Montag, 9. April 2018

Kommunaler Datenhandel

Während an anderer Stelle darüber diskutiert wird, ob das mit dem Sammeln und Weitergeben und Verkaufen von Daten alles so richtig ist und ob man da nicht vielleicht mal grundsätzlich anders mit umgehen sollte, kommt aus der Politik ein bemerkenswerter Vorschlag:

"Auch die Städte und Gemeinden müssen sich noch mehr klar machen, dass Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind und sich damit wichtige Einnahmen erzielen lassen"
(Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund)

Ziel ist es nach Ansicht des Herrn Landsberg, die "Lebenssituation" der Kommune zu verbessern. Nach seiner Meinung kann man ja die nicht personenbezogenen Daten direkt konzessionieren. Mobilitätsdaten, zum Beispiel. Oder Luftbilder.

Natürlich undenkbar, dass der Städte- und Gemeindebund zum Nachahmen des Geschäftsmodells von Facebook aufruft. Sowas käme denen natürlich niemals in den Sinn. Darum sagte er auch vorsichtshalber nichts zu den personenbezogenen Daten. Wohl wissend, dass die bereits gewohnheitsmäßig weiterverkauft werden. An Adressbuchverlage zum Beispiel. Oder an Werbetreibende. Dem kann man übrigens nur in begründeten Einzelfällen widersprechen.

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