Donnerstag, 26. April 2018

Das könnte man eigentlich wissen...

Wenn man das Folgende in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss tatsächlich so deutlich aussprechen muss, kriege ich Angst:

"Terrorismus und Kriminalität gehen Hand in Hand."
(Marwan Abou-Taam, Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz)

Achwas?

Vor dem 1. Untersuchungsausschuss ("Breitscheidplatz") hat ein Sachverständiger auf die Nähe zwischen bestimmten Milieus gewöhnlicher Kriminalität und dem politisch motivierten radikalislamischen Terrorismus hingewiesen. Er warnte vor "idealtypischem Denken" von Sicherheitsbehörden, die gegebenenfalls davon ausgingen, ein Terrorist könne nicht zugleich Drogenhändler sein. Der Urheber des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, war den Behörden als Kleinkrimineller und Rauschgiftkonsument bekannt gewesen. Das war einer der Gründe, warum er als minder gefährlich eingeschätzt wurde. So "Heute im Bundestag" vorhin.

Wenn es wirklich notwendig ist, explizit darauf hinzuweisen, dass die "bösen Jungs" nicht nur eine Art Straftaten begehen, sondern durchaus mehrere verschiedene, dann haben wir es echt nicht besser verdient. Hat der IQ unter den Kollegen in den letzten Jahren wirklich dermaßen nachgelassen? Sind die Abteilungsleiter inzwischen ernsthaft so dermaßen welt- und praxisfremd? Wenn ja, dann braucht es in diesem unseren Lande nicht mehr, sondern vor allen Dingen mit gesundem Menschenverstand ausgestattete Polizei.

Manmanmanmanman. Ich fasse es nicht.

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