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Donnerstag, November 30, 2006

Ursache und Wirkung

Written by Adger
Kugeln aus KugellagernSicherlich ist es einfach auf "die bösen Israelis" zu schimpfen und die "armen Palästinenser" moralisch in Schutz nehmen zu wollen. Das ist naheliegend und verständlich, denn wir erfahren viel darüber, was der moderne und durchaus leistungsfähige Militärapperat Israels so alles zu leisten in der Lage ist. Wir erfahren auch überraschend viel darüber, was bei den Israelis so alles schief geht, was sie falsch machen und so weiter.

Nun ist es aber nicht so, dass im Nahen Osten "ein Böser" und "vielen Unschuldigen" sein Unwesen treibt, sondern irgendwie hat da jeder seine ganz eigenen Flecken auf der Weste. Warum die Israelis zum Beispiel so eine irrsinnige Angst vor diesen "Kazam"-Raketen haben, war mir lange Zeit überhaupt nicht klar, denn eigentlich sind das "bloß" simple, ungelenkte Flugkörper mit ein paar Kilogramm Sprengstoff. Sicherlich gefährlich, aber so gefährlich, wie die Israelis immer tun?

Was zumindest ich nicht wusste: Die militanten Palästinenser haben sich hier und da einiges einfallen lassen, um ihren Raketen etwas mehr Biss zu geben. Die wohl effizienteste Idee ist, den Sprengkopf mit Kugeln aus Kugellagern zu füllen. Diese Stahlkugeln sind relativ klein, sehr hart, billig, massenhaft auf dem internationalen Markt zu bekommen und sie unterliegen keiner militärischen Handelsbeschränkung.

Hauswand mit EinschlagspurenNun mag man sich fragen "Na und? Was mag an 2-3 Millimeter kleinen Kügelchen schon so gefährlich sein?" Sieht man sich aber an, wie die Auswirkungen einer solchen "einfachen" Schrapnellexplosion aussehen, dann sieht man manches vielleicht etwas anders. Die Einwohner der häufiger von solchen Raketen angegriffenen Ortschaften wissen, dass die Kugeln eines solchen Sprengkopfes in rund 600 Meter Radius für Menschen mit ziemlicher Sicherheit tödlich sind. Pkw, die knapp 150 Meter von einer solchen Explosion entfernt stehen, werden durchsiebt und die Kugeln dringen sogar in Beton und Asphalt ein. Zwar sind die Schäden für die Gebäude nicht so gravierend, für die Menschen jedoch sind diese Schrapnelle ein enormes Risiko.

Auto mit EinschlagspurenZwar rechtfertigt diese Gefahr durch die militanten Palästinenser meiner Meinung nach nicht jedes Vorgehen der Israelis, aber zumindest erklärt es mir ansatzweise, warum die Israelis so heftig auf Raketenbeschuß reagieren.

(Quelle: National Review Online)

Mittwoch, November 29, 2006

Flying Taxi

Written by Adger
Auto im BodenIn Kolumbien kommt es - wie auch anderswo auf dieser Welt - hin und wieder vor, dass Taxifahrer Opfer von Überfällen werden. Oft haben Taxifahrer dabei die schlechteren Karten. Der 68jährige Isidro aus Bucamaramanga jedoch zeigte seinem Widersacher, was eine Harke ist. Nachdem der gerade mal 16 Jahre Alte Angreifer ihn mit einem Messer bedrohte und verletzte und die Tageseinnahmen in Höhe von umgerechnet 40 Euro forderte, steuerte Isidro auf eine Böschung zu, gab Gas und sprang im letzten Moment aus dem Wagen - während sich der Wagen der Schwerkraft folgend auf die Reise in Richtung Mittelpunkt der Erde (lies: nach unten) machte.

Abgesehen von der leichten Stichverletzung trug Isidro keine Verletzungen davon. Der bewaffnete Räuber wurde mit mehreren Knochenbrüchen aus dem Wrack herausgeholt und in ein Krankenhaus eingeliefert, teilte die Polizei in Bucamaramanga mit. Was dem gescheiterten Taxiräuber jetzt noch für Konsequenzen drohen, ist nicht bekannt, aber spaßig wird es für ihn sicherlich nicht.

Was lernen wir daraus? Wenn man für 40 Euro schon ein Taxi überfällt, dann sollte man wenigstens darauf achten, dass man auch heile aus der Büchse wieder raus kommt.

(Quelle: AFP)

Sachen gibts... (91)

Written by Adger
Buttplug G.W.TushWir erinnern uns? Es gibt so Stöpsel für den Hintern, die - jedenfalls behaupten das manche - ziemlich viel für den Lustgewinn tun. Sogenannte "butt plugs". Eine Firma kam vor einiger Zeit auf die Idee, einen solchen mit dem Konterfeit von Scientologyanhänger Tom Cruise zu produzieren und zu verkaufen, woraufhin es ein klein wenig Streß gab. Offenbar scheint der Markt für solche Spielzeuge größer als gedacht, denn jetzt gibt es solches "Spielzeug" auch mit dem Aussehen von anderen Berühmtheiten. Um sich aber vor juristischem Stress zu schützen, nannte man diese Produkte kurzerhand um und bezeichnet jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Persönlichkeiten "rein zufällig".

Im Angebot sind zur Zeit "George W. Tosh", "Smell Gibson" in einer besonderen, zweifarbigen "Braveheart Edition" und "Parass Hilton". Optional können die MOdelle auch vibrieren. Angekündigt sind bereits weitere Versionen, u. a. Dingelberry Bonds und Pooperman sowie die Option "aufblasbar" (für diejenigen, die es gerne eng mögen). Wer sich lieber jemand anderes in den Hintern schiebt, dessen Begierde kann und wird auch hier geholfen werden: Einfach eine Nahaufnahme der... äh... "begehrten Person" einschicken und das entsprechende Spielzeug wird angefertigt.

Weihnachtssonderangebot! Nur noch 13,60 Euro (plus Porto etc.)!

Priester

Written by Adger
Kenneth Hagin und Kenneth Copeland sind (bzw. waren, Hagin verstarb im September 2003) Prediger aus den USA, die sich in bestimmten Kreisen einiger Beliebtheit erfreuen und eine recht große Anhängerschaft um sich und den so genannten "Word of Faith" Glauben versammelt haben. Die "Predigten" (oder sollte man besser von "Events" sprechen?) dieser Glaubensgemeinschaft haben zuweilen einen - zumindest für mich - doch etwas eigenartigen Verlauf, wie das folgende Video zeigt:

Dieses Video wurde während einer Pastorenkonferenz aufgenommen, in deren Verlauf die Menge in einen eigenartigen Zustand versetzt wurde. Zu sehen sein sollen nach Überzeugung der bei dieser Konferenz Anwesenden "heiliges Lachen", "spirituelle Trunkenheit", aber auch so weltliche Dinge wie Tanzen, Sprechen in fremden Zungen, muhen und andere Manifestationen "höherer Kraft".

Beim Betrachten des Videos frage ich mich zwangsläufig, was die im Monat so an ihre Dealer abdrücken und ob es das Zeug auch für Nicht-Priester gibt. Es scheint ziemlich gut zu sein.

Das flicken wir eben

Written by Adger
In Indien repariert man Flugzeuge eben anders als bei uns. Hierzulande greift man zu Nietensetzer, Schweißgerät oder ähnlich männlichem Werkzeug, bevor der Flieger nach allerlei kompliziertem Prozedere wieder fliegen darf, während man das in Indien viel entspannter sieht. Da können die Passagiere ruhig eben warten, während man eben ein paar streifen Klebefolie auf dem Flugzeug verteilt, um die gröbsten Löcher zu flicken und danach gehts ab dafür.

(Quelle: Turbanhead)

Deutschland, Afghanistan und die Natopartner

Written by Adger
DenkmalJaap de Hoop Scheffer, Generalsekretär der Nato sprach kurz vor dem Natogipfel in Riga (Lettland) deutliche Worte in Bezug auf die Situation in Afghanistan:
"So sehr wir Kampftruppen brauchen, die auch den Wiederaufbau absichern können, so wenig können wir uns Wiederaufbau-Armeen leisten, die nicht kämpfen können." "Es ist inakzeptabel, dass bei unserem Einsatz im Süden Afghanistans immer noch 20 Prozent der nötigen Soldaten fehlen."
Im Süden des Landes nimmt der Widerstand der Taliban zu und es kommt vermehrt zu heftigen Gefechten. Auch von Deutschland wird zunehmend deutlich gefordert, Soldaten in den Süden zu schicken und sich auch an den - wie es die Nato-Führung umschreibt - "schwierigen Aufgaben" zu beteiligen, damit der Einsatz in Afghanistan ein Erfolg wird. Insgesamt geht es um ungefähr 2.500 Soldaten, die dauerhaft im Süden des Landes fehlen.

Unsere Bundeskanzlerin, die Tante Angie, will in Riga klar machen, dass eine dauerhafte Verlegung deutscher Soldaten vom Norden in den Süden nicht akzeptabel sei. Nach Auffassung der Bundesregierung ist es nicht angemessen, wenn der Norden von den deutschen Soldaten vernachlässigt wird, damit im Süden bei Kampfeinsätzen geholfen wird. Tante Angie will sich deshalb auch weiterhin für eine "kluge Verbindung von Sicherheit und Wiederaufbau" einsetzen. Deutschland hat nach ihrer Ansicht mit den bis zu 3000 deutschen Soldaten, die im Norden des Landes statoniert sind, "einen Ansatz, der militärische Kraft mit politischem Aufbau und Entwicklungshilfe verbindet".

Das Problem an der Sache: Die anderen Natopartner, wie zum Beispiel die USA, Kanada, Großbritanien und Dänemark sehen das etwas anders. Während unsere Soldaten in relativer Ruhe Sozialarbeiter spielen können und so ohne großes Risiko und ohne sich größeren Gefahren auszusetzen ihre Erfolge einfahren können, die ihnen schon beinahe in den Schoß fallen, müssen die anderen Natopartner einen hohen Blutzoll zahlen, um im Süden auch nur annähernd erfolgreich zu sein.

Die Krise in Afghanistan droht auch zu einer Krise der Nato insgesamt zu werden und besonders für Deutschland scheint die Bereitschaft Opfer zu bringen zu einer Art Meßlatte für die Zukunft zu werden. Nicht ganz unberechtigt wurde von einigen bereits spekuliert, dass die Rolle Deutschlands im UN-Sicherheitsrat maßgeblich davon abhängen wird, wie "wir" uns in Afghanistan engagieren.

USAF AufnaeherWelche Alternativen gibt es? Grundsätzlich drei: Deutschland macht so weiter wie bisher und stellt seine Soldaten "nur für begrenzte Zeit zur Nothilfe" den kämpfenden Verbüdeten im Süden zur Verfügung. Das dürfte den Nato-Partnern am wenigsten gefallen und wird wohl die meisten diplomatischen Probleme mit sich bringen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die "Verweigerungshaltung" weiterreichende politische Folgen haben wird. Platt formuliert: Wenn sich Deutschland den Wünschen der Verbündeten sperrt, warum sollten die Verbündeten dann auf Deutschlands Wünsche hören?

Sind wir auf die Nato angewiesen? Letztendlich ja. Es gibt kein vergleichbares internationales Militärbündnis. Es ist müßig darüber zu philosophieren, ob in einer idealen Welt Militär nicht vielleicht überflüssig wäre, denn unsere Welt ist nicht ideal, ein Verzicht auf Militär nicht realistisch. Dank der Globalisierung müssen alle ihre Interessen dort wahren und schützen, wo sie gefährdet werden. Das ist in den seltensten Fällen zu Hause im eigenen Land. Das gilt auch für Deutschland. Können wir unsere Interessen ohne Verbündete wie die Nato wahren und schützen? Zweifelhaft. Das Zerbrechen der Nato oder ein Austreten aus der Nato ist deshalb zumindest unter den gegebenen Umständen keine Alternative, die man anstreben sollte.

Ich vermute, diese Alternative wird sich nicht durchsetzen lassen und auch unsere Tante Angie weiß das. Ihre jetzt so besonders medienwirksam dargestellte Haltung dürfte eher Schauspiel zur Beruhigung der Wähler sein: "Ich wollte ja nicht, aber ich wurde gezwungen" klingt für die pazifistische Wählerschaft hinterher deutlich besser.

Alternative zwei: Deutschland stellt einen Teil der geforderten Truppen bereit. Das dürfte zwar den Natopartnern nicht gerade Begeisterungsstürme entlocken, aber in direkte Abhängigkeit zur Größe des Truppenkontingents wird das Einlenken Deutschlands irgendwo zwischen Almosen und ernstzunehmendem Kompromissangebot wahrgenommen werden. Ich bezweifle, dass Deutschland überhaupt auf dauer die fehlenden 2.500 oder 3.000 Soldaten zusätzlich stellen kann, von daher vermute ich, dass es auf diese Alternative hinauslaufen wird.

Jung BundeswehrIm Dezember werden unsere 780 Soldaten aus dem Kongo zurück kommen. Diese Truppen wären dann zumindest rein rechnerisch wieder verfügbar und entsprächen, evtl. mit einer geringfügigen Aufstockung, ungerfähr dem, was unter den gegebenen Umständen ein realistisches Kompromißangebot sein dürfte. Ich schätze, dass Deutschland nach (für die Presse) "langen und zähen Verhandlungen" letztenendes 750 bis 1.000 zusätzliche Soldaten bereitstellen wird, die im Süden Afghanistans eingesetzt werden. Ich vermute, dass die entsprechenden Beschlüsse und Papiere für den Bundestag bereits in den Schubladen liegen.

Die dritte alternative, Deutschland stimmt uneingeschränkt den Forderungen der Natopartner zu, halte ich für unrealistisch und nicht durchsetzbar und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die sich jetzt beschwerenden Natoparter das im Grunde ganz genau wissen. Das ist aber auch nicht ganz so schlimm, da es ja nicht nur um Deutschland geht, sondern auch um andere Länder, die ihre Soldaten mit ähnlichen Einschränkungen in Afghanistan operieren lassen. Vermutlich werden "irgendwie" 2.000 zusätzliche Soldaten dauerhaft in Afghanistan stationiert, wo die auch immer herkommen mögen.

Die Folgen dürften für Deutschland vielfältig sein. Einerseits verlassen wir unsere "militärische Isolation" und begeben uns unmittelbar "an die Front". Für die Nato-Partner dürfte das ein nahezu selbstverständlicher Schritt sein, der gar nicht zu verhindern ist. Für die Bundeswehr bedeutet es eine ziemlich gravierende Herausforderung, denn bisher war die Gefahr bei einem Einsatz ums Leben zu kommen vergleichsweise gering und wenn, dann bestanden die Risiken eher in Unfällen oder Attentaten. Unmittelbar in Kampfhandlungen einzugreifen oder diese sogar zu provozieren, dürfte für viele Soldaten dr Bundeswehr irgendwie "neu" sein und für die Bundeswehr insgesamt auch eine internationale Bewährungsprobe.

Bild Soldat mit SchaedelIn Deutschland wird es mit Sicherheit umfangreiche Diskussionen darum geben, ob "Deutschland in den Krieg ziehen darf" und es wird mit Sicherheit auch schmerzhaft werden die Medien zu beobachten: Knochenhaufen und Fotos mit Schädeln sind eine Sache. Berichte von Verlusten eigener Soldaten von der Front eine ganz andere. Wir haben die Reaktionen der US-Medien im Irak miterlebt und wir haben gesehen, wie die deutschen Medien das Material verwertet haben. Ich bin gespannt, wie die deutschen Medien und in Folge der Berichterstattung die Bevölkerung mit den eigenen unausweichlichen Verlusten umgehen werden.

Die Bevölkerung wird sich an zwei Lagern polarisieren: Die "Friedensaktivisten" werden jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um einen "Totalrückzug aller Truppen aus allen Kriegsgebieten" zu fordern und stattdessen weiterhin - "wie früher" - die Probleme mit Geld lösen wollen. Die "Hardcore-Militaristen" werden das exakte Gegenteil davon fordern und hartnäckig für ein massives Aufrüsten der Bundeswehr und eine Ausweitung der Einsätze eintreten. Irgendwo dazwischen wird sich die Mehrheit der Bevölkerung wiederfinden.

BundeswehrUnsere Soldaten sind im Ausland eingesetzt und werden wohl auch in Zukunft im Ausland eingesetzt. Davon ist auszugehen. Trotzdem sind Sie ein Teil unserer Gesellschaft, auch im Ausland, ob nun bei Kampfhandlungen oder beim Brunnenbau. Genau das scheinen manche zu vergessen, die über unsere Soldaten sprechen, als wären es Aliens, die eher zufällig die deutsche Fahne auf der Unifrom tragen. Daran muss gearbeitet werden und genau diese Distanz in den Köpfen und in den Medien zwischen "Gesellschaft" und "Militär" müssen wir überwinden, oder unserer Gesellschaft wird eine ganz eigene Version des "Vietnam Traumas" wiederfahren.

(Quelle: n-24)

Unterschiedliche Ansichten

Written by Adger
Bild schreibt:
"Prof. Dr. Manfred Spitzer, Gehirnforscher und Psychiater, sagt zu BILD: 'Der statistische Zusammenhang zwischen Baller-Spielen und Gewalt ist genauso eindeutig wie der zwischen Rauchen und Lungenkrebs.'"
Eine andere Ansicht lesen wir in der Zeit:
"ZEIT online: Immer wieder wird von Nachahmungstaten gesprochen, inspiriert durch Computerspiele oder ein entsprechendes Umfeld.

Bergmann: So einfach verlaufen die seelischen Dinge nicht, aber natürlich, wenn ich in einem Klima von Gewalttätigkeit, in einem Klima, in dem Waffen die Nächstliegende Losung sind, aufgewachsen bin, dann werden die Probleme Rachsucht und Selbstentwertung mit dem Griff zur Waffe gelöst. Es ist keine Nachahmung dessen, was man im Computerspiel gesehen hat, das war auch bei dem Robert in Erfurt nicht der Fall, aber es gibt innere Bilder, in denen Waffen und Töten eine Rolle spielen, und insofern ist das eine naheliegende Reaktion auf diese seelische Konstellation."
Und an anderer Stelle in der Zeit lesen wir:
"Die wesentliche Frage lautet also nicht, wie man die vermeintlich schuldigen Spiele möglichst rasch los wird - sondern aus welchen Quellen das Fass so weit gefüllt wird, dass ein Tropfen Counterstrike oder Doom es zum Überlaufen bringen kann. "Wenn wir Computerspiele verbieten und alles andere so lassen, wie es ist, kommen wir keinen Schritt weiter", sagt Jantke. Die Einsamen, die sozial schwach gebunden sind und sich in virtuelle Welten flüchten, könnten sich auch in Bücher oder Filme flüchten."
Ich bin mir nicht sicher, wieviele Egoshooter in den letzten 10 Jahren in Deutschland verkauft und gespielt wurden. Ich kenne die genauen Zahlen nicht, wieviele aktive Spieler es in dieser Zeit gab und noch immer gibt, aber es dürften ein paar Millionen sein. Wenn es einen statistischen Zusammenhang zwischen dieses Spielen und den Amokläufen gäbe, dann müsste die Anzahl der Amokläufe signifikant zunehmen - die Anzahl der Spieler steigt schließlich - und auch die Gewalttätigkeit der Amokläufe müsste ein entsprechendes Niveau halten.

Counter-StrikeIch weiss nicht woher die Bildzeitung, für die Counter-Strike mit Joystick und Raketenwerfer gespielt wird, immer diese "Fachleute" hernimmt, aber bestimmt kann der Herr Prof. Dr. Manfred Spitzer seine Behauptungen anhand umfangreicher empirischer Daten belegen.

Oder etwa nicht?

Dienstag, November 28, 2006

Feiertage voraus!

Written by Adger
Wer mag schon Feiertage?

(Danke Sky)

Sachen gibts... (90)

Written by Adger
Es mag etwas wenig Erfurcht im Spiel sein, wenn ich mehrere weltbewegende, bahnbrehende und unbedingt notwendige Erfindungen und Produkte in einem Beitrag abhandle, aber ein Beitrag dieser Art ist einfach genug Wahnsinn für heute.

Den Anfang macht der Reiskocher. Wir kennen sowas. Ein Topf, mit Deckel, Wasser rein, Reis rein, fertig ist die angebrannte, schwarze Pampe. Das muss nicht sein. Es gibt eine Erfindung, die nennt sich "Reiskocher", die nicht nur das Garen des körnigen Nahrungsmittels sehr schonend für die eigenen Nerven und das Nahrungsmittel übernimmt, sondern auch weitestgehend vor fest mit dem Bottich versinterten Resten bewahrt. Der absolute Renner sind zur Zeit in Japan sogenannte "Induktionskocher". Einen solchen baut Mitsubishi (ja, die mit den DVD Playern und den Autos.) Mitsubishi ist der Meinung, dass "gut" einfach nicht ausreicht und beglückt die reishungrige Familie deshalb mit dem Wclass NJ-WS10, dessen besonderer Vorteil ein Kochtopf aus solidem Carbon - mit anderen Worten: aus Hartplastik - ist und nicht, wie bei anderen Kochern, ein aus Carbon überzogenen - Plastik ummantelten - Pott. Der handgefertigte Pott aus 7,5mm dickem Carbon wird in China hergestellt und hat seine eigene Seriennummer. Bei einem UVP von knapp 760 Euro (plus Porto und so) darf man das wohl auch erwarten...

Wer kennt das nicht? Da ist man endlich in den höheren Etagen der Geschäftswelt angekommen und was macht man den ganzen Tag? Warten, rumsitzen, sich langweilen. Frauen können sich ja oft mit ihrem MakeUp oder der Frisur beschäftigen (behauptet jedenfalls die Werbung), aber was machen die Kerle? Die deutsche Firma Pro-Idee hat die Antwort: Warum nicht eben eine Runde Carerabahn zocken? Geht nicht? Denkste! Pro-Idee hat eine immerhin 2 Meter lange Rennstrecke von Faller mit Bäumen, Banden, Leitplanken und so weiter, Autos und Reglern und allem, was man sonst so braucht in einem Aktenkoffer untergebracht. Strom kommt für fünf Stunden aus der mitgelieferten 9 Volt Batterie. Das Dingen wiegt zwar 3,5 Kilo und ist limitiert, aber wer will sich dieses knapp 600 Euro preiswerte Schnäppchen schon entgehen lassen?

Nicht ganz so teuer, nämlich nur knapp 40 Euro (plus Porto etc), kostet die neue Version der per USB angesteuerten Raketenwerfer, die nicht nur über ein völlig neues 3D-Interface verfügen und deren Software jetzt nicht nur über Netzwerke hinweg angesteuert werden kann (Hallo Internet!), sondern die darüber hinaus auch noch über einen Laserpointer verfügen, damit das Zielen nicht mehr ganz so frickelig ist. Zusammen mit einer WebCam bestimmt eine lustige Angelegenheit, um zum Beispiel auch von zu Hause aus während des Urlaubs Spaß mit den Kollegen zu haben oder so.

Und wem das noch nicht reicht, für den haben wir zum krönenden Abschluß noch zehn Jahre Erfindungsreichtum, den die Welt trotz allem überlebt hat:

Ooohkay... "I don't see how you could get too much ballstretching!?" "Gaydar"... "HUFU" (Ohne tierische Fette!)... OMFG! Aliens! Bitte! Dommsdaydevice!

Sonntag, November 26, 2006

Hysterisch oder objektiv?

Written by Adger
Focus TV berichtet über den Täter von Emsdetten. Bemerkenswert, welche Tatsachen und Vermutungen wie vermengt, interpretiert oder auch umgedeutet werden.

Teil 1:

Teil 2:

(Danke Devender)

Einwanderung

Written by Adger
Amerikaner haben eine eigenartige Sicht auf Probleme. Natürlich ist es nicht völlig von der Hand zu weisen, die Probleme der Immigration in anderen Ländern auf die Situation der Indianer "damals", in der Zeit des Kolonialismus, zu übertragen, aber irgendwie waren "damals" die Vorzeichen doch ein ganz klein wenig anders. Habe ich jedenfalls in Geschichte gelernt. Aber wahrscheinlich war das ja alles ganz anders mit der Sache mit den Indianern und so.

Spätestens der Schlußsatz sollte aber dann doch zum Nachdenken anregen:
"And so the Indians lived in harmony with the White Man forever. And imigration was never a problem in America again."
Sicher. Wie war das noch mit der Grenze zu Mexiko?

Sachen gibts... (89)

Written by Adger
Wenn manche Leute basteln...

... kommt eine Kleinkaliber Browning MG dabei heraus. Oder ein Fusionsreaktor.

Thou shalt not surf the Internet!

Written by Adger
St. Petrie Kirche OldenburgDie Kirche hat sich dazu durchgerungen, das Böse in der Welt zu bekämpfen und sich wieder aktiv am täglichen Leben der Menschen zu beteiligen. Mancher mag in diesem Zusammenhang von "Profilneurose" in Verbindung mit einem "wirtschaftlichem Handlungszwang" sprechen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls hatte sich die katholische Kirche neulich überlegt, dass es doch mal ganz sinnig wäre, sich mit dem Zöllibat auseinander zu setzen. Auch das Thema Kondome wurde auf die Tagesordnung gesetzt. Man will ja was für die eigene Popularität tun.

Nun ist es aber erstens die katholische Kirche nicht die einzige Kirche und zweitens ist es wohl mit diesen beiden Themen alleine nicht getan, um die zunehmend um sich greifende Aufklärung aufzuhalten, deren Kern die Abkehr vom Dogmatismus gerade hier in Deutschland für die Kirchen heftige finanzielle Auswirkungen hat. Wenn man nicht an "den" Gott glaubt, wenn man der Meinung ist, die Kirche sei irgendwie "über", warum dann Kirchensteuer zahlen? Wir erinnern uns? Die Kirchensteuer finanziert in Deutschland den Verwaltungsapperat der Kurie. Dort findet man es gar nicht so lustig, wenn man das plötzlich selber bezahlen muss.

Jedenfalls haben sich die Kirchen mit nur unwesentlicher Verzögerung dazu durchgerungen, sich auch den Gefahren der Gegenwart zu widmen und wieder diejenigen Rollen zu beanspruchen, die sie schon von je her als ureigenes angestammtes Hausrecht betrachten: Das Wachen über Anstand, Moral, Sitte und Ordnung. Da passt es doch hervorragend, dass da jemand mal wieder seine Probleme gewaltsam lösen wollte.

Darum ging der Bischof von Berlin Brandenburg und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschland, Wolfgang Huber, zur Zeitung "Die Welt" und unterhielt sich mit der über neue Medien. Genauer über das Internet. Und was mag Tenor dieses Gespräches gewesen sein? Genau! Das Internet fördert die Gewaltbereitschaft! Internetbenutzer sind alles Mörder und Gewaltverbrecher! Die Jugendlichen ganz besonders! Anleitungen für Bombenbau und Trainingsareale für Attentate gibt es im Internet!

Nicht etwa das Fehlen jeglicher Vermittlung irgendeiner Medienkompetenz seitens Schule und Eltern ist Ursache dafür, dass die Jugendlichen mit den Medien nicht umgehen können und die Inhalte in den falschen Kontext setzen. Es liegt nicht daran, dass die Eltern heute in den seltensten Fällen Vorbilder sind, deshalb keine Erziehung durch den Anreiz des Nachahmens mehr stattfindet. Nein, die neuen Medien, das Internet ist der Hort des Bösen! Dann ist es ja nur noch eine Frage der Zeit, bis aus dem südlichen Königreich in Deutschland die Forderung kommen wird, das Internet zu verbieten.

Die Kirchen haben ja schon mal deutlich erklärt, wie ihrer Meinung nach Erziehung aussehen sollte, zum Beispiel im 5. Buch Mose, Kapitel 21, Vers 18-21. Und wie die Kirche sich den Umgang mit Informationen vorstellt, hat sie ja auch schon mehrfach in der Geschichte in aller Deutlichkeit vorgeführt.

Überschrift des Tages (17)

Written by Adger
Auch in der arabischen Welt ist der Fortschritt nicht mehr aufzuhalten, wie uns die Arab News wissen lässt:

Arab News: Data can now be stored on paper
Auch im arabischen Raum hat es sich offenbar herumgesprochen, dass sich Papier hervorragend zur dauerhaften Archivierung von Informationen eignet. Man muss also nicht mehr auf die zuweilen etwas unhandlichen und auch unzuverlässigen Tontafeln oder gar Steinblöcke zurückgreifen, wobei ja gerade letztere ihre enorm lange Lebensdauer schon unter Beweis gestellt haben...

Spass beiseite: Tatsächlich hat ein Student in Bangalore eine Methode gefunden, mit der große Datenmengen von Computern auf Papier gespeichert und wieder ausgelesen werden können. Passen auf eine einlagige DVD 4,7 Gigabyte Daten, passen auf eine der von Sainul Abideen entwickelten "Rainbow Versatile Discs" 90 bis 450 Gigabyte, kosten dabei nur ein Zehntel einer DVD und verbrauchen erheblich weniger Rohstoffe.

Man darf gespannt sein, ob sich dieses Format in einer Welt durchsetzen wird, in der die Industrie gerade erst krampfhaft versucht, dem sich standhaft zur Wehr setzenden Kunden HD-DVD und BluRay aufzuzwingen...

(Quelle: Arab News, Danke maybeArgh)

[Update]

Es sieht so aus, als wenn es sich bei der "Rainbow Versatile Disc" um eine Luftnummer handelt, jedenfalls meldet TechWorld erhebliche Zweifel an der Machbarkeit einer solchen Technologie an. Ob das nun andererseits bedeutet, dass man im arabischen Raum wieder auf andere Formen der Datenspeicherung zurückgreift, bleibt abzuwarten.

(Danke MetalMonster)

Hinweis

Written by Adger
Als ich vor einigen Tagen die folgenden Zeilen schrieb, ahnte ich bereits Böses:
"wer mit einer Suchmaschine umgehen kann, der findet innerhalb einer überschaubaren Zeitspanne mehr als genug Pornographie jeglicher Geschmacks- und Stilrichtung für lau."
Und genau so kam es auch. Ich fand im Serverlog dieses sogenannten oder auch Weblogs folgende Suchanfrage via Google, die mich doch etwas irritierte:

alt und nackt - Suchanfrage via Google
Alt, ok, das kann ich noch verstehen, denn nicht alles, was hier von der Tapirherde verwertet wird, ist brandaktuell, auch das Archiv (siehe rechts im Seitenmenü) wird zunehmend umfangreicher und schließlich werden auch die Autoren nicht jünger. Aber nackt? Und beides zusmmen dann hier? Es graut mir vor der Phantasie mancher Menschen. Es ist aber gut zu wissen, dass man im Kreis Oberndorf in Baden-Württemberg der Meinung ist, die Tapirherde sei eine Autorität in dieser Hinsicht. Irgendwie muss man ja die Gegenden herausfiltern, in denen man keinen Urlaub machen will.

Als ich jedoch dann die nächste Suchanfrage fand, stellte ich mir doch mehrere Fragen:

sex pornos wo man kein passnummer angeben muss - Suchanfrage via Google
Wie bitte? "Sex Pornos"? Die naheliegende Frage, ob es wohl auch "nicht-Sex-Pronos" geben könnte, liegt noch immer im harten Wettkampf mit der schon fast lyrischen Formulierung "wo man kein passnummer angeben muss". Bei welchen Pornos muss man denn bitte eine Passnummer angeben? Ist das ein neuer Fetisch oder so was? Und was bitte hat das mit Tapirherde zu tun? Wir verteilen keine Zero-Day-Access-Passwörter. Und Pornos verkaufen wir auch keine. Noch nicht zumindest. Oder genauer: Ich weiss nichts davon. Und wer eine Anleitung dafür braucht, wie man mit Google Pornos findet, der ist mit den Inhalten der Tapirherde mit einiger Sicherheit völlig überfordert - obwohl... wenn ich so darüber nachdenke... es gibt doch alle möglichen eigenartigen Fetische... Lack, Leder, Latex, Bierdeckel, Windeln, Salzstangen, Foren, Socken, Fische... Ich will diesen Gedanken lieber nicht weiter denken.

Jedenfalls: Tapirherde nix gut Adresse für girl.jpg und so, ok? Hier nur anderer Wahnsinn.

Samstag, November 25, 2006

Kinderspiele

Written by Adger
Thiago Olson FusionsreaktorWem es zu riskant ist, seinen Nachwuchs mit DNA-Untersuchungen zu belasten oder generell den Weg in die Biologie für Spökenkrams hält - etwa, weil der eigene Glaube von anderen Vorstellungen ausgeht, etwa dem, der allumfassenden göttlichen Vorhersehung - der kann seinem Nachwuchs natürlich auch zu anderen Bastelleien verhelfen. Ein paar Physikhandbücher und Werkzeug zur Metallbearbeitung und ein ungenutzter Kellerraum können schon Wunder wirken, wie Thiago Olson, ein 17jähriger aus der Nähe von Detroit, jüngst beweisen konnte.

Im Keller seiner Eltern bastelte er in ca. 1.000 Arbeitsstunden weitestgehend ohne jede fremde Hilfe seine ganz eigene Vakuumkammer zusammen, in der er nicht nur eine gezielte 40.000 Volt Entladung produzieren, sondern auf diesem Weg das sich dort gerade "zufällig" aufhaltende Deuteriumgas zur Fusion anregenen kann...

Könnte helfen Strom zu sparen. Oder sich die Aufmerksamkeit von Militär und anderen Organisationen einzuhandeln.

(Quelle: Detroit Free Press)

Sachen gibts... (88)

Written by Adger
Discovery DNA ExplorerWährend wir hier in Deutschland die höchsten Gerichte bemühen, um klarzustellen, wer wessen Vaterschaft wann wie klären darf und was mit diesem Wissen so alles angefangen werden darf oder kann, siehen das andere Länder irgendwie sehr viel entspannter. In Amerika - wo sonst? - gibt es zum Beispiel das Discovery DNA Explorer Kit zu bestellen, mit dem das neugierige Kind den Eltern quasi "wissenschaftlich fundiert" sehr interessante Fragen stellen kann, die die dann gerne beantworten wollen. Besonders hervorgehoben wird, dass dieses "Kit" nicht etwa nur ein nettes Spielzeug wäre, sondern zu echten Resultaten führt.

VG Cats Salty, must be bloodBestimmt das perfekte Geschenk für entspannte familiäre Weihnachten, wenn man seinen Nachwuchs nicht auf "klassische Testverfahren" zurückgreifen lassen möchte, um herauszufinden, was denn das nun genau für Rückstände auf der elterlichen Tastatur sind...

In dem Kit enthalten sind Zentrifuge, magnetischer Mischer, Elektrophoresekammer, Reagenzröhren, Farbstoffe und DNA-Muster für Experimente. Für nur rund 61 Euro zum Beispiel hier.

Evolution of Gaming

Written by Adger
Schon beeindruckend, was sich in Sachen Grafik bei den Spielen in den "paar" Jahren seit den 1980ern getan hat. Wenn jatzt auch noch die Aspekte, die nicht "Grafik" sind, mithalten würden...

Freitag, November 24, 2006

Mathe

Written by Adger
Ich hab Multiplizieren zwar anders gelernt und ich bin mir nicht 100% sicher, ob das Verfahren wirklich wasserdicht ist, aber es sieht zumindest funktionierend aus, auch wenn ich nicht wirklich verstehe, wieso...

Kann es mir jemand erklären?

Sportlich, sportlich!

Written by Adger
Während manche Leute, die in bestimmten Videos auftreten, wegen der aktuellen Vorkommnisse bei vielen eher Sorgen und Bedenken auslösen, frage ich mich, was die Protagonisten dieses Videos bei denselben Menschen wohl für Gedanken auslösen:

Ich hoffe, es hat sich keiner von denen ernstlich verletzt...

(Danke, Torsten|pl)

Donnerstag, November 23, 2006

Überschrift des Tages (16)

Written by Adger
Das erklärt natürlich, warum die Eingeborenen des Inselkönigreichs auf der anderen Seite des Kanals im Ausland gerne mal unangenehm auffallen:

Rund um die Uhr trinken in Grossbritanien ohne schlimme Folgen
Gilt das auch für Zugereiste und Touristen oder nur für "Ureinwohner"?

(Quelle: Freiepresse)

Mal so gefragt...

Written by Adger
Wir wissen ja alle, dass Computerspiele agressiv machen und zu Amokläufen führen. Wir wissen ja auch alle, dass die Filme derjenigen, die Amok laufen, hinterher gerne als schon lange vorher deutlich erkennbare Warnsignale dargestellt werden. So gesehen stelle ich mal folgenden Film in den Raum (erneuten Dank an Cobr4):

Als was gelten dann die Macher dieses Films? Al Quaeda II?

Welche nimmt er?

Written by Adger
(Danke Cobr4)

Viel hilft viel

Written by Adger
DenkmalDer Junge Mann, der in Emsdetten in einer Schule gewaltsam für Aufmerksamkeit sorgte, mehrere Menschen verletzte und schließlich seinem Leben ein Ende setzte, sorgt auch nach seinem Ableben für rege Betriebsamkeit. Medien und Politik bemühen sich, typisch Deutsch, die "Schuld" auf einen klar definierten Schuldigen zu fixieren. Manche Medien und Politiker machen es sich besonders einfach und geben - mal wieder - "die Schuld" an den Vorgängen den Computerspielen.

Wie manche Menschen über dieses Thema denken, welche Charaktere von welchen Medien wie bedient werden und welches Wissen und welche Interessen und "Fakten" verkauft werden, zeigt hervorragend die Sendung "Hart aber Fair" des WDR zum Thema "Vom Ballerspiel zum Amoklauf". Bayern, bekannt für seine erzkonservative Haltung zu allem, was gegen Gott und König steht, macht jetzt ernst.

Bundesratsministerin Emilia Müller (CSU) kündigte Donnerstag in Berlin an, dass eine Initiative für ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" in der Sitzung der Länderkammer am Freitag erneut eingebracht wird:
"Die Politik ist jetzt gefordert, ein umfassendes Verbot von Killerspielen in Deutschland gesetzlich festzulegen."
Die CSU sieht es als dringend notwendig an - das sagte Kön... 'tschuldigung, Ministerpräsident Edmund Stoiber bereits gestern - alles zu verbieten, was zum Töten animiere. Und weil der Täter in Emsdetten häufig Killerspiele genutzt haben soll (erwiesen ist das nicht, erst recht nicht der kausale Zusammenhang zwischen Tat und Spiel), ist es jetzt zwingend notwendig, dass solche Spiele verboten werden.

Etwaige Bedenken gegen ein gesetzliches Verbot aus verfassungsrechtlicher Sicht soll ein noch nicht öffentliches Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages entkräften. Das bereits zwischen CDU und SPD vereinbarte Entscheidungsverfahren zum Thema soll so auch beschleunigt werden, das sich zur Zeit noch in einer Prüfphase befindet, die bis ins nächste Jahr andauert, um mit den Ländern das grundsätzlich angestrebte Verbot der Killerspiele zu beraten.

Gleichzeitig will Bayern, gerade wegen der aktuellen Fälle von Kindesmissbrauch und der zunehmenden Zahl vernachlässigter Kinder mit zum Teil drastischen Folgen, für Kleinkinder medizinische Pflichtuntersuchungen einführen. Kinder zwischen dem 1. und 5. Geburtstag gelten der Definition nach als "Kleinkinder". Dieser Initiative wollen sich auch Hessen und das Saarland anschließen. Als Sanktionen für eine Verweigerung der Untersuchungspflicht brachte Ministerin Müller eine Kopplung an das Landeserziehungsgeld ins Gespräch.

Counter-StrikeHalten wir fest: Für manche Politiker und Medien lautet die These, dass Computerspiele, die irgendwie Gewalt zum Inhalt haben, böse sein müssen, anders kann das gar nicht sein. Wenn man die verbietet, gibt es keine Anleitung mehr für Gewalt und auch kein Training mehr und eine Indoktrinierung und Konditionierung findet auch nicht mehr statt. Wenn man dann noch die Kleinkinder regelmäßig auf körperliche Schäden untersucht, hat man alles getan, dass die Kinder zu kompetenten Jugendlichen heranwachsen, denen Gewalt fern liegt.

Ich weiss ja nicht ob die Damen und Herren in einer anderen Welt leben - ich vermute es zumindest - aber wie war das? Die soziale Kompetenz eines Menschen wird geprägt durch die Erziehung und sein Umfeld? Was war das mit Medienkompetenz? Wie war das doch gleich mit dem Zusammenhang zwischen Bildung und Sozialisation und Devianz? War da nicht was mit dem wirtschaftlichen Zwang, dass beide Eltern arbeiten müssen?

Oder anders: Der Arbeitsmarkt sieht heute so aus, dass in einer "regulären" Familie beide Elternteile arbeiten müssen, damit die Familie in einigermaßen gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen leben kann. Wenn beide Eltern arbeiten, wer erzieht dann das Kind? Die Schulen und Kindergärten lehnen diese Aufgabe mit allen Mitteln und nach Kräften ab - und bei aller Liebe: Ich bin nicht davon überzeugt, dass die das überhaupt können. Wer erzieht die Kinder? Die Eltern? Wann denn? Die ein oder zwei Stunden am Tag, die eine "Familie" im Regelfall heute ihren Nachwuchs überhaupt zu Gesicht bekommen kann, sollen ausreichen für eine "vernünftige Erziehung"?

In Bayern auf der Alm mag es ja so sein, dass der Nachwuchs mit auf die Weide genommen wird, während Vater und Mutter sich um das Milchvieh kümmern oder so, aber wie soll das bitte in der wirklichen Welt funktionieren? Welche Probleme werden denn tatsächlich durch diese Maßnahmen gelöst? In der Zeit des Internet ist es unerheblich, ob solche Spiele in Deutschland hergestellt werden dürfen oder nicht und es ist noch viel unerheblicher, ob sie hier verkauft werden dürfen. Dann beschafft man sich die Spiele eben im Ausland und zieht sie sich über das Netz! So what? Abgesehen davon, dass man damit noch mehr Geld und Arbeitsplätze ins Ausland treibt, was bringt so etwas?

Und was genau ist der Zusammenhang zwischen der Untersuchung von Kleinkindern und der Erziehung? Man kann einem Kind genug zu Essen geben und es trotzdem erzieherisch völlig vernachlässigen. Wie das Eine das Andere beheben soll, muss man mir noch mal im Detail erklären.

Wahrscheinlich hat der Himmel in meiner Welt die falsche Farbe, aber trotzdem werde ich den Eindruck nicht los, dass man gerade in der "hohen Politik" mancherorts mal wieder das gute alte "viel hilft viel" praktiziert - nur eben leider nicht an den richtigen Stellen, wie zum Beispiel im Bereich Bildung und Soziales.

(Quelle: Reuters)

Ganz harmlos (2)

Written by Adger
Israel PanzerVor einiger Zeit machte sich Israel international viele Freunde durch seine Luftwaffe. Die hatte nämlich irgendwie wohl den Auftrag alles aufzuscheuchen, was irgendwie nicht israelisch ist. Dazu gehörten deutsche Schiffe, Hubschrauber und französische UN-Stellungen. Zwar versuchte die israelische Regierung mehrfach zu beteuern, dass das alles "tragische Mißverständnisse" gewesen waren, doch die Armee zeigt meistens noch am selben Tage, was sie von diesen Aussagen hält.

Frankreich hat jetzt scheinbar die Nase voll. Damit die eigenen Soldaten nicht mehr wie die Karnickel die Schlange anstarren müssen, während sie auf dem Präsentierteller sitzen, dürfen die jetzt Luftabwehrfeuer auf sich bedrohlich verhaltende israelische Militärflugzeuge eröffnen, sobald diese eine Gefahr darstellen.

Das französische UN-Kontingent der UNIFIL im Libanon hat Luftabwehrgeschütze in Stellung gebracht, um Überflüge israelischer Kampfflugzeuge zu unterbinden. Dies sei ein "notwendiger Schritt" gewesen hieß es vergangene Woche von General Alain Pellegrini in Beirut:
"Die Befehle an die Soldaten lauten, dass die Waffen zur Selbstverteidigung da sind. Wenn sich ein Offizier bedroht fühlt, wie es am 31. Oktober passiert ist, hat er das Recht auf den Einsatz von Gewalt"
Israel hat in letzter Zeit mehrfach ungerechtfertigt den libanesischen Luftraum verletzt. UNFIL-Sprecher Milos Strurgar gab an, dass allein am vergangenen Freitag 14 solcher illegalen Flüge registriert wurden, elf davon in der von der UN im Süden des Landes kontrollierten Zone. Unter anderem sei eine israelische F-16 im Tiefflug über das UNIFIL-Hauptquartier geflogen.

Ich bin gespannt, wie Israel darauf reagiert. Wenn irgendjemand da unten die Nase voll hat und im falschen Moment den falschen Knopf drückt, dann könnte es plötzlich zu einer sehr brisanten Eskalation kommen.

(Quelle: n-tv)

Muskatnuss

Written by Adger
Louis De Funes verwandelt sich in "Le Grand Restaurant" (1966) in einen "berühmten" Deutschen:

(Danke, GexMax)

Mittwoch, November 22, 2006

Physik - praktisch angewandt (2)

Written by Adger
Physik - praktisch angewandt (2)

Vor einiger Zeit berichteten wir von einigen Wissenschaftlern, die den Mythen in Sachen "Martial Arts" auf den Grund gehen wollen. Im ersten Teil wurde gezeigt, was mit reiner Körperkraft möglich ist. Heute zeigen wir die anderen Teile der Serie. Klicke auf den jeweiligen Link, um den dazugehörenden Film einzublenden.

Werbung (2)

Written by Adger
Dazu kann man wohl nur sagen: "Wenn das Geschäft härter wird, trocknet der Humor aus."

(Quelle: stefan niggemeier, danke boje)

DEA vs. Oma J.

Written by Adger
RevolverManchmal frage ich mich, ob es vielleicht doch langsam an der Zeit wäre, dass irgendjemand dem Leiden dieser Welt ein Ende setzt. Da berichtet CNN, dass sich drei Zivilfahnder der DEA (Drug Enforcement Administration, US Drogenfahndung) um 7 Uhr morgens eine hübsche Schießerei mit der Bewohnerin eines Hauses geliefert haben, das sie durchsuchen wollten. Laut Polizei lag ein Durchsuchungsbefehl vor und die Fahnder hätten sich zu erkennen gegeben, bevor sie die Tür des Hauses aufbrachen.

Nachdem sie in das Haus eingedrungen waren, wurden sie von drinnen beschossen und alle drei Fahnder wurden angeschossen und dabei unterschiedlich schwer verletzt: Der erste Fahnder wurde am Arm, der Zweite an der Schulter und der dritte an der Hüfte getroffen. Für die Fahnder war das Grund und Rechtfertigung genug ihrerseits das Feuer zu eröffnen und zurückzuschießen, sagte der Einsatzleiter.

Die Fahnder waren wohl die besseren Schützen oder hatten mehr Munition oder irgendwie soetwas, jedenfalls gewannen sie das Feuergefecht gegen die Verteidigerin des Hauses. Das war die 92jährige(!) Kathryn J., die das Haus seit 17 Jahren alleine bewohnt hatte. Eine Nichte der alten Dame berichtete den Medien, dass sich niemals irgendwelche Drogen im Haus ihrer Tante befunden hätten:
"Meine Tante war kerngesund. Ich bin mir sicher, sie ist in Panik geraten, als sie ihre Tür eintraten. Es gab keinen Grund, weshalb sie reingingen und sie wie einen Hund erschossen."
Die Fahnder wurden nach dem Einsatz ins Krankenhaus eingeliefert. Die Nachbarn der getöteten gehen davon aus, dass sich die DEA in der Adresse geirrt hat.

Vielleicht wollte die DEA auch bloß mal herausfinden, wie fit ihre Fahnder wirklich sind. Mit 92 Jahren drei Zivilfahnder der DEA anzuschießen ist schon eine reife Leistung. Für die Behörde jedenfalls ist dieser Vorfall ein ziemliches Armutszeugnis.

(Quelle: CNN)

Hier ist Dein Schild! (1)

Written by Adger
BahnAm Montag wurde wegen einer Schwarzfahrt vor dem Amtsgericht Dortmund gegen eine 17Jährige und ihren 21Jährigen Verlobten wegen einer Schwarzfahrt verhandelt. Die berühmten 40 Euro Fahrgeldnachforderung der Bahn standen zur Debatte. Die Verhandlung lief wohl wie zu erwarten war. Nach der Urteilsverkündigung sollten wie üblich alle Beteiligten ihre Auslagen nennen, damit die Gerichtskasse diese erstatten könne.

Als die 17Jährige auf diese Frage des Richters zunächst nicht antwortete, mischte sich der 21Jährige Verlobte der Frau ein und gab an, dass ihnen keine Kosten entstanden seien, weil sie schwarzgefahren wären, um an der Verhandlung teilnehmen zu können. Diese Aussage wurde wohl von allen im Gerichtssaal anwesenden Personen deutlich verstanden.

Von den als Zeugen anwesenden Beamten der Bundespolizeiwerden die jungen Leute erneut wegen Erschleichens von Leistungen angezeigt und die am Prozess beteiligte Staatsanwältin stellte sich als Zeugin zur Verfügung.

Dazu kann man nur noch eins sagen: "Hier ist Dein Schild!"

(Quelle: Presseportal, Danke schlachti`mcl)

Noch ein Paradigmenwechsel voraus?

Written by Adger
Lambertiekirche in OldenburgDer Vatikan ist die höchste Instanz auf Erden für alle gläubigen Katholiken. Was der Vatikan erlaubt, dürfen alle Katholiken, was der Vatikan verbietet, ist für alle Katholiken verboten. Zwar kann der Vatikan seine Verbote im Gegensatz zu früher nicht mehr gewaltsam durchsetzen, aber er kann zumindest mit vielen anderen grausamen Strafen drohen, die auf den Gläubigen nach seinem Ableben warten. Als Chef des Vatikans ist der Papst derjenige, der das Letzte Wort in allen grundlegenden Entscheidungen hat.

Neulich begann die Diskussion um verheiratete Priester. Ein nicht ganz uninteressantes Thema, zumal es dabei um ein sehr grundsätzliches Thema geht. Das sorgte schon dafür, dass man hier und dort hellhörig wurde. Jetzt kündigt sich eventuelle eine weitere Grundsatzentscheidung des Vatikans an - Dieses Mal zum Thema Kondome.

Bisher ist es Katholiken verboten Kondome zu benutzen. Wer - egal aus welchem Grund - Kondome verwendet, der versündigt sich. Das hat der Katholischen Kirche sehr viele Freunde unter denjenigen beschert, die sich zum Beispiel mit Überbevölkerung und dem Kampf gegen Aids beschäftigen. Das führte letzten Endes zu solch absurden, in manchen Gegenden aber durchaus realistischen Fragestellungen wie: "Ich habe Aids und bin verheiratet. Ich muss meinen ehelichen Pflichten nachkommen. Wenn ich meine Partnerin jetzt mit Aids anstecke, bin ich dann nicht ein Mörder?"

Wie der Vatikan auf genau diese Fragestellung antwortet, ist uns nicht bekannt, aber offenbar muss diese oder eine ähnliche Frage zu einem Denkprozess geführt haben, der jetzt langsam Früchte trägt. Kurien-Kardinal Javier Lozano Barragan spricht davon, dass sich der Vatikan zu einer "verständnisvolleren und offeneren" Haltung durchzuringen scheint. In einem vom Papst Benedikt XVI. in Auftrag gegebenen, 200 Seiten starken Pamphlet geht es nur um das Thema Kondome und deren Benutzung. Nicht etwa aus technischer Sicht, sondern eher aus Sicht des katholischen Dogmas.

Im Kern soll es in Zukunft den Katholiken wohl nicht mehr vollends verboten sein, Kondome zu benutzen. Wenn der Schutz vor Krankheiten, besonders der Schutz vor Aids, im Mittelpunkt steht, dann soll es wohl selbst dem gläubigen Katholiken erlaubt sein, Kondome zu benutzen. "Preiset den Herrn, wir dürfen!" mag der Jubel demnächst mancherorts erschallen.

Der Haken an der Sache? Der steckt im Detail. Es ist nicht so, dass sich etwa irgendetwas an der Haltung zum Thema Sex vor oder außerhalb der Ehe ändere oder gar an der Haltung zum Thema Homosexualität. Der Kurien-Kardinal Barragan stellte klar, dass die Kirche weiterhin ihre Stimme gegen alles erheben werde, was "die Ideologie der freien Liebe" widerspiegelt.

Tjo. War wohl doch noch nichts mit Spaß am Leben.

(Quelle: Tagesschau)

Überschrift des Tages (15)

Written by Adger
Was zum toeten animiert, gehoert verboten
Na dann bleibt ja nicht mehr viel erlaubt. Fernsehfilme: Animieren zum Töten. Musiksendungen mit Heimatmusik: Animieren zum Töten. Autofahrer: Animieren zum Töten. Die USA: Animieren zum Töten...

(Quelle: Spiegel)

Dienstag, November 21, 2006

Lernauftrag

Written by Adger
Der Spiegel ist seit Montag der Meinung, dass wir Deutschen ein entscheidendes Defizit aufzuholen hätten:

Spiegel Magazin Cover Scan Nr. 47 20.11.2006
Ich weiß ja nicht so recht, aber wenn ich mir die Schlagzeilen der anderen Medien so ansehe, die in den letzten Tagen so aufgetaucht sind, dann habe ich irgendwie den Eindruck, dass wir das auch jetzt schon recht gut können:

Morde in den Zeitungen
Ich kann mich natürlich auch täuschen...

Vaterschaftstest

Written by Adger
Baby mit GeldDie Justiz hat seit langen Jahren mit Fällen zu kämpfen, in denen Väter behaupten eben nicht Vater des Kindes zu sein. Normalerweise ist das recht einfach abgehandelt worden: War die Vaterschaft nicht anerkannt, wurde ein Vaterschaftstest angeordnet und das Ergebnis war dann maßgeblich. War die Vaterschaft aber bereits anerkannt worden, so hat der "Vater" halt Pech gehabt, denn rauslassen aus seiner Rolle wollte der Staat ihn nicht. Also besann man sich auf den nachträglichen DNA-Test, um zu beweisen, dass man nicht der Vater ist. Haken an der Sache: Die Mutter muss zustimmen. Das wird sie natürlich nicht tun, denn es steht schließlich der Unterhalt für das Kind auf dem Spiel - erst recht dann, wenn auch sie sich nicht so ganz sicher ist, wer denn nun eigentlich der Erzeuger des Nachwuchses ist.

Irgendjemand hat nun beschlossen, dass es ihm völlig egal ist, ob die Mutter zustimmt oder nicht und hat einen DNA-Test machen lassen - ohne Zustimmung. Das Ergebnis zeigte, dass er nicht der Vater ist. Mit diesem Ergebnis zog er vor Gericht und verlangte anzuerkennen, dass er nicht Unterhaltspflichtig sein könne. Das wurde bis in die höchsten Instanzen abgelehnt und jetzt muss sich das Bundesverfassungsgericht damit auseinandersetzen.

Angeblich - so heisst es aus den Kreisen der Politik - geht es um das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und den Familienfrieden und den Schutz der Familie und so weiter. Das Argument, dass Auseinandersetzungen um das Geld nicht auf dem Rücken der Schwächsten, der Kinder, ausgetragen werden dürften, wird bestimmt auch noch kommen. Aber worum geht es tatsächlich?

Es geht um Geld. Um viel Geld. Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 10% aller Väter gar nicht Vater "ihres" Kindes sind. Wenn diese 10% jetzt plötzlich nicht mehr unterhaltspflichtig wären, weil sie nachweisen könnten, dass sie nicht der Vater sind, dann gäbe es da ein Problem: Die Mutter muss den Vater des Kindes nicht benennen. Sie kann dazu nicht gezwungen werden. Vielleicht kann sie es auch gar nicht.

Wer versorgt das Kind finanziell? Der "ursprüngliche" Vater ist raus aus der Pflicht, weil er ja nachweisen konnte, dass er gar nicht verantwortlich ist. Von Rechts wegen ist dann der Staat dazu gezwungen, sich um die Versorgung und die "Betriebskosten" des Kindes zu kümmern: über die Jugendämter etc. Im Endeffekt zahlt der Steuerzahler. Zwar nicht bis zu dessen Volljährigkeit, aber doch einige Jahre. Das summiert sich zu einer gewaltigen Summe auf, wie sich jeder schnell ausrechnen kann. Bei niedrig angesetzten 200 Euro Unterhalt durch "das Amt" und nur die 0-14jährigen gerechnet, kommt man auf fast 1,2 Millionen potentielle Leistungsempfänger und rechnerisch auf mehr als 2,8 Milliarden Euro.

Pro Jahr, wohlbemerkt.

Dazu käme das Problem, dass wohl alle Feministinnenverbände und Vereine zum Schutz der unehelichen Kinder und der alleinerziehenden Mutter etc. pp. Sturm laufen würden und derjenigen Partei, die ein entsprechendes Urteil in ihrer Legislaturperiode einstreichen würde, die Wählerstimme bei der nächsten Wahl verweigern würde.

Worum geht es also? Nicht etwa um die soziale Gerechtigkeit. Nicht um das Kind, nicht um die Familie - ich möchte die Familie sehen, in der die Frau die Zustimmung zum DNA-Test verweigert, wenn der Mann erhebliche und evtl. sogar begründete Zweifel an seiner Vaterschaft hat und den dort herrschenden "Familienfrieden". Es geht um Machterhalt (Wählerstimmen) und Geld. Mehr nicht.

Darum möge keiner damit rechnen, dass der BGH "bald" ein Urteil fällen wird und ich für meinen Teil rechne auch nicht wirklich damit, dass dieses Urteil zugunsten des Vaterschaftstestes ausfallen wird. Sozialleistungen sind halt teuer und der Staat will nicht mehr bezahlen.

Vor diesem Hintergrund kann man eigentlich nur jedem Mann, der auch nur den Hauch von Zweifeln hat, raten, die Vaterschaft anzuzweifeln und einen Vaterschaftstest von Amtswegen durchführen zu lassen. Ist er der Vater, zahlt er halt den Test und in der Folge Unterhalt. Ist er nicht der Vater, zahlt er nichts und das Thema ist durch.

Das angesichts solcher kalten Rechnungen die "Menschlichkeit" auf der Strecke bleibt, sollte niemanden wundern.

(Quelle: Tagesschau)

WM 2006 Aftermath

Written by Adger
Was während der Fussball-WM so alles abging, was wir nicht mitbekommen sollten:

(Danke, NeMiX)

Action!

Written by Adger
RevolverBei uns stürzen sich die Medien ja gerade darauf, dass Computerspiele, Metal-Musik, die Vorliebe für dunkle Klamotten und Paintball- bzw Softairwaffen eindeutige Anzeichen für einen Amoklauf sind. Da darf man dann doch schon mal fragen: Wenn das alles so untrügliche Anzeichen sind, warum, liebe Medien, habt ihr dann nicht vorher was unternommen? Hinterher zu behaupten "das war ja offensichtlich", um nicht zu sagen "das war ja unvermeidlich", hat was von einem schrägen Verständnis von Ursache und Wirkung. Wir kennen das ja bereits.

Mich wundert nur, dass noch niemand die Medien zur Verantwortung gezogen hat, die hinterher immer beweisen können, dass es vorher bereits unübersehbare, untrügliche und garantiert echt super stichhaltige Beweise dafür gab, dass es gar nicht anders kommen konnte. Wie war das noch mit §13 StGB "Begehen durch Unterlassen"? Wir werden sicher wieder eine unheimlich sach- und themenorientierte Diskussion quer durch die Medien und die Politik erleben ("Herstellungsverbot", "Jugendschutz", "Mehr Sicherheit in den Schulen") und ich bin mir sicher, dass am Ende wieder keiner Schuld gewesen ist, dass alles halt eben eine tragische Verkettung noch sehr viel tragischerer Umstände war und das man sich irgendwann demnächst mal mit Experten zum Thema zusammensetzen müsste, um das Thema genauer zu erörtern...

"Hornberger Schießen" anybody?

Sind SIE hier? (2)

Written by Adger
Angeblich sind "sie" hier. Unter uns. Und nicht etwa aus friedlichen Gründen.

Things that make you go "hmmm".

Besucht die USA! - Ok, Aber Warum?

Written by Adger
Was geht ab in Amerika? Was ist da drüben los mit den Leuten? Ich mein, dass Onkel George versucht, sich heimlich still und leise davor zu schützen, nach seiner Amtszeit vor Gericht gestellt zu werden, ok, das war ja zu erwarten. Auch das mit dem Rassismus der Amerikaner ist nicht gerade neu, auch wenn ich doch etwas überrascht war "Kramer" (Michael Richards, Seinfeld) vor großem Publikum so abgehen zu sehen. Auch fehlen mir doch ein klein wenig die Worte bei Bill O'Reillys vielsagender Ansage im Radio, die - grob zusammengefasst - Fans von Spielekonsolen iPods zu Terroristen und Vollidioten degradiert.

Klar, ich kann verstehen, dass die USA langsam merken, dass sie ein Imageproblem haben. Das dürfte auch der Grund sein, warum mehr und mehr Stimmen in die Medien lanciert werden, sei es als Reisebericht oder als Kolumne. Die sollen uns davon überzeugen, wie toll es doch in Amerika ist und dass wir da auf jeden Fall hin müten, in das Land des liberalen Waffenrechts, der Todesstrafe und des beherzten Vorgehens der Polizei. Auf der anderen Seite ist es doch erfrischend zu sehen, dass auch in den USA mit dem politischen Gegenüber vollkommen frei von Zynismus und ausschließlich problemorientiert umgegangen wird.

Auch dort drüben hat man erkannt, dass das Christentum eventuell nicht der Weisheit letzter Schluss ist, andere "Religionen" aber auch nicht so viel besser sind. Da ist es doch beruhigend zu wissen, dass man sich dort über so wichtige Themen wie "schwule Pinguine in Bibliotheken" Gedanken macht und sehr darum bemüht ist, seine Verbündeten zu schützen.

Und die Amerikaner fragen sich wirklich, warum wir so kritisch reagieren und nicht wirklich bock darauf haben, mit sowas in den Zusammenhang gebracht zu werden?

[Edit:]

Irgendwie scheint das Thema gerade "in" zu sein. Heute Mittag meldete die Tagesschau:

Angst vor US-Behoerden schreckt Urlauber ab
Sieht so aus, als wenn der zurückgehende Tourismus den USA irgendwie finanziell weh tut und das Image im Ausland auch als nicht ganz unwichtig erkannt wurde.

Sonntag, November 19, 2006

Überschrift des Tages (14)

Written by Adger
HeuschreckeManchmal überrascht mich die Menschheit wirklich. Ich wusste ja, dass in manchen Gegenden Eigenartige Namen durchaus üblich sind - ein Blick in die aktuellen Namensregister zeigt, wie weit Verbrechen wider die Menschlichkeit bei frisch gebackenen Eltern sind. Für die Namen, die manche "Eltern" heute ihren Kindern angehängen, wären selbige zu früherer Zeit ohne langen Federlesens ertränkt worden. Aber diese Überschrift bei n-tv ließ mich einige Zeit über das Glück nachdenken, mit einem Allerweltsnamen fernab jeglichen erzkonservativen Traditionsbewustseins zu leben:

Frauen legen alte Vornamen ab
Mal wieder Saudi-Arabien. Hatten wir heute ja schon mal, wir erinnern uns? (Das ist da, wo Frauen für das vergewaltigt werden bestraft werden.) So wie ich zu meiner nicht geringen Verblüffung lernen musste, vergibt man dort Namen, die bei uns bestenfalls als Spottnamen benutzt werden. In der Gegend um Mekka herum (das ist da, wo der Steinwürfel steht, wohin alle Moslems dieser Welt irgendwann mal pilgern wollen oder müssen oder so) werden Frauen tatsächlich Namen wie "Glatzkopf" ("Salaa") oder "Heuschrecke" ("Dscharada") gegeben. Nicht etwa, weil sie denen ähnlich sähen oder weil es sonstwie Ähnlichkeiten gäbe, sondern weil die jeweilige Großmutter auch so hieß. Quasi "Tradition".

Um so erstaunlicher, dass sich schon im Jahr 2006 ganze 30 junge Frauen dazu durchringen konnten, diese Namen abzulegen, nachdem selbst Gelehrte des Islam bemerkt hatten, dass es doch irgendwie das Recht eines jeden Menschen ist, etwas gegen die ihm angetanene seelische Grausamkeit zu tun - in diesem Fall den Vornamen abzulegen.

Respekt. Scheinbar ist der Islam doch gar nicht so Rückständig, wie ich dachte.

(Quelle: n-tv)

Fundsachen

Written by Adger
Kleinbus abschleppenAutos stehen manchmal herum. Nicht nur die üblichen Pkw, sondern auch deren größere Verwandte, zum Beispiel Kleinbusse. Manchmal sogar einige Tage lang. Das passiert sogar in so ländlichen Gegenden wie Berlin. Und manchmal werden Passanten sogar neugierig und riskieren einen Blick. Oder auch zwei. Wenn im Auto Interessantes zu sehen ist vielleicht auch drei oder vier. So auch in diesem Fall. In einem in Berlin tagelang in einem Wohngebiet am Straßenrand geparkten Kleinbus entdeckten Passanten und Anwohner ein recht umfangreiches Waffenarsenal, zu dem neben einigen Gewehren und Pistolen auch eine Panzerfaust sowie Munition und Sprengstoff gehörten, berichtet n-tv.

Die Polizei wurde verständigt, der Kleinbus abgeschleppt und der Eigentümer verhaftet, der - nach Informationen der Berliner Polizei - als "Krimineller" bekannt sein soll. Unser normalerweise gut informierter Informant aus Berlin verneinte auf Anfrage zwar hartnäckig, dass sich Berlin auf einen Bürgerkrieg vorbereite und vermutete vielmehr eine dort in Erprobung befindliche Variante der Eigentumssicherung am Pkw, eine Art Alarmanlage. Wir meinen jedoch, dass eine gewisse Skepsis doch irgendwie angeraten sein könnte.

Wenn da schon die Waffenlieferanten tagelang unbemerkt am Straßenrand parken, was mag dann in den ganzen Lkw unterwegs sein, die tagtäglich durch unsere Hauptstadt gondeln? Stehen wir etwa am Rande eine Revolution? Autonome Zone Berlin? Andererseits... vielleicht handelt es sich ja auch nur um Vorbereitungen für den bevorstehenden Weihnachtseinkauf um sich vor all zu hartnäckigen Mitkonsumenten zu schützen? Wer weiß das schon so genau?

(Quelle: n-tv)

Tapirherde antwortet (2)

Written by Adger
"Warum 'Tapir'?" ist eine der uns am häufigsten gestellten Fragen. Unmittelbar nach "Darf ich Dich heiraten?" "Willst Du Vater meiner Kinder sein?" und "Wieviel Geld darf ich Dir schenken?". Dank der intensiven Recherche unseres hochgeschätzten "PG"-Mitglieds Basti hier eine kurze und wohl alles Wichtige erklärende Antwort:

"...better than you!" Mehr Argumente braucht es einfach nicht.

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Recht im Islam

Written by Adger
auspeitschenSaudi-Arabien, eines derjenigen Länder, das von Onkel George als wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den Terror angesehen wird, hat ja nicht erst seit gestern einen eigenartigen Ruf, was seine Moralvorstellungen angeht. Man erinnere sich nur an die Empfehlungen seiner königlichen Hoheit, König Abdallah bin Abdelaziz Al Saud, an die Presse des Landes.

Jedenfalls kommt es auch in diesem durchaus fortschrittlichen Land hin und wieder zu Verbrechen, die auch in anderen Gegenden dieser Welt vorkommen: Irgendwo in Saudi-Arabien war eine Frau mit einem Mann in einem Auto unterwegs. Sie wurden von einem anderen Auto und sieben Männern darin verfolgt und schließlich gestoppt und zu einer Farm irgendwo im nirgendwo entführt. Die Frau wurde von den Männern mehrfach vergewaltigt.

Worin sich allerdings dieses Königreich und die meisten anderen gegenden der Welt unterscheiden dürften, ist das Prozedere, dass sich dem Verbrechen anschließt. Das Strafgericht von al-Qateef verurteilte vier der Täter zu modernen Maßnahmen der Resozialisierung (die bestimmt auch viele Anhänger in Deutschland finden dürfte). Die Täter wurden zu jeweils 1000 Peitschenhieben und fünf Jahren Gefängnis, 800 Hieben und vier Jahren, 350 Hieben und vier Jahren und 80 Hieben und einem Jahr veruteilt. Ihnen wurde zugute gehalten, dass sie alle verheiratet waren. Dem fünften, der das Ganze mit dem Handy filmte, steht der Prozeß noch bevor und zwei weiteren Mittätern gelang die Flucht.

Und damit auch die Opfer in Zukunft vor solcherlei Unbill geschützt sind, wurden sie gleich mit verurteilt. Sowohl der Fahrer als auch die Frau, die Opfer der Vergewaltigung geworden war, wurden zu jeweils 90 Peitschenhieben verurteilt. Ihnen wurde das Verbrechen vorgeworfen, nicht miteinander verheiratet gewesen zu sein, als die beiden zusammen in einem Auto unterwegs waren.

Vielleicht sollten sich die Befürworter eines härteren Strafrechts mal vor Augen halten, was uns von anderen unterscheidet und ob sie wirklich wollen, dass wir diese Errungenschaften aufgeben.

(Quelle: Jerusalem Post)

Sachen gibts... (87)

Written by Adger
USB Augen WaermerIch gebe es ja zu: Von Kosmetik, Wellness und so Zeugs habe ich nicht unbedingt so die pralle Ahnung, darum mag man (oder Frau) mir verzeihen, wenn ich diese Erfindung hier nicht sofort verstehe. Irgendeine Firma im fernen Japan hat eine Augenmaske entwickelt, die deren Träger Entspannung und Wohlbefinden verschaffen soll. Durch Wärme. Das kann ich ja zum Teil noch nachvollziehen. Meine Probmleme beginnen an der Stelle, an der es heißt "per USB". Ich vermute zwar, dass sich dieses Gerät - ich nenne es mal "Entspannungsmaske" - seine Heizspiralen über die Stroversorgung des USB-Ports eines Computers oder Laptops aufheizt, aber wer um alles in der Welt wirft seinen Rechner zum Schlafen an? Und verlegt dann zig Meter USB Kabel?!

Naja, vielleicht ist das ganze auch nur eine Art Gag für andere, denn per USB kann man ja auch grillen... Vielleicht werden die Benutzer ja freundlicherweise für die restliche Umwelt gekennzeichnet... Brandings sollen ja "in" sein...

Preis und Lieferbarkeit sind nicht bekannt, aber wer sowas unbedingt haben will, kann ja mal mit der Firma Kontakt aufnehmen.

Sachen gibts... (86)

Written by Adger
Hund Windel GeschirrBei einigen Erfindungen weiß ich einfach nicht, ob ich in lautes Gelächter oder in Tränen ausbrechen soll. Ich mein, ja, der Erfinder (die Erfinderin?) meinte es bestimmt gut und tat alles in bester Absicht. Trotzdem ist das Resultat irgendwie albern. Nützlich vielleicht, aber albern. Wer bitte schnallt seinem Taschenhamster im Vollbesitz geistiger Kräfte SOWAS um? Und geht dann damit wohlmöglich auch noch vor die Tür?

Falls doch irgendjemand unbedingt Interesse daran hat: Das STA-ON Haustier Windel Geschirr (Patent pending) gibt es beim Erfinder zu bestellen. In vielen bunten Farben. Für fast alle Tiergrößen, Hunde und Katzen. Für 13 bis 16 Euro. Funktioniert mit "normalen" Kinderwindeln. Befreit davon, wesentliche Verhaltensänderungen bei der Interaktion mit denkenden Wesen zu zeigen.

Fat Cocks

Written by Adger
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist bestimmt ein ernstzunehmendes Problem, aber... äh... "Fat Cocks"?

Andererseits... Amerika...

Samstag, November 18, 2006

Wasserspiele

Written by Adger
Wenn man an Wasserpistolen denkt, dann denkt man meistens an sowas handliches, mit dem Kinder herumrennen und im Sommer allem und jedem mit auf die Nerven fallen. Oder man denkt vielleicht an die Variante für die größeren Kinder, für den (unfreiwilligen) "Wet T-Shirt Contest". Da gib es ja auch genügend abstruse Sachen. Wenn aber die Feuerwehr von "Wasserpistolen" redet und davon, wie man das auf die Spitze treibt, dann kommt sowas dabei heraus:

Man nehme einen T34, entferne den Turm, baue stattdessen zwei Mig-Turbinen oben drauf, sorge für ausreichend viel Wasser und schon hat man eine Wasserpistole, mit der man brennende Ölquellen auspusten kann.

Sachen gibts... (85)

Written by Adger
DosenkommunikatorDamals, als man noch klein war, hatte man irgendwann mal gezeigt bekommen, dass man mit zwei Dosen und einem Stück Schnur eine Art "Telefon" basteln kann. Für kleine Kinder ist das eine echt tolle Sache und garantiert mindestens 10 Minuten Spielspaß. Der Designer Duncan Wilson hat sich wohl an diese herausragend belustigende Technologie erinnert und einen Dosenkommunikator erfunden. Mit den Worten des Designers:
"The form and function of the Cup Communicator refer to the ‘two-cans and string' children's toy and the physical factors involved with that device. This typology and its associations remind us of the magic and playful intrigue of our first communication devices that has been lost by the desire for more efficient forms of telecommunication."
Zu deutsch: Es ist kein Schritt zurück in der technologischen Entwicklung, es ist Design.

Und es ist bestimmt sauteuer, sobald es auf den Markt kommt.