Als vor noch gar nicht allzulanger Zeit zwei TU-160 "Blackjack" von Russland nach Venezuela flogen, haben das viele als übertriebene Geste angesehen. Als bedeutungslose Demonstration militärischer Größe vergangener Tage seitens der Russen. Wenige haben verstanden, dass diese erfolgreiche Mission für das US-Militär durchaus sehr viel mehr war, als eine Erinnerung an vergangene Tage, sondern vielmehr der Hinweis darauf, dass man im eigenen Land einige schwerwiegende militärische Defizite vorweisen kann: Es fehlt an Luftabwehr.Damit aber nicht genug. Heute flog eine TU-160 in aller Seelenruhe über die Nordsee, tat, was Langstreckenbomber dort numal so tun und tauchte dann irgendwann auf dem Rückflug auf britischem Radar auf. 32 Kilometer vor der Ostküste, auf Höhe von Hull sah man den Flieger von hinten, als er sich von wieder von der Küste entfernte. Mit anderen Worten: Man sah ihn wegfliegen, aber sein Kommen hatte niemand bemerkt. Niemand - mit Ausnahme der Russen - weiß ganz genau, wie nah der Flieger an England herangekommen war.
Für das Militär eine nicht eben angenehme Erkenntnis, die entsprechend kommentiert wurde:
"The Russians made us look helpless. The Blackjack could have got even closer. It was a disaster — it basically gave the Russians the green light to fly wherever they want."Warum? Nun, die TU-160 schafft (offiziell) "nur" zwischen etwas mehr als 1.000 km/h in Bodennähe und 2.200 km/h unter idealen Bedingungen. 32 Kilometer bei 1.000 km/h sind weniger als 2 Minuten. Die Marschflugkörper, die dieser Bomber im Ernstfall trägt, schaffen nach Angaben aus Militärkreisen gut und gern 1.000 km/h bei einer Reichweite von mehr als 3.200 km und einer Flughöhe von 10-100 Metern über Grund...
Die Nato dürfte sich angesichts dieses Vorfalles und der Implikationen, die sich aus anderen Vorfällen, Entwicklungen und Verlautbarungen ergeben durchaus fragen, ob das mit der eigenen Strategie und dem Abbau nationaler Verteidigungskräfte wirklich eine so gute Idee ist. Besonders dann, wenn man sich als Nato öffentlich mit dem Gedanken trägt, sich im Bedarfsfall mit Russland anlegen zu wollen (Stichwort "Georgien in die Nato").
(Quelle: Times)
Bayern kehrt heim ins Reich. So in etwa lässt sich der Kommentar vieler Analysen deutscher Politik zusammenfassen. Nach mehr als 40 Jahren Alleinherrschaft hat sich auch in Bayern herumgesprochen, dass es nicht eine einzelne Partei ist, die alles richtig macht. Nicht eine Partei für sich alleine ist der Heilsbringer. Das ist gut und ist als deutliches Zeichen einer zumindest in groben Zügen irgendwie funktionierenden Demokratie durchaus zu begrüßen. Schöne Diskussionen um Siege, Niederlagen und Posten.
Als verfressene Sau mit Anspruch auf Exklusivität eignet man sich im Laufe der Zeit einige teure und Kalorienreiche Vorlieben an. Bei manchen ist es Kaviar, oder bestimmte erlesene Kekse, oder wie bei mir: Eis. Gutes Eis find ich einfach nur klasse. Besonders weit oben auf der Liste der Dinge, die ich total toll finde steht deshalb
Man möge mir die eigenartige Stille verzeihen, aber es sind die Nachwehen von Problemen der jüngeren Vergenagenheit, die mir große Probleme bereiten. Aber das dürfte eh kaum jemanden interessieren. Andererseits verwundert mich, ob es irgendjemanden interessiert, was gerade in der Weltwirtschaft los ist? Eigentlich müsste ja das gesamte linke Spektrum lauthals das Ende des Kapitalismus feiern. Wie grandios der Kapitalismus doch gescheitert ist mit seiner grenzenlosen Gier. Aber wo sind sie denn, die Fanfaren, die das Widerlegen der existentiellen Theoreme des Kapitals feiern?
Ich hab ja was übrig für freakige Uhren. Marc Owens auch. Während ich die Dinger aber nur bestaune, ist er Designer und bastelt sowas. Nicht nur ihm kam die Idee, dass das Konzept "Uhr" insgesamt irgendwie falsch ist, denn Uhren sind kein Maßstab für Zeit, sondern ein Maßstab für andere Uhren. Darum verwarf er in seinem Entwurf auch jegliche Zeitanzeige und griff zurück auf die ultimative Anzeige des Zustands des Betrachters.