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Mittwoch, Oktober 22, 2008

Wirklich nur Wahlkampf?

Written by Adger
Obama - McCain - US WahlkampfWahlkampf ist immer eine Phase, in der man einerseits mit großer Skepsis, andererseits aber auch sehr genau zuhören sollte, was Figuren des politischen Theaters so von sich geben. Besonders für uns hier in Deutschland gilt das um so mehr, sind uns doch die Motive und Beweggründe der Amerikaner fremder, als die eigenen Nachbarn - und die verstehen wir meistens schon so rein gar nicht.

Diesen Gedanken im Hinterkopf las ich mit einigem Erstaunen, was Joe Biden über die wohl nicht vollkommen unwahrscheinliche Wahl von Obama zum nächsten Präsidenten der USA in Seatle sagte:
"Mark my words. It will not be six months before the world tests Barack Obama like they did John Kennedy. The world is looking. We're about to elect a brilliant 47-year-old senator president of the United States of America. Remember I said it standing here if you don't remember anything else I said. Watch, we're gonna have an international crisis, a generated crisis, to test the mettle of this guy." "I can give you at least four or five scenarios from where it might originate." "And he's gonna need help. And the kind of help he's gonna need is, he's gonna need you - not financially to help him - we're gonna need you to use your influence, your influence within the community, to stand with him. Because it's not gonna be apparent initially, it's not gonna be apparent that we're right."
Biden sagt voraus, dass Obama, sollte er Präsident werden, binnen sechs Monaten nach seiner Wahl mit einer absichtlich konstruierten internationalen Krise konfrontiert werden wird. Biden nannte unter anderem den Mittleren Osten und Russland als "denkbare Szenarien".

Ich bin nun nicht der Typ, der viel auf Wahlkampfgetöse gibt. Auch glaube ich eher nicht an Verschwörungstheorien. Aber angesichts der Situationen, die sich an verschiedenen Punkten der Welt entwickeln, insbesondere in z. B. den Großräumen Sri Lanka, Iran, dem Baltikum und auch der Karibik, halte ich die Nachricht hinter der Nachricht viel wichtiger. Die ist nämlich, dass die USA binnen 6 Monaten nach der nächsten Präsidentschaftswahl in einen neuen Krieg ziehen wird. Unabhängig davon, ob nun Obama oder McCain Präsident wird. Warum? Das ergibt sich aus vielen verschiedenen kleinen Details, die man entlang des Weges aufsammeln kann.

Die wichtigsten sind wohl, dass sich weder McCain noch Obama für eine Abrüstung oder Demilitarisierung der Region Afghanistan / Pakistan / Irak aussprechen, sondern beide ein massives Aufrüsten befürworten und bereits angekündigt haben. Beide wollen das US-Militär massiv modernisieren und aufrüsten. Beide haben angekündigt, dass den Alliierten "harte Zeiten und schwere Entscheidungen" bevorstehen, ohne sich dazu zu äußern, was sie damit konkret meinen. Beide haben in Richtung Israel signalisiert, dass das Problem "Iran" auch für die USA ein Problem ist und beide haben zu verstehen gegeben, dass sie nicht an eine diplomatische Lösung (Stichwort: Deutschland - Iran) glauben. Und natürlich nicht zu vergessen, dass ein nicht geringer Teil der US-Wirtschaft unmittelbar an das Militär und dessen Ausgaben gekoppelt ist.

Natürlich sind all das nur Indizien. All das sind bloß Hinweise, Andeutungen und am Ende Interpretationen. All das kann vollkommen anders kommen und etwas ganz Anderes bedeuten. Aber die allerwichtigste Aussage wird wohl für uns hier in Deutschland sein, dass wir uns in Obama nicht täuschen sollten. Wir sollten nicht dem Irrglauben verfallen, dass Obama ein Friedensengel ist, der "unsere" radikal-pazifistischen Ideen unterstützen wird.

(Quelle: ABC News)

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1 Kommentare:

Anonymous Anonym schrieb...

das hat nichts mit verschwörung zu tun. wir haben einfach grade eine instabille lage. die 6 monate waren bestimmt keine prophezeiung sondern eine realistiche einschätzung.

das große problem das auf die usa zu kommt ist der einkauf fremder nationen in nationales kapital in folge der inflation, der schon sehr weit vorrtgeschritten ist (schon seit einigen jahren wird die usa fömlich von china, russland etc aufgekauft).
das nächste problem wird sein wenn die rohstoffmärkte aufhören mit $ zu handeln. bis jetzt hat amerika einfach immer dollars gedruckt und gekauft bevor jemand die inflation gemerkt hat. wenn jetzt zb die opec sich demnächst doch noch entscheidet auf € umzusteigen war es das für die usa. dann müssen sie sich mit allen mitteln währen um ihre existentz zu sichern.

es ist auch nicht unwahrscheinlich das sie dann gegen sich selbst in den krieg ziehen.

23 Oktober, 2008 05:22  

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