Sonntag, 15. April 2018

Zitat des Tages (14)

"Im Zuge der aktuellen Debatte mussten wir erkennen, dass wir uns in einem Umfeld wiederfinden, das den Preis in ein falsches Licht rückt."
(Florian Drücke, Geschäftsführer Bundesverband der Musikindustrie)

Was soll man auch sonst sagen, wenn man gerade dabei ertappt wurde, dass man zwei antisemitischen Arschlöchern den wichtigsten deutschen Musikpreis ausgerechnet dafür in den Hintern schiebt, dass deren widerwärtiges Machwerk zu den bestverkauften Produkten der deutschen Musikindustrie gehört? Hat ja keiner ahnen können, dass das irgendjemandem auffällt. Und überhaupt Holocaustgedenktag... Habt Euch mal nicht so. Das ist bloß ein unglücklicher Zufall! Ganz ganz ehrlich!

In der Musik geht es eben am Ende nur ums Geld und nicht um Inhalte oder wenigstens Symbole. Das hätte man schon begreifen können, als Xaviar Naidoo vor noch gar nicht all zu langer Zeit mit ähnlich widerwärtigem Gedankengut vor die Wand der öffentlichen Aufregung fuhr, aber nöööö... Hach der singt ja so schön, was kann der schon böses... Und jetzt ein paar Rapper... Sind ja nur Rapper, die können ja nichts dafür. Schlimme Kindheit und so. Lasst uns denen mit ein paar millionen Euro und etwas Publicity helfen. Ihr müsst deren Musik als Gesprächstherapie verstehen. Die meinen das ja gar nicht so.

Hauptsache, ihr konsumiert schön weiter. Aber bitte denkt nicht nach oder übt etwa noch Kritik. Das findet der BVMI total undufte, wenn über offenkundige Ignoranz gegenüber vergoldetem Antisemitismus debattiert wird, statt millionenfach verkauftes, hochwertiges Liedgut eines Ed Sheeran zu feiern.

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