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Samstag, Juli 26, 2008

Einkaufen (9)

Written by Adger
Canon Selphy ES2Damals in der Schule hat man mir beigebracht, dass die "Konkurrenz" von einem lateinischen Wort abgeleitet ist, das "Wettlauf" bedeutet. In Bezug auf die Wirtschaft meint der Begriff sowohl den Wettbewerb, aber auch Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen Anbietern oder Nachfragern (Konsumenten) untereinander. Anbieter und Nachfrager untereinander sind Mitbewerber. Ein "Mitbewerber" ist wiederum jemand, der sich mit anderen zusammen um etwas bewirbt. Im wirtschaftlichen Kontext jemand (meist Anbieter), der zusammen mit anderen um die Gunst des Nachfragers (meist Konsumenten) wirbt, wobei auch die umgekehrte Situation vorkommt.

"Mitbewerber" wird heute allerdings auch gerne anstelle des "Konkurrenten" verwendet, um zu betonen, dass die Wirtschaft geprägt ist durch ein konstruktives Miteinander und nicht durch ein eher destruktives Gegeneinander. Es geht dabei auch um die Rolle des "ehrbaren Kaufmanns", der in der Ideologie des Kapitalismus eine ethische Steuerungsfunktion übernehmen soll - nicht selten allerdings völlig erfolglos, denn treffen Ethik und wirtschaftliches Kalkül aufeinander, bleibt die Ethik auf der Strecke.

Der Begriff "Wettbewerb" meint wiederum das rivalisierende Verhalten von Anbietern oder Nachfragern untereinander, aber auch die durch unterschiedliche Interessen geprägten Beziehungen zwischen Anbietern und Nachfragern. Wenn zwei Anbieter mit gleichen oder ähnlichen Produkten Produkten um die Gunst eines Kunden buhlen, dann sind sie Konkurrenten im Wettbewerb um das Geld des Konsumenten und Mitberwerber am Markt. Der "Markt" wiederum ist die Gesamtheit des zeitlich und räumlich begrenzte Wirtschaftsraum, in dem Güter (Waren) angeboten und nachgefragt werden.

So in etwa habe ich das jedenfalls "damals" gelernt. An den Begriffen wird sich grob nicht viel geändert haben, wobei man diese Begriffe bestimmt episch lang auswalzen und mit ihren vielfältigen Nuancen und Wechselwirkungen mehrere Meter Regal füllen kann. Darum geht es hier aber nicht. Es geht um die Praxis. Und die Praxis macht mich einigermaßen rat- und sprachlos.

Ich möchte einen Drucker haben. Nicht irgendeinen - wo kämen wir da hin?! Nein, ich möchte einen, der speziell für Fotos gebaut ist. Dieser Drucker soll transportabel sein und ohne zwischengeschalteten Rechner auskommen, was mehrere Bedingungen und Einschränkungen hinsichtlich Größe, Features und Druckverfahren diktiert. Außerdem soll das Gerät den Akkubetrieb beherrschen und an meiner Kamera funktionieren. Zugegeben, etwas anspruchsvoll mein Wunsch.

Nun gibt es da allerdings ein Produkt, das meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und nach Meinung nicht eben weniger kundiger Benutzer für meinen Verwendungszweck durchaus die richtige Wahl sein soll. Dieses Produkt soll, so verrieten mir fachkundige Benutzer, in ausreichender Menge in Deutschland im Einzelhandel zu besichtigen und sogar zu kaufen sein. Ich informierte mich ausgiebig im Internet und mit allerlei Wissen bewaffnet wollte ich meine Gelüste gegen Geld befriedigt wissen. Das All Mighty Internet verriet mir, dass ich eine Preisspanne von 139 bis 205 Euro zu erwarten hatte und für ungefähr 150 Euro müsste das Gerät eigentlich erhältlich sein.

Dachte ich.

Mit diesem Irrglauben bewaffnet zog ich denn los und besuchte voller Hoffnung Fach- und Großhandel und war erstaunt ob der Dinge und Mär, die der deutsche Einzelhandel bereit ist, dem willigen und gutgläubigen Kunden einzureden. Mein erster Besuch galt jener Kette, die dereinst mit einem einprägsamen Slogan warb, der ausgeprägte Sparsamkeit als erstrebenswertes Verhalten anpries. Erstaunlich aber wahr: Mir stand fast sofort ein kundiger Verkäufer zur Seite.

Mein Begehr fütterte er in einen Computer und der verriet ihm, dass er genau ein solches Gerät im Laden habe. Wir tingelten los und er fand einen leeren Karton. Das dazugehörige Gerät stand auf der anderen Seite inmitten der Grabbelknipsen und zeigte deutliche Spuren anhaltender haptischer Erkundung durch schweißige Gierhände. Ich wurde belehrt:
"Da steht er."
Echt? Toll! Der Mann ging zurück zu seinem Thron am Rechner. Ich folgte. Was das Gerät den koste, wollte ich wissen. Er tippte und nannte mir einen Preis. Einhundertneunundsiebzig Euro. Ich fragte ihn, was denn für diesen Preis alles dabei sei. Die Belehrung folgte auf dem Fuße:
"Na der Drucker."
Ich erklärte dem Mann, dass ich durchaus verstehen könne, dass eine Filiale der weltweit einkaufenden Metrogruppe nicht unbedingt mit dem günstigsten Anbieter aus Deutschland im Internet konkurrieren könne, aber vierzig Euro, fast 25% Preisunterschied, das finde ich dann doch etwas hart.

Das könne man ja nicht vergleichen, wurde ich belehrt. Immerhin habe man hier einen Laden und Mitarbeiter und das koste schließlich Geld und das wirke sich eben auf die Kalkulation aus. Na gut, wahrscheinlich werden die Bestellungen im Internet ohne menschliche Interaktion abgehandelt und die Geräte werden direkt vom Hersteller in Karton und mit Rechnung des Internetladens verpackt und an vom Kurieren in den vermeintlichen Ort des Internethandels gebracht, von wo aus sie dann an den Kunden geschickt werden. Wahrscheinlich sind solche Läden komplett virtuell und existieren tatsächlich gar nicht. Mindfactory zum Beispiel ist in Wirklichkeit gar nicht existent. Auch Reichelt gibt es eigentlich gar nicht. Nun gut, kann ja sein. Trotzdem. 40 Euro Preisunterschied zum günstigsten Anbieter finde ich etwas dreist.

Ich versuchte es anders.
Ich: "Wenn mir Ihr Konkurrent..."
Der Verkäufer fiel mir ins Wort: "Das sind keine Konkurrenten."
Ich rollte mit den Augen. "Na gut, dann eben ihr Mitbewerber..."
Wieder fiel er mir ins Wort "Das sind auch keine Mitbewerber."
Ich: "Ach? Sie wollen mir nicht beide ein und dasselbe Produkt verkaufen und im Gegenzug mein Geld einstreichen?"
Er: "Janein, also so ist das ja nun auch nicht und das muss man differenzierter sehen, denn wir hier sind ja vor Ort, während der Internetladen..."
Jetzt fiel ich ihm ins Wort: "Mir ist es egal, ob sie sich als Konkurrenten oder Mitbewerber, Alien, Alleinherrscher oder meinetwegen auch als Heilsbringer sehen. Sie wollen von mir vierzig Euro mehr als das günstigste mir vorliegende Angebot am Markt. Ich habe mit der Bereitschaft diesen Laden betreten, hier für dieses Gerät rund 150 Euro in bar zu bezahlen und es dann mitzunehmen. Sie wollen fast dreißig Euro mehr als meine Preisvorstellung, die immerhin zehn Euro über dem günstigsten verfügbaren Anbieter liegt. Was bieten sie mir an Mehrwert für diese dreißig Euro?"
Bei der nun folgenden Antwort wusste ich nicht, ob ich laut lachen oder weinen sollte.
"Sie haben das Gerät sofort und können es direkt mitnehmen und müssen nicht darauf warten und außerdem haben sie den Service und technischen Kundendienst hier im Laden."
Ich sah ihn schweigend an. Lange. Vielleicht kam da ja noch was. Nein, es kam nichts mehr.
Ich: "Sie wollen mir erklären, dass es mir vierzig Euro wert sein soll, dass ich ein Ausstellungsstück mit deutlichen Gebrauchsspuren jetzt für den Rest des Tages mit mir herumschleppe? Sie wollen mir erklären, dass es ein Vorteil für mich ist, dass ich im wahrscheinlichen Garantiefall das Gerät wieder durch die ganze Stadt schleppen muss, um es bei Ihnen auf den Tisch zu legen, damit sie das dann zu Canon schicken? Sie wollen mir einreden, dieser Vorteil sei vierzig Euro wert, die ich mehr bezahlen soll? Ist das wirklich Ihr ernst?"
Er: "Ja. Und wenn ihnen das nicht passt, dann kaufen sie halt im Internet."
Nun bin ich ja nicht der Mensch, der so einfach aufgibt. Ich möchte meinem Gegenüber ja zumindest die Chance geben, auch etwas zu erreichen. Also baute ich ihm Brücken. Ich wies ihn darauf hin, dass ich ja nicht nur den Drucker brauche, sondern auch noch den Akku und außerdem auch noch Nachschub an Papier und Toner und eine Speicherkarte sei ja auch nicht weg. Nichts zu wollen. Auf einen im Laden ausgewiesenen Verkaufspreis des Gesamtpaketes im Wert von mehr als dreihundertfünfzig Euro war der Mann bereit mir sagenhafte ZEHN Euro Nachlass zu gewähren. Ich entbot freundlich meine besten Wünsche und verließ diesen Laden, bei dem "Geiz" mit Sicherheit nicht der Geiz des Kunden ist, den man dort geil findet.

So suchte ich ein anderes renomiertes Fachgeschäft am Ort auf. Im Fachgeschäft der Firma W. aus O. versuchte mir der mich "beratende" Einzelhandelsfachverkäufer nicht nur einzureden, dass das an Funktionen ärmere, zwei Nummern kleinere, spiddeligere und sehr viel frickeligere Gerät aus dem Erscheinungsjahr 2006 deutlich mehr könne und besser sei, als sein eine Nummer größerer Nachfahre mit umfangreicherer Ausstattung und Featureliste. Außerdem ignorierte er beharrlich meinen Hinweis, dass ich ausdrücklich Wert auf Akkubetrieb lege.

Meine Frage, warum denn das gut und gern ein Jahr ältere Gerät dem sehr viel neueren Gerät überlegen sein soll, bescherte mir ganz neue Einblicke in den technischen Fortschritt:
"Das ältere Gerät ist deutlich ausgereifter, weil es schon so lange am Markt ist und deshalb ist es besser."
Man lernt ja nicht aus. Darum fragte ich, wie denn das mit dem Druck sei, ob man da mal Bilder sehen könnte, die auch mit dem Drucker gemacht wurden, besser noch, ob wir nicht ein Bild von meiner Kamera, die ich - welch Zufall - gerade dabei hatte, drucken könnten. Konnten wir nicht. Wenn jeder Kunde mit solchen Wünschen ankäme. Nein, das sei ausgeschlossen. Aber - so wurde mir erklärt - man hätte hier einige Bilder, die man hier selber gemacht und ausgedruckt habe.

Nun, ich bin in Geographie und Architektur nicht unbedingt ein wandelndes Lexikon, aber was fotogene Bauten in meiner Heimatstadt angeht, bin ich ziemlich gut informiert darüber, was hier ungefähr zu finden ist. Jedenfalls weiß ich mit tödlicher Sicherheit, dass wir hier in Oldenburg definitiv keine barocke Wassertreppe besitzen. Ich fragte nach:
Ich: "Das Bild haben sie HIER gemacht?"
Er: "Ja."
Ich: "Wo haben sie das denn hier in Oldenburg aufgenommen?"
Er: "Ja äh... was?"
Ich: "Wo in Oldenburg steht dieses Bauwerk?"
Er: "Ach so. Nein, das Bild haben wir aus dem Internet."
Ich: "Sie nehmen irgendein Bild aus dem Internet und drucken das hier aus um dann damit Werbung zu machen?"
Er: "Ja, warum denn nicht?"
Ich: "Dürfen sie das denn? Hat der Fotograf das erlaubt?"
Er: "Ja klar, sonst wäre das Bild ja wohl nicht im Netz, nicht wahr?"
Ich beschloss darauf nicht näher einzugehen. Wie denn das mit dem Akku sei, wollte ich wissen und die Antwort darauf machte mich endgültig sprachlos:
"Keine Ahnung, aber Akku ist eh überflüssig, da ist ein Netzteil dabei."
Klar, Netzteil. Toll. Auf der grünen Wiese und in der Pampa sind neulich bestimmt überall Steckdosen für die Allgemeinheit installiert worden, damit man da in Ruhe seinen Drucker anschließen kann. Jetzt weiß ich endlich, wo unsere Steuergelder bleiben. Er sah mich bar jedes Verständnisses an. Ker, mitschleppen will ich das Teil. In der Botanik mal eben ein Foto ausdrucken will ich. 20 Kilometer Kabel auf Trommel sind nicht angesagt. Das sah er irgendwie ein und so machte er sich todesmutig auf die Suche nach Informationen über den Akku des Druckers.

Mehr als 20 Minuten lang suchte er engagiert aber völlig plan- und erfolglos im Internet, unter anderem bei bei Amazon, Mitbewerbern und sogar bei Canon Deutschland, ignorierte aber hartnäckig meinen mehrfachen Hinweis, doch zum Beispiel mal im Handbuch des Gerätes oder auf dem im Internet einsehbaren technischen Datenblatt des Druckers bei Canon nachzusehen, wie der Akku denn wohl benannt sei, um dann mit dieser Information den NEBEN IHM LIEGENDEN Katalog für Händler zu befragen, was das Teil denn wohl kostet. Die Krone der Merkbefreiung war dann jedoch sein Hinweis, dass er das jetzt nicht finden würde, aber wir könnten ja gemeinsam weiter suchen, wenn ich noch etwas Zeit hätte. Hatte ich nicht. Ich bedankte mich und verließ den Laden mit der festen Überzeugung, die Welt vor diesem Fachhändler eindringlich zu warnen.

Den Preis des Gerätes bei diesem Fachhändler habe ich nicht erfahren. Nicht mal ansatzweise genähert. Man war zwar bereit mit mir etliche Stunden im Internet erfolglos nach einem Akku zu suchen, dessen Bezeichnung, Lieferzeit und Preisspanne ich zu Hause innerhalb von nicht ganz zwei Minuten erfuhr, aber man sah sich völlig außer Stande mir eine Preis zu nennen und das obwohl jener engagierte Verkäufer sich DREI weitere Kolleginnen zu Hilfe rief, um ihm bei "unserem Problem" zu helfen.

Ich habe beschlossen, in Zukunft auf Kosten des lokalen Einzelhandels mehr im Internet zu bestellen und in die Stadt nur noch zu gehen, um mir einen Überblick über die Lage am Markt zu verschaffen und gegebenenfalls Räumungsverkäufe wegen Geschäftsaufgabe zu nutzen oder um mich zu besaufen. Mitleid habe ich mit diesem Einzelhandel jedenfalls keinen mehr. Wer sich so dreist und dumm verhält, der hat es verdient, aus dem Markt vertrieben zu werden.

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6 Kommentare:

Anonymous holger schrieb...

99% d'accord. Zum fehlenden Prozent sei angemerkt, dass man im Problemfall beim lokalen Einzelhandel einfach auf der Matte stehen kann, während man beim Internet-Einkauf darauf hoffen muss, dass die Kalkulation des Anbieters nicht nur den günstigsten Preis hergegeben hat, sondern auch ein bisschen After-Sales-Support. Auf den könntest Du nämlich trotz Herstellergarantie angewiesen sein, wenn sich z.B. das günstige Schnäppchen als EU-Import rausstellt und Du das am Ende plötzlich über Irland oder Polen abwickeln darfst.

Im Mindestfall ist zu hoffen, dass man sich wenigstens ans Fernabsatzgesetz hält. Meine letzte Billighardwarebestellung in Alfeld führte zu einer zwar letztlich problemlosen Rücknahme des defekten Speichers ohne Abzüge (auch das wohl nicht selbstverständlich), aber auf die versprochene Erstattung der Versandkosten warte ich heute noch ("auf keinen Fall unfrei, das nehmen wir nicht an, Versandkosten bekommen Sie erstattet" - yeah, right).

26 Juli, 2008 02:01  

Anonymous DeichShaf schrieb...

Die Metro-Gruppa kauft in Chargen, bei denen sie abartige Rabatte einstreichen können.

Ein kleiner Internetversandhändler kann zwar auch Rabatte beim Hersteller einstreichen, nicht aber so üppig wie ein niedergelassener Großmarkt.

Der Händler vor Ort will, dass man ihm ein Gerät im Laden übergibt, wenn damit etwas ist - und dann darf man in 99% der Fälle NICHT damit rechnen, mit einem Ersatz- geschweige denn einem Leihgerät (nichtmal gegen Gebühr) den Laden wieder zu verlassen.

Beim Versand schickt man das Päckchen einfach per DHL versichert zum Händler, muss also nur zur Post bzw. Packstation laufen und nur zu Stoßzeiten wirklich lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Die Reparatur dauert genau so lange und man muss - anders als beispielsweise beim Saturn - nicht in den Laden tingeln, um seine Ware in den Händen zu halten. Vielmehr drück ein freundlicher Mitarbeiter von $paketversand in die Hand und es hat sich.

Der Aufwand für Werbung, Niederlassungen, Personal und so weiter ist sicherlich vorhanden und verursacht die zitierten Kosten. Und irgendwo müssen auch dafür Einnahmen kommen, denn die Metro-Gruppe hat soweit ich weiß nichts mit der Caritas zu tun. Gerechtfertigt oder nicht: Ganz ehrlich - wenn ich GANZ GENAU WEISS was ich will, bestelle ich es mir im Internet. Wozu in die Stadt gurken und Zeit verschwenden, Sprit verfahren und ewig an der Schlange der Kasse stehen?

Drei Mausklicks, Kreditkartendaten eintippen, fertig. Und ich kann mir SICHER SEIN, dass ich die Ware kostenlos und unverbindlich zurückschicken kann, wenn sie mir doch nicht gefällt. Bei Saturn ist man da erstaunlich kulant (klar, der Druck der Mitbewerber...), aber die haben da auch ihre Grenzen, die es im Versand eben nicht gibt.

Übrigens: Es gibt ein recht interessantes Wort, welches ich mal als "dezenten Euphemismus bezeichne, was aber eine hübsche Alternative zu Konkurrent oder Mitbewerber darstellt:

Marktbegleiter

26 Juli, 2008 12:12  

Anonymous Athalfain schrieb...

Eine Frage - mal ganz unabhängig zum bisher diskutierten - hätte ich da noch:

WOZU ZUM TEUFEL willst Du mitten in der Pampa einen Drucker dabeihaben und dorf Photos ausdrucken?
Sicher, es ist immer nett sein Werk gleich komplett fertig vor sich zu haben, aber ist das in diesem Falle nicht ein wenig übertrieben und sinnlos?
Ich mein, die Kamera is schon recht schwer ... und dann noch der Drucker plus Akku? Und noch ne Aktentasche, weil sonst brauchst Du die Photos garnicht ausdrucken, weil die sofort irgendwo verknicken und dann scheiße aussehen?
Bist Du dann zukünftig immer mit Trolli unterwegs?

Sorry, aber mir wäre das ganze ein WEINIG zu aufwendig!
Von ZU TEUER mal ganz abgesehen...

26 Juli, 2008 12:46  

Blogger Adger schrieb...

Vertrau mir, es macht sehr viel Sinn. Das geht los beim Abgleich Idee - Umsetzung und endet nicht bei "Kann ich das haben?" Die Menge und das Gewicht des Equipments nehmen zu und ein Trolley steht in der Tat auf der Anschaffungsliste. Allerdings zeigt sich der steigende Aufwand unmittelbar in den Resultaten. Jemand, der nur mal eben seinen Daumen und sich selber am Strand knipsen will, um das Foto nach zwei Wochen entweder zu vergessen oder wegzuwerfen, der wird natürlich nicht solchen Aufwand treiben. Ich hänge mir meine Bilder aber in groß an die Wand und bin stolz sie darauf zeigen zu können.

26 Juli, 2008 13:11  

Anonymous aven schrieb...

jaja, der fachhandel... ich erinnere mich an eine folgende geschichte.
vor vielen jahren wollte ich mir eine kleine kompakte digi-cam kaufen. zu der zeit begann gerade der boom mit den digi-cams. ich schaute in einem (kleinem) foto-fachgeschäft herein und fragte den chef des hauses nach dem model xy. "haben wir nicht und was wollen sie denn mit sowas?" ich habe mich freundlich entschuldigt das ich um die 500 dm (250 euro) im laden hinterlassen wollte und ging. :-)
mfg aven

26 Juli, 2008 17:06  

Anonymous sebabbel schrieb...

"Wer sich so dreist und dumm verhält, der hat es verdient, aus dem Markt vertrieben zu werden."

Ganz meiner Meinung. Habe mal was Schönes beobachtet:
Ein Kunde wollte gern ein E-Piano kaufen, kannte sich aber nicht aus und fragte die Verkäuferin nach ein paar unbestimmten Infos: "Ich möchte höchstens ...€ ausgeben. Können Sie mir irgendwas empfehlen?". Die einzige Antwort der Verkäuferin: "Sagen Sie mir, was Sie haben wollen - ich kann alles bestellen." Das dachte sich der Kunde wohl auch und verließ darauf hin das Geschäft...

Und das passiert öfter, als man denkt. Ich schätze, dass das auch ein, wenn nicht sogar DER Grund ist, warum im Einzelhandelsbereich so viele Läden die magische 2-Jahres-Grenze nicht überschreiten können.
Ich bezeichne das schlichtweg als Faulheit (ev. noch als Nihilismus), denn - um nochmal auf Deinen Schlusssatz zurückzukommen - dies liegt nur daran, dass sich manche Leute nicht mit den Dingen auseinandersetzen, die ihnen ihr täglich Brot bescheren und in dem Fall haben sie es auch nicht anders verdient.

27 Juli, 2008 00:51  

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