Freitag, 22. Dezember 2006

Diskussionshilfe

In Hamburg - so behauptet ja das Fernsehn hin und wieder - ist das mit den bösen Jungs immer so eine Sache. Der Normalsterbliche ist bereit das sofort zu glauben, denn immerhin gibt es da die Reperbahn und so und da muss ja ein Tummelplatz des Verbrechens sein. Das könnte auch erklären, wie es dazu kam, dass ein 64jähriger Kunde nach seinem Besuch in einem Autohaus festgenommen wurde.

Der Mann hatte sich nämlich nach guter norddeutscher Art im Klartext mit den Angestellten über die Modalitäten der Reparaturarbeiten an seinem Wagen unterhalten. Und damit der 44 Jahre alte Juniorchef und der ebenfalls anwesende, 34 Jahre alte, Angestellte auch wirklich den ernst der Lage und die Bedeutung der Argumente verstehen, packte der Mann dann auch seine mitgebrachte Maschinenpistole aus und schoß ein paar Mal freundlich auf Juniorchef und den Angestellten.

Juniorchef und Angestellter konnten sich durch Sprung aus dem Fenster im ersten Stock bzw. die Flucht durch das Treppenhaus in Sicherheit bringen. Unverletzt, wie es heißt. Zwar war der ältere Herr mit Maschinenpistole jetzt seiner Gesprächspartner beraubt, aber er hielt seine Argumente wohl für deutlich genug vorgetragen. Darum legte er die Maschinenpistole auf den Tresen - wohl zur Erinnerung - und ging. Draußen wartete auch schon die Polizei auf ihn, von der er sich denn auch festnehmen ließ.

Der Polizei ist nicht bekannt, woher der Mann die Maschinenpistole hat, allerdings bin ich mir sicher, dass sich das noch aufklären wird: "Gabs am Bahnhof für n Fuffi" oder so. Vielleicht auch am Hafen. Allerdings findet die Polizei die Argumentation des älteren Herren wenig amüsant und deshalb ermittelt jetzt die Mordkommission wegen Tötungsabsicht:
"Wenn ich zu einem Schlichtungsgespräch gehe, nehme ich doch keine Maschinenpistole mit."
Naja, anderswo bestimmt, aber in Hamburg...

(Quelle: N24)

1 Kommentar:

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