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Montag, November 19, 2007

Nach Hause telefonieren...

Written by Adger
iPhoneWenn man bedenkt, wie groß die Bedenken sind, dass der Staat irgendwelche Daten über uns sammelt und wie unschuldig mancher Politiker uns wissen lässt, dass unsere Privatssphäre ja gar nicht in Gefahr sei, weil ja private Firmen die Daten sammeln (auf die der Staat dann bei Gefahr im Verzuge, lies: nach Bedarf) zugreifen kann, dann sollte mich das hier eigentlich nicht weiter wundern. Vom iPhone ist bekannt, dass der Anwender es nicht ausschalten kann. Das belegen nicht nur Aussagen von Apple, sondern auch teure Erfahrungen von Anwendern, die mit ihrem Gerät im Ausland waren. Nun ist es aber nicht nur so, dass das Gerät regelmäßig "nach Hause telefoniert", um - wie Apple sagt - Email und so weiter abzuholen oder so.

Ein User eines Mac-Forums entdeckte zufällig, dass das iPhone sich nicht nur regelmäßig im Netzwerk meldet, sondern die darauf installierte Software auch noch Daten über den Benutzer an Apple sendet. Die Software - bislang weiß man es mit sicherheit von der "Staocks.app" der in den USA verkauften iPhones - enthält im Binary einen Part, der die IMEI-Nummer des Gerätes bei der Abfrage von Börsenkursen an Apple übermittelt:
http://m.yahoo.com/apple/finance?pin...ier=uscingular

http://iphone-wu.apple.com/dgw?imei=%@&apptype=finance

ProductVersion
deployver="Apple iPhone v%@"
app="YGoiPhoneClient"
appver="1.0.0.%@"
api="finance"
apiver="1.0.0"
acknotification="0000"
Apple iPhone v%@
Stocks v1.0.0.%@
Die IMEI ist ja bloß die weltweit einmalige Seriennummer des Gerätes und damit kann man ja gar nichts nachverfolgen und was sollte schon so Schlimmes daran sein, wenn Apple von einem Gerät, das sich nicht ausschlten lässt, weiß, welche Börsenkurse sein Anwender sich ansieht? An solchen Informationen hat natürlich niemand Interesse, die Wirtschaft erstrecht nicht. Und natürlich ist das auch garantiert nur rein zufällig und nur in dieser Software so drin und Apple käme auch nie auf die Idee, das auch in andere Software mit einzubauen. Deshalb steht ja auch in der EULA des iPhones:
When you interact with Apple, we may collect personal information relevant to the situation, such as your name, mailing address, phone number, email address, and contact preferences; your credit card information and information about the Apple products you own, such as their serial numbers and date of purchase; and information relating to a support or service issue.
Wahrscheinlich ist nicht jedem klar, dass jede Benutzung des iPhones eine "interaction with Apple" ist...

(Quelle: Hackintosh)

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1 Kommentare:

Anonymous DeichShaf schrieb...

Ich sage nur "Prepaid" und "Wegwerftelefon ohne BPA kaufen".

Und dann noch die Firmware patchen und eine IMEI doppelt vergeben - schon ist das Ganze ad absurdum geführt.

Zum Thema "Mitbeobachten der Börsenkurse" - hey, irgendwo müssen die ja die Knete wieder reinholen. Und was ist da willkommener, als sich der Insidertipps der iPhone-Nutzer zu bedienen? "Er hat sich den Kurs von XYZ angesehen und kurz darauf mit seinem Broker telefoniert. Der Kurs ist daraufhin gestiegen, also kaufen wir auch!"

19 November, 2007 14:37  

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