein Scherz ist oder vielleicht doch ein Quäntchen Wahrheit...?
Dieses Jahr gehört dieser Preis eindeutig den Leuten von IGN mit ihrem Trailer "The Legend of Zelda Movie":
Ich weiß es wirklich nicht... Fake or not?
Es gibt aber auch Leute, die geben sich Mühe. Die geben stecken viel Zeit und Energie in die Vorbereitung eines Aprilscherzes und lassen das Opfer mit der Frage völlig alleine im Wald stehen, ob das nun alles nur ein Scherz ist oder vielleicht doch ein Quäntchen Wahrheit...?
Dieses Jahr gehört dieser Preis eindeutig den Leuten von IGN mit ihrem Trailer "The Legend of Zelda Movie":
Ich weiß es wirklich nicht... Fake or not?
Mittwoch, 5. März 2008
Nachruf (2)
Gestern, am 4. März 2008, starb Gary Gygax im Alter von 69 Jahren der Co-Autor des von vielen als Urvater aller Rollenspiele angesehenen "D&D", Dungeons & Dragons. Zusammen mit Dave Arneson schuf er bereits 1974 die Grundlage für Welten, die auch mich etliche Jahre meines Lebens bereicherten, mir viele wichtige Momente und Erinnerungen bescherten. Er prägte Generationen von Spielern und Spielen und sein Erbe wird täglich von Millionen von Spielern jeden Tag am Leben gehalten, auch wenn nicht jeder unbedingt versteht, was es damit auf sich hat..."The secret we should never let the gamemasters know is that they don't need any rules."
Gary Gygax
Sonntag, 17. Februar 2008
Mittwoch, 23. Januar 2008
User zu doof Error
Warum Nintendo keine Controler in Form von Keulen oder so herstellt wurde ich neulich gefragt. Hintergrund war, dass sich etliche Leute im Internet darüber beschwert hatten, dass Nintendo kein Laserschwert für irgendwelche Star Wars Spiele lizensieren wird. Selbst nicht für ein Unternehmen wie Lucasarts. Viele Fanboys waren daraufhin etwas beleidigt und maulten herum. Hier ist jetzt die Erklärung, warum Nintendo solche und ähnliche Controller nicht herstellen will:
Die Anwender sind schlicht und ergreifend einfach zu dämlich. Darum ist die Chance einfach viel zu groß, dass irgendein Vollidiot mit ausgeprägter Motorikstörung seine Bude verschrottet und hinterher dafür Nintendo auf Schadensersatz verklagt - und gewinnt.
Die Anwender sind schlicht und ergreifend einfach zu dämlich. Darum ist die Chance einfach viel zu groß, dass irgendein Vollidiot mit ausgeprägter Motorikstörung seine Bude verschrottet und hinterher dafür Nintendo auf Schadensersatz verklagt - und gewinnt.
Killerspiel rettet Menschenleben
Wann immer Computerspiele in die Schlagzeilen geraten, dann entweder wegen des Geldes oder wegen der Brutalität oder wegen der Sucht, die sie bei den Spielern auslösen. Entsprechend ist die Darstellung in den Medien über "den Gamer" auch meistens sehr eindeutig: Kellerkind mit gestörter Psyche, dass irgendwann jeden umbringen will. Man erinnere sich an die tragischen Amokläufe an deutschen Schulen. Da wurde ja auch gerne auf die Computerspiele abgestellt, die Schuld an der Entgleisung der Täter gewesen sein sollen. Man denke nur an die berühmten Erkenntnisse des Christian Pfeiffer.Am 23. November November 2007 ereignete sich ein Verkehrsunfall. Ein Geländewagen überschlug sich mehrfach. Der Beifahrer wurde nur leicht verletzt, dem Fahrer wurden jedoch zwei Finger abgetrennt und er drohte zu verbluten. Der zufällig am Unfallort anwesende 28jährige Paxton G. griff beherzt ein. Er zog beide aus dem Fahrzeugwrack und leistete dem Verletzten erste Hilfe. Er presste ein Handtuch auf die Wunde und ließ den Verletzten die Hand über den Kopf halten, um die Blutung zu verringern. Die Behandlung war erfolgreich, das Unfallopfer überlebte.
Was daran besonders ist? Paxton hat noch nie im Leben einen echten Erste Hilfe Kurs absolviert:
"Ich hatte zuvor noch nie einen Erste-Hilfe-Kurs besucht und kann nun ehrlich sagen, dass mir das Training und die Schulungen im Spiel geholfen haben, das Leben des Verletzten zu retten."Paxton bezog sein Wissen über Erste Hilfe einzig und allein aus dem Spiel "Americas Army" und der dort simulierten Sanitätsausbildung.
Bekannt wurde der Vorfall erst jetzt, weil Paxton an das Entwicklerteam schrieb, um sich für das vermittelte medizinische Wissen zu bedanken.
(Quelle: Personal Computer World)
Donnerstag, 3. Januar 2008
Sachen gibts... (162)
Zu Weihnachten gab es in vielen Haushalten nicht nur lange Gesichter, sondern hier und da auch durchaus lustige Geschenke. Zu den eindeutig lustigeren Geschenken gehört wohl die Wii, die Spaß für die ganze Familie verspricht. Die inzwischen weithin bekannten Controler, mit denen man die Konsole fernsteuern kann, haben schon viel Spaß bereitet und auch allerlei lustiges Zubehör auf dem Markt erscheinen lassen.Natürlich gibt es auch für die Wii das eine oder andere Hack'n'Slay Game. Besonders die jüngere Generation ist da ja für zu begeistern. Die wiederum findet es aber reichlich dämlich, mit so zwei steril-weißen Kunststoffdingern in der Luft herumzufuchteln und in Richtung des Bildschirms zu hacken, zu stechen oder sonstwas zu tun, während auf dem Bildschirm der Gegner fachgerecht tranchiert wird. Ein Hersteller solches Zubehörs dachte sich wohl, dass auch diesen Kunden geholfen werden muss.
Darum stellte er das ultimative 8-in-1 Adapterset für die Wii-Mote her. Aus recht glaubwürdig bemaltem Latex und Schaumstoff werden Äxte, Messer und ähnliches Schnetzelwerk zum Aufstecken auf das Fuchtelgerät hergestellt. Von nun an kann der Nachwuchs ordentlich gerüstet durch Wohnzimmer toben und dem Nachbarn klar machen, dass hier eindeutig der Besuch des Jugendamtes in Begleitung des SEK angesagt wäre.
Würde mich nicht wundern, wenn wegen der Wii und der Nachbarn bald jemand indirekt ums Leben kommt. Wer sowas haben möchte: Die Adapter gibt es für rund 30 US$ (plus Porto und so) im Netz, das SEK am Telefon unter 110...
Samstag, 29. Dezember 2007
When it's done...
Alltime Varporware Awards wurden diesem Stück Software bereits verliehen und in manchen Kreisen steht es als Inbegriff des Produktes, das es trotz aller Werbung nie geben wird: Duke Nukem Forever. 3D Realms Entertainment hat den Gerüchten neue Nahrung gegeben und einen Trailer(!) zum Spiel veröffentlicht:
Keine Ahnung, ob die Kurzeinblendungen Ingame Aufnahmen waren oder Rendershots, aber vielleicht ist das alles auch nur der Versuch, einen weiteren Varporware Award abzugreifen. Wer weiß das schon so genau?
Keine Ahnung, ob die Kurzeinblendungen Ingame Aufnahmen waren oder Rendershots, aber vielleicht ist das alles auch nur der Versuch, einen weiteren Varporware Award abzugreifen. Wer weiß das schon so genau?
Dienstag, 20. November 2007
Hervorragender Journalismus
Pro7 berichtet von einer 1a Aktion der örtlichen Polizei gegen die lokale Gamer-Szene. Man beachte den Hinweis auf das wahre Leben bei den Nachbarn...
Das ist bestimmt nicht gestellt!!!111einself *grins*
Das ist bestimmt nicht gestellt!!!111einself *grins*
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