Wenn heute vom Internet gesprochen wird, dann geht es in den Köpfen nicht weniger entweder um Pornographie oder um Musik, die man sich aus dem Internet "besorgt". Natürlich wird niemand vor großem Publikum zugeben, dass auch er oder sie das tue. Das ist ja schließlich böse. Die Medienindustrie betrachtet nicht ganz ohne Grund pauschal jeden Internetanwender als potentiellen Dieb. Angesichts von knapp 312 Millionen alleine von Deutschen angeblich geklauten Titeln dürfte jeder einzelne Deutsche rund 4 Lieder pro Jahr "klauen". Da das aber niemand wirklich macht, sind diese Zahlen natürlich völlig frei erfunden.Egal wie das mit diesen Zahlen nun ist. Egal, wer jetzt tatsächlich oder vermeintlich welchen Anteil daran hat und ob das jetzt so schwerwiegend ist, wie die Medienbranche behauptet, oder alles vollkommen übertrieben, wie die viele aus dem anderen Lager behaupten. Die Politik ist mit den Forderungen der Medienindustrie konfrontiert und die fordert eine ganze Menge.
nter anderem wird gefordert, dass Internetzugangsprovider Filter installieren sollen, die den Datenstrom des Kunden nach urheberrechtlich geschütztem Material durchsuchen und gegebenenfalls sperren sollen. Auf der Konferenz Computers, Freedom, and Privacy 2008 in New Haven kam dieses Thema ausführlich zur Sprache. Experten für Recht, Firmenvertreter und Wissenschaftler äußerten extreme Bedenken gegen diese Idee und warnten eindringlich davor, sie umzusetzen. Eine solche technische Maßnahme wäre einerseits viel zu leicht auszuhebeln, andererseits wären Zensur und Unterdrückung von Grundrechten Tür und Tor geöffnet.
Von einer ganz anderen Seite geht man in Schweden das Problem an. Die dortige Regierung geht auf Grundlage einer Studie davon aus, dass im vergangenen Jahr in Schweden insgesamt 700 bis 900 Millionen Musik-Dateien illegal aus dem Internet gezogen worden sind. Das entspricht ungefähr 500 bis 700 Musikdateien pro Einwohner und Jahr. Die Schwedische Regierung möchte deshalb eine Art Internetabgabe einführen, mit der jeder Anwender jede über das Internet verfügbare Musik legal abspielen kann. Quasi eine Art Gema-Abgabe auf Musik aus dem Internet.
Die Einnahmen sollen den Rechteinhabern zur Verfügung gestellt werden und unter denen aufgeteilt werden. Zwar ist man sich noch nicht ganz einig, wie man die herausfinden will, welchem Rechteinhaber wieviel Geld zustehen soll und auch die genaue Höhe der Abgabe steht noch nicht fest. Aber ein paar Näherungswerte hat man wohl schon: Eine Software soll die MP3-Tags auslesen und anonymisierte Statistiken an die Behörde übertragen. Die Gebühr soll "optional" sein, d. h. jeder Schwede kann sich dafür oder dagegen entscheiden und die Gebühr soll wahrscheinlich bei rund fünf Euro pro Monat liegen.
Im Herbst dieses Jahres will man in Schweden ausprobieren, ob das so alles klappen könnte, wie man sich das bisher gedacht hat. Eine nicht ganz unkritische Frage wird allerdings sein, ob das mit der Software und dem Rumschnüffeln in MP3 Dateien von den Anwendern akzeptiert wird. Bei "analysieren" und "Staat" und "Daten übermitteln" gehen schließlich bei nicht wenigen Menschen sämtliche Warnlampen an.
Irgendwie erinnert mich das sehr an die Idee, die die Kanadier vor einiger Zeit schon hatten. Im Prinzip war die der jetzt von den Schweden ersonnenen ziemlich ähnlich, nur wollte man da umgerechnet 3,39 Euro pro Monat haben, die Gebühr war nicht optional, sondern für jeden Staatsbürger verpflichtend und auf eine Analysesoftware wollte man auch verzichten.
Aber davon mal abgesehen finde ich die Idee noch immer wirklich gut.
(Quelle: Heise, Dagens Nyheter
Auch in Kanada gibt es Alkohol. Das ist soweit nichts Besonderes. Allerdings versteht man dort so rein gar keinen Spaß, wenn jemand Alkohol (oder Lack) gesoffen hat und sich dann hinters Steuer eines Autos klemmt und die wilde Pistensau spielt. So kam es, dass neulich ein 19jähriger auf einer Landstraße in der Provinz Ontario angehalten wurde. Die Polizisten baten ihn doch mal eben hier in das Röhrchen zu pusten.
Manche Menschen wollen einfach nicht Eltern werden oder sein. Oft sind es die Männer, die auf Nachwuchs einfach keinen Bock haben. Die Gründe dafür sind vielfältig und kompliziert und sie hier auszuwalzen ginge einfach zu weit. In Kanada ist das mit dem "nicht Eltern sein wollen" aber so eine Sache.
Es kommt vor, dass sich Wildtiere in Städte "verirren" und es ist auch nicht völlig ungewöhnlich, dass Wildtiere in Städten heimisch werden. Man denke dabei nur an Waschbären und Füchse. Es kommt auch vor, dass diese ehemaligen "Wild"tiere ein wenig lästig werden und der genervte Stadtbewohner professionelle Hilfe braucht, um seine Mülltonnen zu verrammeln. Aber was tun, wenn plötzlich 2-3 Meter lange und bis zu einer Tonne schwere, wilde Büffel im Garten stehen? Und was, wenn es nicht nur ein oder zwei sind, sondern eine große Herde?
Autofahren ist riskant. Über die Straße gehen ist auch riskant. In Bayern haben mindestens 100 Menschen am eigenen Leib erfahren, dass beides zusammen erst recht riskant sein kann.