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Samstag, September 30, 2006

Scheiss auf Dominoday (2)

Written by Adger
Mancher wird sich noch daran erinnern, wie einige Japaner aus ihrer Wohnung einen Domino-Day-Event gemacht haben. Hier eine etwas andere Variante, die aber nicht weniger beeindruckend ist:

Hätte man mir vorher erzählt, dass Domino und Pool miteinander kombiniert werden können, ich hätte wahrscheinlich gelacht...

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Alles wird teurer...

Written by Adger
GeldautomatGEZ-Gebühren Gesetzliche Rundfunkgebühren müssen wir "demnächst" nicht nur dafür zahlen, dass wir uns theoretisch Sendungen antun könnten, die sich niemand freiwillig ansehen wird, der nicht unter dem Einfluss stärkster Psychopharmaka steht oder die bemitleidenswerte Grenze zur Senilität längst überschritten hat und dehshalb alle 10 Sekunden die Welt völlig neu entdeckt. In Zukunft muss man nicht nur zahlen, wenn man Rundfunk oder Fernsehgeräte besitzt, sondern auch dann, wenn man im Internet unterwegs ist.

Das ist in etwa so, als wenn man Gebühren dafür bezahlt, dass man theoretisch aus dem Fenster springen kann oder sich in Messer stürzen könnte und jetzt zusätzlich noch dafür zur Kasse gebeten wird, weil man ja auch zusammen mit dem Toaster in die mit Wasser gefüllte Badewanne klettern könnte. Zwar hat man sich inzwischen schon soweit geeinigt, dass zukünftig für den Konsum der Internetangebote der öffentlich - rechtlichen Rundfunkanstalten nicht mehr der volle, sondern nur ein reduzierter Gebührensatz von fünf Euro irgendwas fällig wird, aber was man uns bislang versucht zu verschweigen ist, was tatsächlich an Kosten auf uns zu kommt.

Es ist nämlich auch für Firmen und Handybesitzer mit tollen neuen Features jetzt die Zeit der GEZ-Gebührenpflicht Verpflichtung, gesetzliche Rundfunkgebühren zahlen zu müssen, angebrochen. Jaha! Zusammen mit dem Handyvertrag gibts zukünftig gleich noch den GEZ-Meldeschein dazu! Und die Firmen werden die nicht geringen GEZ-Gebühren gesetzlichen Rundfunkgebühren ganz bestimmt selber tragen. Die werden diese Kosten natürlich nicht auf den Kunden abwälzen. Ach was, das wäre ja völlig aus der Luft gegriffen.

Ist übrigens schon jemandem aufgefallen, dass Geldautomaten auch einen Internetanschluss haben? Und Geldkartengeräte? Und diese Buchungsgeräte an der Kasse für das Bezahlen per Kreditkarte / EC-Karte?

(Quelle: FAZ)

Der Islam ist friedlich, verstanden!?

Written by Adger
Der Islam steht dem Christentum ja ganz besonders in der jüngeren Vergangenheit sehr aufgeschlossen und konstruktiv gegenüber. Während man sich jegliche Kritik an den eigenen Dogmen und Verhaltensmustern und so weiter verbittet, verlangt, nein, fordert man im gleichen Atemzug, dass die eher christlich ausgerichteten Gesellschaften sich doch gefälligst zurückzunehmen haben um die Ausweitung des Hoheitsraumes des kritisierten Glaubens auf Kosten der eigenen Gesellschaftsstruktur zuzulassen.

Wohl keine Religion auf dieser Welt steht seit Jahren so sehr in der Kritik, wie der Islam, der immer wieder militante Extremisten hervorbringt, die ihrerseits dann wieder mordend im Namen ihrer Religion und ihres Propheten durch die Welt ziehen. Es könnte schwierig werden in der westlichen Welt verleichbare Handlungsmuster zu finden, die im Namen der Religion oder einer religiösen Figur abgespult werden. Wie verwunderlich ist es da, dass der Generalsekretär der CDU, Ronald Pofalla, in der Bild am Sonntag schreibt:
"Das Problem religiös motivierter Gewalt ist heute fast ausschließlich ein Problem des Islam"
Das lassen sich die Muslime natürlich so nicht sagen und feuern mit den Killerargumenten unserer eigenen Werteordnung zurück, die im Islam eher nicht befürwortet oder gefördert oder gar gewollt sind. Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime in Deutschland entgegenete der Feststellung Pofallas, dass es ihm nur um Stereotypen und Vorurteile ginge.
"Und genau das steht der demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft schlecht zu Gesicht."
Und weil ja schon so unheimlich viele Argumente gegen den artikulierten Vorwurf des Herrn Pofalla vorgebracht wurden, dachte sich Herr Mazyek, dass es doch gar nicht schlecht wäre, jetzt mal etwas Farbe ins Spiel zu bringen. Und das machte er dann auch ganz geschickt. Eigentlich, so Herr Mazyek, will Herr Pofalla nämlich nur von den Problemen in seiner eigenen Partei ablenken. Eigentlich gibt es nämlich gar keine religiös motivierten Gewalttaten durch Moslems. Der Islam ist nämlcih überall auf der Welt super friedlich!

Und wer das nicht glaubt, diese Ungläubigen werden mit dem Jihad vom Antlitz der Erde vertilgt werden! Also: Watch out! Wer aber jetzt behauptet, dass die christliche, westliche, Welt so viel besser ja auch gar nicht sei, der sollte das nicht zu laut sagen, denn sonst schicken wir eventuell die Befreier der Neuzeit vorbei!

Mehrheiten

Written by Adger
Es gab mal eine Zeit, da behauptete Tante Angie, dass die Mehrheit der Deutschen ihr und ihrer Partei "ganz eindeutig" einen Regierungsauftrag erteilt hätte. Mit diesem Argument setzte sie letztendlich durch (erste) Bundeskanzlerin zu werden. Der Koalition aus CDU/CSU-SPD gelang trotz aller Unkenrufe ein recht beeindruckender Start und international beurteilt man die Fortschritte Deutschlands sehr positiv.

Hier in Deutschland allerdings sieht man das ganz anders. Die Situation am Arbeitsmarkt findet kaum jemand "beruhigend", kann auch nicht, wenn immer mehr Vollzeitarbeitsverhältnisse in 1-Euro-Jobs umgewandelt werden oder durch Praktikanten oder Leiharbeiter besetzt werden. Auch die zunehmende Steuerbelastung durch direkte wie indirekte Steuern geht den Menschen in Deutschland gnadenlos auf den Sack: Während sie selber ohne Ende zahlen dürfen, kommen Firmen und Konzerne nahezu steuerfrei davon - trotz Milliardengewinne.

Das Resultat zeigt sich in Umfragen, die - obwohl es immer wieder schön geredet wird - langsam aber sicher ein ziemlich beunruhigendes Bild zeichnen. Besonders dramatisch wird das Bild mit einer aktuellen Umfrage von Forsa zum Thema "Zufriedenheit mit der Bundesregierung", deren Ergebnis sich in einem Satz zusammenfassen lässt: "Niemand ist mit der Regierung zufrieden":

Zufriedenheit mit der Regierung in Deutschland, Mai 2006 - September 2006
Im Mai waren ja immerhin noch sagenhafte 16% der Bevölkerung mit der Regierung zufrieden. Ein viertel Jahr später sieht die Situation nicht gerade nach einer Trendwende aus: nur noch ganze 10% sind mit der Bundesregierung zufrieden. Ob allerdings die Zufriedenheit so weit sinkt, dass die inzwischen generell eher phlegmatischen Deutschen für ihre Interessen wieder auf die Straße gehen, steht in den Sternen. Das Schlimme an der Sache ist ja: Selbst wenn die aktuelle Regierung in die Wüste geschickt wird, wie soll denn die Alternative aussehen? Ob eine der jetzt in Koalition regierenden "Volks"parteien irgendetwas großartig anders machte, als sie es jetzt tut, darf bezweifelt werden. Ob die Oppositionsparteien wirklich das Ruder herumreißen können? Wohl keiner traut einzelnen Mitspielern der deutschen Parteienlandschaft zu, Deutschland vernünftig und effizient leiten und lenken zu können.

Was also tun? Augen zu und durch? Auswandern? Planieren und neu?

Sachen gibts... (53)

Written by Adger
SensorfreshQ (tm)"Gammelfleisch", "Rinderwahnsinn" und "Vogelgrippe" und was nicht noch alles sind Schlagworte, die uns immer wieder daran erinnern, dass die "Fleischberge" und die "Milchseen" der europäischen Erzeugergemeinschaft der Agrarproduzenten nicht so ohne Weiteres und schon gar nicht ohne Gewinnmaximierung verschwinden. Vom Staat brauchen wir als Kunden nicht auf Hilfe oder gar Schutz zu hoffen. Was bleibt ist mal wieder Eigeninitiative.

Da aber nicht jeder eine Ausbildung zum Lebensmittelgutachter (oder wie die auch immer heißen mögen) in der Tasche hat und auch nicht jeder weiß, wie denn nun unbedenkliches von bedenklichem Fleisch unterschieden werden soll, gibt es den SensorfreshQ™ für Fleisch und Geflügel. Dieses Ding schnuppert (quasi) am Braten und zeigt mit LEDs an, ob man beruhigt den Ofen anheizen, oder den Metzger verklagen kann.

Das Dingen hat auswechselbare Detektoren (sogenannte QCards), die jeweils 200 Tests oder grob zwei Monate halten. Wenn die aktuelle QCard am Ende ist, schaltet sich das Gerät ab.

Der SensorfreshQ™ kostet rund 70 Euor (plus Porto und so), das Doppelpack QCards rund 8 Euro (ebenfalls plus Porto etc) bei zum Beispiel Sharper Image

Sachen gibts... (52)

Written by Adger
Menschen sind gerne faul. Deshalb entwickelten die Japaner den Book Time 5000. Das Dingen sieht aus, wie ein etwas mißglücktes TFT-Gehäuse, aber es kann etwas, das kein anderes TFT kann: Es kann die Seiten eines Buches umblättern. Entweder auf Knopfdruck oder in einem "Slideshow"-Modus automagisch alle zwei bis acht Minuten. Kostet wohl gut 2.500 Euro das Dingen.

Free Hugs

Written by Adger
Ohne Worte.

Freitag, September 29, 2006

Messias

Written by Adger
Bush - AhmadinedschadWenn es um den Wahnsinn (oder die Idiotie, je nach Lesart) bestimmter Staats- und Regierungschefs geht, ist man ja manchmal ganz weit vorne dabei, wenn es darum geht, daruaf herumzureiten und sich lustig zu machen. Wenn andere aber Vergleichbares tun, dann passiert merkwürdigerweise nichts. Als Onkel George sich darauf berief, mehr oder weniger "im Auftrage Gottes zu handeln" (ist ja in den USA nicht ganz so selten bei Politikern), gab es ziemlich viel Wind. Wenn man sich jetzt vorstellt, Onkel George würde vor der UN die Rückkehr von Jesus ankündigen - was den Beginn der Apokalypse bedeutet - wie würde die Welt da wohl reagieren?

Keine Sorge, so weit hat er es nicht getrieben. Aber ein anderer hat genau das gebracht. Onkel Mahmud aus dem Iran hat mehr oder weniger genau das getan. Er kündigte an, dass Allah den perfekten Menschen senden würde. Der wiederum ist der sogenannte Mahdi, eine dem Messias vergleichbare Figur der schiitischen Glaubenslehre. Der Haken ist, dass nach der schiitischen Eschatologie vor der Ankunft des Mahdi eine Apokalypse stattfinden wird, die einen Großteil der Erde eher tot als lebend zurücklassen wird.

Wenn Onkel Mahmud jetzt irgendein wirrer Spinner in seiner Hütte in den Bergen wäre - alles kein Problem. Aber er ist eben genau das nicht. Er ist vielmehr Präsident eines Landes mit mehr als 68 Millionen Einwohnern, ziemlich umfangreichen Ölvorkommen, viel Einfluss im Nahen und Mittleren Osten, das sich außerdem gerade aktiv bemüht, irgendwie mit der Atomkraft voran zu kommen. Ich weiß ja nicht wie es anderen geht, aber ich mache mir bei diesem Kontext schon ein paar Gedanken...

Alle gleich...

Written by Adger
Onkel George traf sich am Donnerstag mit den Senatoren "seiner" Partei hinter verschlossenen Türen. Hinterher wollte die Presse gerne wissen, was man denn so besprochen hätte. Senator Trent Lott antwortete darauf, dass Onkel George nicht zum Verlauf des Krieges im Irak gefragt worden wäre.
"Nichts davon." Sie sind die einzigen, die von diesem Thema besessen sind. Wir sind das nicht und die wirklichen Menschen in der wirklichen Welt sind es überwiegend auch nicht."
Allerdings gab er zu, dass er Probleme habe, die Motivation hinter der Brutalität im Irak zu verstehen:
"Es ist schwierig für Amerikaner, uns alle, mich eingeschlossen, zu verstehen, was bei diesen Leuten falsch läuft." "Warum töten sie Menschen anderer Religionen aus religiösen Gründen? Warum hassen sie die Israelis und lehnen deren Existenzrecht ab? Warum hassen sie sich gegenseitig? Warum töten Sunniten Shiiten? Wie erkennen sie den Unterschied? Für mich sehen die alle gleich aus."
Vielleicht hat der Herr Senator hier ein fundamentales Problem ausgesprochen, dessen Bedeutung und Tragweite den Amerikanern überhaupt nicht klar ist: Ihnen fehlt jegliches Verständnis für andere, aber dennoch spielen sie gerne den Lehrmeister und wollen diesen anderen erklären, wie man es "richtig" macht...

(Quelle: CNN)

Der Glaube - Wohin geht die Reise?

Written by Adger
Ich wäre sehr interessiert daran die Gegenargumentation zu den in diesem Film vorgetragenen Gedanken zum Thema Glauben und Religiösität zu hören.

Haarmode mal anders

Written by Adger
Ich wette Dollar gegen Pesos, dass irgendwo die Diskussionen losgehen von wegen "Das ist echt" - "Nein, ist es nicht, das ist ein Fake" - "Gar nicht!" - "nwohl!" - "nä!" - "Du bist doof!" - "selber..."

China

Written by Adger
Wenn das Wort "SDI" fällt, oder "Star Wars", dann denkt man unweigerlich zuerst an die Amerikaner und deren zum Teil etwas eigenwillige Ideen den Nordamerikanischen Kontinent vor allerlei unwillkommenen Friedenserhaltenden Errungenschaften zu schützen. In dieses Szenario gehören auch Hochleistungslaser, die anfliegende Raketen zerstören sollen.

Wer denkt dabei aber an die Chinesen? Wohl kaum einer. Und wer kann sich ernsthaft vorstellen, dass die Chinesen solche eine Technik bereits heute einsetzen? Wohl noch viel weniger. Um so erstaunlicher ist ein Bericht des britischen Telegraph, in dem davon berichtet wird, dass die Chinesen Hochleistungslaser einsetzen, um die amerikanischen Spionagesatelliten zu blenden. Diese mit fortgeschrittenen und hochauflösenden Kameras ausgestatteten Satelliten (z.B. die Keyhole-Serie) aber auch solche, die auf Radar basieren (z. B. die Lacrose-Serie) wurden nach Aussagen aus US-Amerikanischen Kreisen bereits mehrfach in den vergangenen Jahren Ziel solcher erfolgreichen Angriffe.

Ein Bericht aus dem Pentagon besagt, dass China US-Amerikanische Satelliten mit einem Laser vom Boden aus mit einem Lichtstrahl blenden könne um zu verhindern, dass Spionagefotos gemacht werden könnten:
"Evidence exists that China is improving its situational awareness in space, which will give it the ability to track and identify most satellites. Such capability will allow for the deconfliction of Chinese satellites, and would also be required for offensive actions. At least one of the satellite attack systems appears to be a groundbased laser designed to damage or blind imaging satellites."
(Seite 35 des Berichts)
Hohe Regierungsbeamte kommentierten das mit den Worten:
"China hat nicht nur die Fähigkeit dazu, sondern hat das auch bereits mehrfach in den letzten Jahren gemacht."
Soweit bisher bekannt ist, ist das Ziel der Chinesen nicht die Zerstörung der Satelliten. Aber das Verfahren macht sie weitestgehend nutzlos über chinesischem Staatsgebiet. Das Problem ist, das die Umlaufbahnen der Satelliten exakt vorhersagbar sind, weshalb auch der gegner immer sehr genau weiß, wann ein Satellit wo im Orbit ist. Ein ranghoher ehemaliger Mitarbeiter des Pentagon dazu:
"Die Chinesen denken in dieser Beziehung sehr strategisch und sind in diesem Bereich extrem aktiv. Sie glauben wirklich alles, was in den 80er Jahren über die Grenze im All geschrieben wurde."
Diese Einschätzung ist jedoch nicht völlig unumstritten. Manche sind auch der Meinung, dass China lediglich an einer Methode arbeite, Satelliten mit Laser zu verfolgen. Das müssten sie auch tun, denn immerhin wäre das angesichts ihres Raumfahrtprogramms ungemein wichtig. Allerdings wäre eine Verfolgung fremder Satelliten mit Laser ohne Zustimmung des jeweiligen Landes eher ein sehr fragwürdiges Verhalten.

Davon jedoch abgesehen sind sich alle darin einig, dass die Chinesen mit zunehmender Intensität solche militärischen Techniken erforschen, die sich gegen die Schlüsselkomponenten der Amerikanischen Streitkräfte richten, Beispielsweise gegen Flugzeugträger und Satelliten. Gleichzeitig ist China dabei im großen Maßstab Wirtschaftsspionage gegen amerikanische Hochtechnologiefirmen zu betreiben, was man in den USA insbesondere durch das FBI weiss, das in letzter Zeit mehrere chinesische Spionageringe aufgedeckt hat.

Besonders heikel ist dieser Bericht vor dem Hintergrund des Besuchs chinesischer Kriegsschiffe in San Diego, dem allerersten Manöver US-amerikanischer und chinesischer Marineeinheiten, der Reise von NASA-Vertretern zum chinesischen Raumfahrtzentrum in der Wüste Gobi und dem verbalen Ausbruch des chinesischen UN Botschafters Sha Zukang, der den USA empfahl - wörtlich - "to shut up", als ein Reporter der BBC nachfragte, was es denn mit den wachsenden Militärausgaben Chinas auf sich habe. Sehr eloquent empfahl er den USA:
"Die Bevölkerung Chinas ist sechs Mal so groß wie die der Vereinigten Staaten. Deshalb ist es an der zeit für die Amerikaner die Klappe zu halten und still zu sein. Das wird für sie besser sein." "Die Amerikaner haben das Recht, sich selber um ihre eigenen Probleme zu kümmern, also sollten sie sich nicht in Chinas interne Belange einmischen."
In diesem Zusammenhang warnte der Diplomat in aller Deutlichkeit davor, dass im Falle einer Unabhängigkeitserklärung Taiwans besser kein Land diese anerkennen sollte:
"Die Frage ist nicht wie groß Taiwan ist. Jeder Zentimeter chinesischen Bodens ist uns mehr wert, als das Leben unserer Soldaten."
Apropos BBC, Leben und China. Vor einiger Zeit war ein Reporter der BBC mit versteckter Kamera in einer der gröten Organtransplantationskliniken in Nordchina zu Besuch und fand einige erstaunliche Dinge heraus.

Donnerstag, September 28, 2006

Technische Störung (2)

Written by Adger
Stoerung IconSuper. Jetzt hat Blogger / Blogspot keinen Bock. Heute ist irgendwie "Tag Der Technischen Probleme Für Die Wir Nichts Können."

Wenn Ihr also heute im Laufe des Tages Probleme mit Tapirherde habt: Ich kann nix dafür!

Darum fahre ich jetzt erstmal in die Stadt und genieße das Wetter. Sollen die erstmal die Technik in den Griff bekommen...

Clubvideo

Written by Adger
In einem Club in San Francisco, dem "Shine" (da war ich sogar schon mal, sehr cool da), wurde eine Fotokabine hingestellt. Jeder konnte sich da fotografieren lassen und die Fotos wurden dann irgendwo veröffentlicht. Der Urheber der Idee mit der Fotokabine hat aus den ganzen Fotos ein Video gemacht, und das ist nicht nur ziemlich cool, sondern gibt auch einen recht guten Eindruck davon wieder, was Menschen unter dem Einfluß von Alkohol und einer Überdosis Hormone alles bereit sind, vor einer Kamera zu tun und das ist wirklich... äh... anders.

Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass in diesem Video ausschließlich intelligente, erwachsene, gebildete und insgesamt sozial ausgereifte Menschen zu sehen sind. Und genau deshalb bin ich davon überzeugt, dass die Menschheit zugrunde gehen wird!

PS: Falls irgendjemand weiss, wie der Track im Hintergrund heisst und wo man den her bekommt - bitte melden!

Video verkaufen

Written by Adger
"Lustige" oder gar alberne Versteigerungen gibt es auf ebay immer wieder. Sei es der genervte Bruder, der seine kleine Schwester loswerden will oder die strunzenlangweilige Partyclique, die niemand bei sich haben will, bei ebay wird man alles los - auch alberne Videos, wie zum Beispiel das hier:

BenQ Siemens EL71 geht die Toilette runter Video ebay
Der Verkäufer hat zu dem Video und seiner Vorgeschichte einen recht langen und ziemlich amüsanten Text verfasst. Er vernichtet das Handy nicht etwa wegen der Technik, die nichts taugt, sondern wegen der Dummheit und Frechheit der Käufer. Die Erfahrungen des Verkäufers waren so dermaßen schlecht, dass er wohl nichts mehr auf ebay verkaufen will. Zitat:
"Ich bin es jetzt wiklich leid und deshalb werde ich jetzt alles was ich nicht mehr brauche durch's Scheisshaus jagen - egal wie kostbar es ist !!!"
Die Käufer konnten jetzt auf eine selbstgebrannte CD-Rom bieten, die nichts anderes enthielt, als das Video. Und jetzt ratet mal, für welchen Kurs diese CD weggegangen ist...

BenQ Siemens EL71 geht die Toilette runter Video ebay
Dazu fällt mir nur noch eins ein: "Noch Fragen, Hauser?" "Keine, Kienzle"

(Danke, olli)

Technische Störung

Written by Adger
Stoerung IconBeim rosa Riesen hat man sich ein neues(?) Benutzerführungssystem zugelegt. Statt wie vorher die nummern und Zahlenkolonnen einzutippen, kann man nun irgendeine Maschine vollquatschen. Wunder der modernen Technik eben. Mit diesem Wunder durfte ich heute Bekanntschaft machen, weil heute Nacht mal wieder mitten im laufenden Betrieb das DSL weg war. Da kommt man rechtzeitig zum Frühstück um drei Uhr morgens gut gelaunt aus der City nach Hause, versaut einem die Technik echt den Start in den Tag. So mir nichts, Dir nichts sang- und klanglos mittendrin ist plötzlich einfach das Netz weg. Eindeutig Verrat! Intrige!

Naja, man ist ja kummer mit der maroden Leitungstechnik gewohnt, und darum erstmal Bett und durchrüsseln. Prima Plan, super Umsetzung, eins A Resultate. Frisch, fromm, fröhlich, frei dann so gegen 11 mal aus der Kiste gewälzt und "nach den üblichen Vorbereitungshandlungen" an die Büchse. Und was ist? Natürlich! Kein Netz! Also, Jungs, jetzt wirds albern! Telefon raus und Störungsstelle angerufen.

Und da war er, der tolle Sabbelkasten. Ich mein, ich gebs zu, manchmal bin ich etwas ungeduldig, aber als mir dieser Laberschrank da geschlagene zwei Minuten die Ohren vollgequatscht hatte und wir immernoch quasi "beim Vorspiel" waren, spürte ich langsam doch ein ganz klein wenig eine gewisse Anspannung in mir. Zumal: "Wenn sie eine Störung melden wollen, dann können sie das auch unter www...." NEIN! KANN ICH NICHT! Menno! Dreckskiste!

Dann ging es aber plötzlich Knall auf Fall und ich hatte einen echten Techniker am Draht. Oder genauer das, was man so ans Telefon lässt und wovon man dann behauptet, es sei ein Techniker. Leitung durchgetestet, konnte mit meiner Technik Kontakt aufnehmen - großes Fragezeichen.

Und so wurde ich weiterverbunden. Könnte ja was mit dem Account sein. Wartemelodie... Tuten... Wartemelodie... Und dann kam er wieder, der sabbelnde Nervtöter. Und diesesmal hartnäckiger als zuvor.

Gefühlte zwei Ewigkeiten sabbelte und brabbelte mich diese nervtötende Kaffeefahrtenverkäuferstimme zu und quatschte nicht nur Opern, sondern so ziemlich alle Opern dieser Welt. Und zwar am Stück! Beinahe hätte ich meinen Einsatz verpasst, denn tückisch an dieser Technik ist, dass sie unvermittelt Fragen stellt. Meine Telefonnummer sollte ich ansagen. Ja Mensch, funktioniert bei Euch die Rufnummernanzeige nicht oder was?

Egal, reingetextet. Pause. Ich begann gerade mich zu fragen, ob die Technik durch meine Telefonnummer in den Hardreset versetzt worden sei, als ich gefragt wurde, ob die Nummer so korrekt sei. Und dann wurde mir meine Telefonnummer vorgelesen. Ja, ist so richtig. Brav. Wieder Pause. Und dann ging es wieder los. Eine andere, diesesmal weibliche, Stimme texte in den Höhrer. Wie toll die Welt doch sei und überhaupt und ob ich denn schon wisse, dass ich Störungen auch im Internet unter... Langsam wurde ich etwas ungehalten.

Nach gespürten dreieinhalb Ewigkeiten und sechs Eiszeiten endlich die Erlösung. Jemand sprach zu mir, der nicht unter einer Akuten Hormonstörung litt. Meine Ansage "Mein DSL will nicht, die Techniker haben schon gemessen, Leitung tut, DSL-Lampe am Router ist auch an und hier tut auch alles, nur der Account hat keinen Bock" war wohl zu viel auf einmal. Ob denn an meinem Router die Lampen leuchten würden. Hallo? Zugehört? Ich wiederholte mich. Langsamer diesesmal. "Ihre Techniker. Die mich mit Ihnen verbunden haben." "Ja?" "Die haben gemessen. Die Leitung. Die tut." "Ahso. Ist denn die DSL-Lampe an?" An dieser Stelle wollte ich erst fragen, welche Farbe der Himmel in seiner Welt hat, aber ich blieb ruhig. "Die können mit meinem Modem reden." "Aha." "Und der Router hier. Der tut auch." "Ja?" "Ja." "Oh."

Hektisches Getue auf der anderen Seite der Leitung sorgte für eine kurze Gesprächspause. Die Nutzte ich für das Einschieben einer eventuell hilfreichen Information: "Das Netz war heute Nacht plötzlich weg..." Das weckte ihn aus seiner Agonie. "Ja, ich sehe gerade, bei ihnen war heute nacht eine großräumige Störung" - war? Hallo? - "und da waren auch schon Techniker draußen" - was? bei MIR? hier war niemand, das hätte ich mitbekommen - "und die Störung ist beseitigt." Das war der Augenblick, in dem ich mir ganz leicht verarscht vorkam.

Ich holte tief Luft. Durchatmen, locker bleiben. "Ich habe die Technik hier neu gestartet, hier ist alles so wie es sein soll. Ihre Techniker haben die technische Seite der Leitung so weit auch durch. Es tut nicht. Warum nicht?" "Ja das weiß ich so jetzt auch nicht. Ich könnte aber mal ihren Port neu starten."

Und was soll ich sagen? Danach tat es. Ich habe wieder Internet und warum der Kundendienst einen Port neu starten kann, die Technik aber nicht, wird bestimmt irgendeinen triftigen Grund haben, der sich dem Normalsterblichen nur nicht sofort eröffnet, aber wenn ich nochmal mit dieser Sabbelbox da am Telefon mehr Zeit verquatsche, als mit denen, die wirklich was tun können, dann fahre ich bei denen vorbei und stopfe denen ihren Anrufkasper sonstwo hin. Ich schwör!

Mittwoch, September 27, 2006

Sachen gibts... (51)

Written by Adger
Gekühltes Pils ist mal eine der geilsten Sachen der Welt. Das Dumme ist nur, dass die Verpackung meistens ziemlich widerspenstig ist, wenn es ums Öffnen geht: Ohne geeignetes Werkzeug kann das schonmal ziemlich frustran werden. Und natürlich hat man den Flaschenöffner nie da, wo man ihn findet. Noch schlimmer: Gäste bedienen sich selber und suchen verzweifelt nach geeignetem werkzeug. Bevor die ihr Pils an der Tischkante aufbrechen, sollte man lieber für Abhilfe sorgen.

Diese Abhilfe gibt es jetzt in oberpraktischer Form als großflächigen Magneten für den Kühlschrank. Immer in Sichtweite, schwer zu verlegen und nie im Weg. DIE Erfindung für Männer. Einfach nur klasse. Für unschlagbar günstige 21 Euro (plus Porto etc.) in den Farben chrom, weiß oder schwarz bei Charles and Marie.

Wer noch nicht weiss, was ich zu Weihnachten will... *Hint* *Hint*

Sachen gibts... (50)

Written by Adger
"the next big thing" werden Klamotten mit Elektrodingsbums drin werde. Zwar ist man mit den wirklich sinnvollen Anwendungen noch nicht so weit, dass man sich damit im großen Stile an die Öffentlichkeit traut, aber bei Philips dachte man sich wohl "hey, zu früh geht nicht" und darum taten sie der Menschheit das hier an:

Klamotten, die leuchten. Man achte auf den Text der Sprecherin, was man damit alles tolles machen könnte. Zum Beispiel: "With Lumalife technologie you can create fabrics that carry dynamic advertisements" - Dynamische Werbetexte in Leuchtschrift auf meinen Klamotten. Na vielen Dank auch. Noch RFID dazu und meine Hose verkündet demnächst "ein ganzer Kerl, dank Chappi" während mein Shirt abwechselnd in komischen Mustern und dem Bluescreen des Betriebssystems blinkt, weil irgendein Vollnapf vom Marketing mal wieder mit den Spezifikationen der Technik nicht klargekommen ist und meinte wieder alles besser zu wissen.

Ehrlich: Ich bin ein Freund von coolen Gadgets und in bestimmten Grenzen mag das ja auch noch ganz witzig sein, aber mit dieser Prämisse... Naja, wie Einstein schon sagte: "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Dummheit der Menschen, aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher." Darum wird dieses Produkt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein voller Erfolg werden.

(Danke, ei8ht)

Tage, wie dieser...

Written by Adger
Manche Tage sind eben... anders.

Sachen gibts... (49)

Written by Adger
Aufblasbare KircheWer dachte, dass die Schmerzgrenze der Menschheit in Bezug auf eigenartige und irgendwie auch bedenklich schwachsinnig wirkende Ideen bereits erreicht ist, der hat noch nicht viel von der Welt gesehen. Insbesondere wurde bis dato die aufblasbare Kirche verpasst.

Aufblasbare KircheDiese Kirche wird in zwei Sektionen geliefert. Das Kirchenschiff ist außen fünf Meter breit, sieben Meter hoch. Das Frontportal is ca. sechseinhalb Meter Breit. Der Turm hat eine Basis von fünf mal fünf Metern und ist ca. zwölf Meter hoch. Die Kirche hat bunte "Bleiglasfenster" auf Plastik und Airbrusharbeiten vermitteln den traditionellen Eindruck von Kirchen. Im Innern hat die Kirche eine ebenfalls aufblasbare Orgel, einen Altar, eine Kanzel, Balustraden Kerzen und sogar ein goldenes Kreuz. Die beiden großen Flügeltüren des Portals sind ebenso luftgefüllt, wie alles andere auch. Das Aufbauen der Kirche dauert rund zwei Stunden, der Abbau ist in weniger als einer Stunde erledigt - Früher hat das alles länger gedauert.

Die Firma "Inflatable Church" (die heißt wirklich so) prahlt nicht zu unrecht damit, die Kirche zur Braut bringen zu können und so die sehr viel lästigere und oftmals auch kompliziertere umgekehrte Variante zu umgehen. Die Kirche kann theoretisch überall aufgestellt werden, wo es genügend Grundfläche für das Bauwerk gibt. Ach ja: Strom sollte man auch noch haben für die Gebläse...



Wer jetzt glaubt, damit sei das Ende des Wahnsinns erreicht, der irrt. Von derselben Firma werden zur Zeit die aufblasbare Kneipe und der aufblasbare Nachtclub entwickelt...

Ach so, wer wirklich eine solche aufblasbare Kirche kaufen will: Für ca. 32.500 Euro (plus Porto, Steuern, Verpackungetc) wird mit 6-8 Wochen Lieferzeit ein solches Exemplar angefertigt. Wem das zu teuer ist, der kann sich die Kirche auch für rund 3.000 Euro am Tag mieten.

Kathedralen zu bauen war damals irgendwie teurer...

Sachen gibts... (48)

Written by Adger
LukWerk Radiowecker mit Kamera und USB per StromnetzRadiowecker mit großer LCD Anzeige sind gemeinhin so aufregend wie Watte im Plastiksack. Gibt es in Massen und in jedem Ramschladen. Radiowecker mit silbernem Plastikgehäuse und großer LCD Anzeige für Zweihundertsechzig Euro sind da schon eher selten. Darum ist dieser spezielle Wecker von Lukwerks auch nicht irgendein Radiowecker, er sieht nur so aus.

Tatsächlich ist dieses unscheinbare und vollkommen beabsichtigt gewöhnlich, um nicht zu sagen "billig" aussehende Stück Technik mit einigem Abstand die coolste Erfindung seit geschnitten Brot. Der voll Funktionsfähige Wecker beherbergt nicht nur die Technik, die das Uhrwerk ansteuert, sondern darüber hinaus auch noch das LukWerk Video Security System. Dieser Wecker ist eine Überwachungskamera.

Auch das ist noch nicht so wirklich besonders. Die Coolness-Skala wird allerdings verlassen, wenn man weiterhin berücksichtigt, dass Kameras von LukWerks indutrieweit als "Oberklasse" angesehen werden und diese spezielle Wecker-Kamera-Combo direkt mit dem PC verbunden werden kann. Und zwar über das Stromnetz der Wohnung. Oder des Büros. Oder wo auch immer man sowas sonst so hinstellt. Damit die Platte nicht vollgemüllt wird, hat der Kamera-Wecker einen Bewegungsmelder und noch eine ganze Reihe weiterer Features, mit der sich das Aufnahmeverhalten steuern lässt.

Das System lässt sich übrigens durch weitere Kameras dieser Art leicht erweitern. Zusätzliche Kameras im Wecker-Design kosten rund 200 Euro (plus Porto und so) und sollen ebenfalls ab Dezember lieferbar sein.

Nicht bekannt ist allerdings, ob dieses System auch schon in Versionen für das deutsche Stromnetz (230V) hergestellt wird. Eventuell mal nachfragen.

Das Produkt soll ab Dezember lieferbar sein, Vorbestellungen werden aber schon jetzt angenommen.

Ich will sowas auch!

Geburtstagswahnsinn

Written by Adger
USB GeburtstagssetWie weit der Schwachsinn der Menschheit bereits gediehen ist, kann man schwer in Worte fassen, aber dieses Produkt aus Hong Kong könnte ein Indikator sein. Wir sind hier mit einem Deko-Set für Geburtstage konfrontiert, wie es niemand wirklich jemals erleiden will - vorrausgesetzt die Menge der funktionierenden und benutzten grauen Masse hinter den Augen und zwischen den Ohren überschreitet noch deutlich die 5 Gramm Brutto-Grenze.

USB Geburtstagsset Hut und SchildWir haben hier einen - und zwar genau einen! - wunderschönen, bunten, ausgesprochen albernen Papierhut mit farbenfrohem Aufdruck "Happy Birthday", ein nachgerade winziges, kreisrundes Mauspad, im selben Design wie der Papierhut, ebenfalls mit "Happy Birthday". Und wir haben eine Lichterkette. Mit 16 Lämpchen in Form lustiger, kleiner Geschenke. Mit Pappschild im Design von Hut und Mauspad.

USB Geburtstagsset MauspadDie Groteske wird vervollständigt durch die Tatsache, dass die Lichterkette per USB angeschlossen wird und das sogenannte "USB Decoration Birthday Kit" nicht nur Mauspad, Hut und Lichterkette enthält, sondern zu allem Überfluß auch noch eine Bedienungsanleitung.

Die Frage ist allerdings, ob die Bedienungsanleitung nicht eventuell Ratschläge für den effizienten Selbstmord für das bemitleidenswerte Opfer dieser Dekorationsattacke enthält...

Jedenfalls ist dieses Set versammelter seelischer Grausamkeit für umgerechnet rund 14 Euro (plus Porto und so) bei USB Brando zu bekommen.

Dienstag, September 26, 2006

Rhabarber

Written by Adger
(Danke, Demlak)

Eurofighter

Written by Adger
Die Österreicher sind sich nicht so sicher, ob sie lieber den Eurofighter oder lieber ein Produkt der Schweden kaufen sollen. Das ganze muss wohl inzwischen ziemliche Dimensionen angenommen haben, jedenfalls ist das ganze Gegenstand einer ziemlich albernen Persiflage:

(Danke, maybeWTF)

Imperien

Written by Adger
Diese kleine Flash-Animation zeigt, welche Imperien im Laufe der Geschichte von 3.000 v. Chr. bis heute im Mittelmeerraum und im Nahen Osten wann das Sagen hatten.

Kopfarbeit

Written by Adger
SkullIn Wien, Österreich, wurde bei einem Zahnarzt eingebrochen. Die Einbrecher waren offenbar auf der Suche nach wertvoller Beute, als sie in einer Kiste statt der gesuchten Beute etwas völlig anderes fanden: Acht mumifizierte, menschliche Köpfe. Die Einbrecher ergriffen bei diesem Fund sofort die Flucht, ohne irgendetwas zu entwenden.

Nicht unbedingt jedem ist wirklich klar, dass sich Zahnärzte nicht nur während ihrer Ausbildung überwiegend mit Schädeln beschäftigen. Mit menschlichen Schädeln. Bei etwas Nachdenken wird der Zusammenhang allerdings offensichtlich. Dieser Zahnarzt bewahrte die Schädel zu Forschungszecken in seiner Praxis auf.

Die österreichischen Behörden ermitteln jetzt gegen den Zahnarzt, ob dieser nicht gegen die Vorschriften zur Lagerung von Forschungsmaterialien verstoßen hat.

(Quelle: Reuters)

Wasserkraft

Written by Adger
Die Spritpreise haben eine sehr teure Tendenz, die in der Regel nur eine Richtung kennt: Aufwärts! Das liegt in erster Linie daran, dass der Sprit immer knapper wird. Eine denkbare Lösung ist Wasserstoff, jedoch ist für den Umstieg auf diese Technologie einiger Aufwand nötig. Jemand in den Philipinen hat ein System gebaut, dass direkt im Auto Wasserstoff erzeugt - aus ordinärem Leitungswasser. Das Auto wird im wahrsten Sinne des Wortes mit Wasser betrieben. Ein Team Reporter hat den Erfinder besucht und sich die Erfindung vorführen lassen:

Recht interessant, was er über die Autohersteller erzählt, die sich seine Erfindung angesehen haben und deren (angebliche?) Begründungen, warum sie die Erfindung nicht übernehmen wollen...

Wasserstand

Written by Adger
Vor ein paar Tagen ging durch die Medien, dass Californien eine Reihe Autohersteller wegen des Klimawandels verklagt. In dem Artikel war unter anderem von den bereits heute sichtbaren Folgen der Eisschmelze die Rede. Etwas untergegangen war der Zusammenhang zwischen der Eisschmelze und dem Ansteigen des Meeresspiegels. Bei Firetree.net gibt es ein interaktives Tool, mit dem man sich die Folgen des Anstiegs der Meeresspiegel unmttelbar zeigen lassen kann - mit Google Maps.

Klasse Spielzeug! Wenn es nur nicht so erschreckend wäre...

Montag, September 25, 2006

Wahrheit, Wunschdenken und die Medien

Written by Adger
Es heisst immer wieder von offizieller Seite, dass die Vorgänge am 9. September 2001 so abgelaufen seien, wie alle Welt es gesehen habe. Jeder, der etwas Gegenteiliges behauptet, wird nachdrücklich als "Spinner" oder sogar "Lügner" hingestellt. Man darf gespannt sein, wie die langfristigen Auswirkungen des folgenden Interviews auf den Ruf von Donald H. Rumsfeld, seines Zeichens Verteidigungsminister der USA, sein werden.

Der Herr Verteidigungsminister bestätigt hier vor laufenden Kameras der Presse in einem Nebensatz, was bislang als wüste Spekulationen der Verschwörungstheoretiker galt: United Airlines Flug 93 - der gerade erst verfilmte Flug, der irgendwo in Pensylvania abstürzte - ist nicht etwa wegen der Vorgänge an Bord abgestürzt, sondern er wurde abgeschossen. Irgendwie stellen sich immer mehr Fragen...

Sachen gibts... (47)

Written by Adger
Gibts bei Bodybouncer.com für "nur noch" 157 Euro (plus 31 Euro Aufschlag für internationale Lieferungen). Lieferzeit ca. zwei Wochen.

Nicht etwa, dass dieses Hilfsmittel wie gerufen für den Cheauvie von Welt käme...

(Danke, redbear)

Arbeitstests

Written by Adger
ArbeitsamtArbeitslosigkeit ist ein Problem - für die Betroffenen, wie auch für den Staat. Das Arbeitsamt, ach nee, die Bundesanstalt für Arbeit, nee, auch nicht, die Bundesagentur für Arbeit - oder wie sich diese Behörde sonst gerade nennen mag - hat sich überlegt, dass man ja irgendwie herausfinden muss, ob die ganzen geldgeilen faulen Säcke, denen man das viele schöne Geld hinterherwirft, nicht eventuell doch irgendwie zur Arbeit zu zwingen sind.

Nachdem man sich schon einiges an rigiden Maßnahmen hat einfallen lassen, mit denen man sicherstellt, dass auch wirklich jeder ersteinmal als unberechtigter Leistungsempfänger und Schnorrer abgestempelt und in irgendeinen 1-Euro-Job abgeschoben werden kann und so für die Industrie kostengünstig ehemalige Vollzeitbeschäftigte ersetzt, hat man sich jetzt etwas Neues ausgedacht.

Es ist ja nicht wirklich einer Firma zuzumuten, sich unbesehen solche unfähigen und unwilligen Gestalten in den Betrieb zu stellen und dann auch noch dafür bezahlen zu müssen. Andererseits will die BA ja die Statistiken schönen. Und was verdirbt die Statistik? Genau! Der Langzeitarbeitslose. Wie wird man den los? Ganz einfach! Er muss nur irgendwann mal für mindestens einen Tag gearbeitet haben und schwupps ist er wieder ein "normaler" Arbeitsloser.

Und wie verbindet man das? Nichts einfacher als das: Man fürht sogenannte "Arbeitsfähigkeitstests" ein. Das sind Probebeschäftigung für Langzeit-Arbeitslose in Unternehmen, um deren Anspruch auf Arbeitslosengeld prüfen zu können - zumindest ist das die offizielle Begründung.

Tatsächlich wird mit diesem Mechanismus die Statistik regelmäßig geschönt - was natürlich nur im Sinne der Politik sein kann - und man hat auch noch ein wundervolles Druckmittel in der Hand: "Tut uns leid, sie haben den Test nicht bestanden, darum treten jetzt folgende Bestimmungen für sie in Kraft..."

Wenigstens da sind die Politiker kreativ. Das ist doch echt mal positiv. Sonst hätte man als Wähler wirklich Angst, dass "die da oben" sich eventuell nur um ihren eigenen Geldbeutel kümmern...

(Quelle: Netzeitung)

Vorbereitungen

Written by Adger
Onkel Gerhard hatte den Bogen überspannt oder keinen Bock mehr oder so, jedenfalls wurde er abgewählt. Stattdessen bekam Deutschland Tante Angie als erste Bundeskanzlerin. Damals, als noch Wahlkampf war und auch unmittelbar danach, hatten viele gemutmaßt, dass sie "Kanzlerin der hundert Tage" werde. Kaum einer traute ihr zu, diesen Posten überhaupt zu bekommen, geschweige denn ihn lange halten zu können.

Doch - oh wunder - plötzlich schlug die Stimmung um. Tante Angie war die Retterin Deutschlands. Sie wurde gar zur mächtigsten Frau der Welt gekürt. Sie wurde zur Macherin, zum Garanten des Erfolgs, trotz solcher merkwürdigen Hinweise wie ihrem Ausflug in die Welt der modernen Medien. An dem hält sie übrigens noch immer fest, wenn auch mit einem neuen Produktionsteam, das, bestimmt rein zufällig, in den familiären Dunstkreis eines ihrer Fraktionskollegen gehört. Wie auch immer, jedenfalls Tante Angie wurde so ziemlich jeder Erfolg zugetraut.

Merkwürdig war da das lange Schweigen von Tante Angie zum Thema Libanon. Und was ist das mit der Gesundheitsreform? Warum sagt sie nichts zum Thema Kungelei im Fleischhandel, bzw. Lebensmittelhandel ganz allgemein? Und was ist das da mit ihren nicht eben klaren Andeutungen zur Aufrüstung und der Bundeswehr? Merkwürdig. Trotzdem: Tante Angie gilt irgendwie als Macherin. Hofft man jedenfalls.

Und dann plötzlich berichten die Medien über stetig zunehmende Reibereien in der großen Koalition. Die Gesundheitsreformm Hartz IV und andere Reformen werden zum Zankapfel, an dem sich die große Politik aufreibt. Kaum einer glaubt wirklich daran, aber man muss ja irgendeinen Grund liefern. Als dann auch der letzte begriffen hat, dass all diese Themen mit ziemlicher Sicherheit nicht der Grund für das kontinuierliche Erlahmen der Regierung sind, macht sich Ratlosigkeit breit.

Die Medien unterdessen tun, was sie tun müssen: Sie berichten. Und was berichten sie? Vom Umfragetief der CDU berichten sie, vom stetig zunehmenden Politikverdruß des Wählers, vom Scheitern der Koalition, vom schwindenen Vertrauen in... Tante Angie? Nanu?

Plötzlich wird ein Koalitionsangebot der nicht gerade als politisch konstant bekannten FDP an die SPD bekannt (das aber eigentlich gar nicht so gemeint war), wird offen darüber spekuliert, ob die SPD nicht eventuell doch die große Koalition verlassen werde. Die SPD beeilt sich natürlich, beides zu dementieren, spricht von "großer Verantwortung für Deutschland" und wedelt nachdrücklich mit der Flagge des Patriotismus, der einziger Antrieb für das eigene Handeln sein soll.

Und Tante Angie? Über die wird in der Presse zwar auch berichtet, aber irgendwie nicht so wirklich toll. Nimmt man sie überhaupt als Kanzlerin wahr? Der Eindruck entsteht, als wenn Tante Angie mehr und mehr an die Seite gedrängt wird und andere die Führungsrolle übernehmen.

Da frag ich mich: Wird nicht vielleicht doch am Abgesang auf die erste Kanzlerin der Deutschen gearbeitet?

Verbraucherschutz

Written by Adger
KasseLetzten Freitag stimmte der Bundesrat dem "Verbraucherinformationsgesetz" zu, das eigentlich "Gesetzes zur Neuregelung des Rechts der Verbraucherinformation" (mit unwesentlichen Änderungen) heisst. Nun darf der Kunde endlich erfragen, was denn die Behörden so alles über ein Produkt wissen. Ob zum Beispiel Pflanzenschutzmittel oder Insektengifte im Obst nachgewiesen wurden, ob Kosmetika Allergien auslösen, oder ob etwa - weil ja gerade aktuell - "überlagerte Fleischprodukte" (im Volksmund "Gammelfleisch") auch in Deiner Stadt verkauft werden.

Alles Informationen, die einen Kunden eigentlich gar nichts angehen. Darum muss man als mündiger Bürger diesen Informationen auch hinterherlaufen. Fragen muss der Bürger - also so Leute wie Du und ich - die Behörden. Die Firmen müssen dazu gar nichts sagen, im Gegenteil. Die Behörden wiederum müssen nur Antworten geben, die sie auch schon vorliegen haben. Will sagen: Was die Behörde offiziell nicht oder noch nicht weiß, muss sie auch nicht bekanntgeben. Und nachforschen muss sie schon gar nicht.

Nun wäre es ja toll, wenn die Behörden - welche das nun im Detail sind, weiß selbst der Gesetzgeber noch nicht so genau - wenigstens diese Antworten auch wirklich herausgeben müssten. Müssen sie aber nicht. Sobald es um Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse geht, ist feierabend mit der Auskunft. Und natürlich muss die Behörde die Auskunft verweigern, wenn den betroffenen Firmen durch die Auskunft ein Wettbewerbsnachteil droht.

Das bedeutet: Wenn die Anfrage zwar berechtigt ist, den Behörden Informationen vorliegen, diese aber zum Nachteil des Herstellers oder Vertreibers des Produktes sind, wird man keine Auskunft bekommen. Selbst dann nicht, wenn man selber dadurch zum Beispiel gesundheitliche Schäden erleiden kann. Darum darf der Bürger dann auf dem Rechtsweg vor Gericht erstreiten, ob eine Behörde vor drei oder fünf Jahren schon wusste, dass Produkt X Allergien auslöst.

Die Anfrage muss der Bürger - wir sind schließlich in Deutschland - schriftlich stellen. Wenn es um Informationen über Rechtsverstöße geht, ist die Anfrage sogar kostenfrei. Ansonsten darf der neugierige Bürger für sein unanständiges Begehren zahlen. Wie viel? Weiß man noch nicht, aber es dürften einige Euro sein, denn "die Gebühren sollen sich nach dem Arbeitsaufwand richten". Wir alle wissen ja, wieviel Aufwand so eine Behörde treiben muss, um Arbeiten zu erledigen. Auskünfte nach dem Informationsfreiheitsgesetz kosten jedenfalls bis zu 500 Euro. Je Frage, versteht sich. Dafür muss die Behörde dann aber auch innerhalb von zwei Monaten mitteilen, ob ein Sachbearbeiter die Anfrage bearbeitet.

Die Behörden müssen die Firmen ja irgendwie darüber informieren, dass sie bestimmte Fragen beantworten. Die Firmen wiederum können gegen diese Auskünfte Rechtsmittel einlegen - und bei negativen Informationen werden sie das auch ganz bestimmt tun. In dem Fall wird sich das mit der Antwort dann so sechs Monate hinziehen.

Ach ja: Abgedeckt sind lediglich sogenannte "Bedarfsgegenstände". Also Lebensmittel, Kosmetik, Reinigungsmittel und so weiter. Haushaltsgeräte und ähnliches - etwa Fernseher, Schränke, Telefone - fallen nicht darunter.

Ist es nicht schön, wie sich unsere Politiker um unsere Gesundheit kümmern?

Überschrift des Tages (8)

Written by Adger
Eine interessante Auffassung vom Sport beweist man heute bei N24:

Mehr Sport Ullrich
Werden Strafverfahren bald eventuell auch olympische Disziplin?

Sonntag, September 24, 2006

Was ist das?

Written by Adger
Preisfrage: Was ist das?

Antwort: Ein staatlicher "Highway" in Russland, genauer: Der Highway von Moskau nach Yakutsk, genannt "Lena".

Kaum zu glauben, aber wahr: Diese für Russland ziemlich wichtige, staatliche(!) Verkehrsverbindung hat keine Asphaltdecke und wenn es regnet, kommt es zu Verkehrsstaus, gegen die unsere während der Sommerferien geradezu lächerlich erscheinen: Üblich sind Stehzeiten von mehreren Tagen. Bautrupps trauen sich häufig nicht in die Nähe der Staus, weil sie von wütenden Autofahrern angegriffen und verprügelt werden.

Wer trotz allem und wider besseren Wissens mit dem Auto oder dem LKW diese Route befahren muss, dem werden von Einheimischen folgende Gegenstände besonders ans Herz gelegt, die er in seinem tiefgeländefähigen Allradfahrzeug (oder bevorzugt: Kettenfahrzeug!) mitführen sollte: Benzin, Nahrung und Trinkwasser für zwei Wochen, Stahlseil zum Bergen und Abschleppen (mit Winde), Werkzeug (Axt, Brechstange, Spaten, Kettenäge) warme Kleidung und Schußwaffen.

(Quelle: EnglishRussia)

Schweizer Asylrecht

Written by Adger
Schweiz Abstimmung Asylrecht PlakatDie Schweiz macht die Schotten dicht für Asylbewerber. Das kleine, finanziell nicht unbedingt schlecht gestellte Alpenland hat sich mit einer Mehrheit von 68% der Stimmen dazu entschlossen, zukünftig ein wenig drastischer mit Asylsuchenden umzugehen.

Generell wird von Asylsuchenden gern praktiziert die Ausweispapiere vor der Einreise wegzuwerfen, um so die Abschiebung zu erschweren, wenn nicht gar unmöglich zu machen. Außerdem kann man so leicht "im Vorrübergehen" eine eventuell hinderliche Vergangenheit (zum Beispiel als Straftäter) abstreifen und ein neues Leben beginnen. Die Schweiz wird deshalb mit Inkraftreten des neuen Gesetzes Asylanträge von Flüchtlingen ohne Papiere gar nicht erst bearbeiten und die Flüchtlinge in ihr Heimatland zurückschicken. Diese Regelung betrifft bis zu 80% aller Flüchtlinge. Wie die Schweiz dieses Heimatland herausfinden will, ist allerdings offen.

Wer als Flüchtling seinen Asylantrag in der Schweiz stellt und sich vorher in einem so genannten "sicheren Drittstaat" aufgehalten haben, zum Beispiel in der EU, werden ohne Ausnahme zurückgewiesen. Eine äußerst praktische Regelung, denn die Schweiz ist rundherum von solchen "sicheren Drittstaaten" umgeben. Wer also als Flüchtling auf dem Landwege in die Schweiz einreist, wird gleich wieder zurrückgeschickt. Aus diesen "Drittstaaten" sind zukünftig nur noch Führungskräfte, Spezialisten und andere beruflich qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen. Parallel dazu wird das Strafmaß für Schlepper, Arbeitgeber von Schwarzarbeitern und für unwahre Angaben gegenüber Behörden massiv angezogen. Wer sich künftig illegal in der Schweiz aufhält, droht eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren.

In der Schweiz ist es zukünftig eine Straftat abgewiesenen Asylbewerbern zu helfen. Wo genau die Grenzen zur "Hilfeleistung" gesetzt sind und wie es mit dem auch in der Schweiz existierenden Paragraphen zur unterlassenen Hilfeleistung assieht, bleibt auch offen. Neu ist auch die Regelung, dass Asylbewerber gar keinen Anspruch auf Sozialhilfe haben, sondern nur noch auf eine "Nothilfe".

Zwar kritisiern nicht wenige diese Neuregelungen als nicht mit der Internationalen Flüchtlingskonvention vereinbar an, aber das hat die Mehrheit der abstimmenden Schweizer nicht davon überzeugt, dieses Gesetz abzulehnen. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die Situation auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeer (Italien, Spanien) sein, wo die Situation afrikanischer Flüchtlinge zunehmend dramatischer wird.

Der Marsch nach Norden ist im vollen Gange. Wir lassen mal wieder drüber reden und andere schaffen Fakten...

(Quelle: Tagesschau)

Spiegel berichtet

Written by Adger
Der Spiegel hat häufiger mal so seine eigene Sicht der Welt. Das ist legitim und auch nicht weiter erstaunlich, denn es gibt ziemlich viele Menschen, deren Welt irgendwie anders ist. Warum also nicht auch die der Leute bei diesem Medium? Als Der Spiegel berichtete, dass ein uralter Propagandafilm aus der NS-Zeit "wiedergefunden" und in Oslo gezeigt wurde, war ich mir nicht sicher, ob der Spiegel das nun verherrlicht oder nicht. Als ich jedoch über die Stelle stolperte, an der Google Earth mit dem NS-Regime in Verbindung gebracht wurde, stellte ich mir schon einige Fragen.

Generell scheint man beim Spiegel gerade mal wieder voll auf die Nazis abzufahren: Das Unglück des Transrapid mit der Zeit des Dritten Reiches in Verbindung zu bringen ist schon nicht schlecht, aber der Spiegel schafft auch dieses Kuststück. Endgültig an den Kopf gefasst habe ich mir aber bei dem folgenden Beitrag des Spiegel TV Magazins. Nicht etwa, dass dieses Thema nicht schon seit was weiß ich wievielen Jahren als "uralt" gilt und nicht etwa, dass die Laiendarsteller ungefähr so glaubwürdig rüberkommen, wie die Bildzeitung mit der Ursache für den heißen Sommer. Nein, der Spiegel nennt das ganze dann auch noch "gemeingefährliche Biowaffe".

Leute, egal was ihr da nehmt - nehmt weniger.

(Quelle: Spiegel, Mediendschungel. Danke, Devender)

Wahlkampf im Ausland

Written by Adger
Woanders - in Österreich - wird auch Wahlkampf gefürt, allerdings etwas anders als bei uns. Selten so höflich so derbe "watschen" verteilen gesehen. Sehenswert!

(Danke, Devender)

Samstag, September 23, 2006

Amerikaner und Deutsche

Written by Adger
Amerikaner finden Deutschland sehr amüsant, insbesondere unser Art Rateshows im Fernsehen zu machen. Beides zusammen ist genug Anlass für eine Parodie auf "Whose Line ist it Anyway" - Lässt tief blicken.

Maßstab gesetzt

Written by Adger
Genfer KonventionenIm weltweiten Krieg gegen den Terrorismus hat Onkel George an der Heimatfront einen entscheidenden Sieg errungen. Er konnte seine Vorstellungen durchsetzen und "das Programm" kann fortgesetzt werden. So nennt er das Entführen von Verdächtigen und deren Verhöre in geheimgehaltenen Gefängnissen unter Anwendung fragwürdiger Methoden, die nach Ansicht nicht weniger die Grenze zur Folter überschreiten.

Zwar behauptet man in Washington und im Weißen Haus, dass "der Geist" der Genfer Konvention gewahrt bleibe, aber wenn man schon darauf abstellt, dass "der Geist gewahrt bleibe", dann will man damit auch nur schönreden, dass der Wortlaut zumindest stark den eigenen Interessen angepasst und umgedeutet wird.

Die USA verläßt durch dieses Gesetz nach Ansicht vieler den Kreis der demokratischen und freien Staatengemeinschaft, denn: Nicht etwa die gemeinsame Beschlussfassung der Genfer Konventionen definiert, was Verstoß ist und was nicht, sondern einzig und allein der Präsident der USA definiert den Unterschied zwischen verboten und erlaubt. Stephen Hadley, Sicherheitsberater des Präsidenten, stellte klar, dass der Präsident jenseits der grob umrissenen "schweren Verstöße" selber entscheiden kann, was er für zulässig hält und was nicht.

Die Washington Post berichtet dazu:
"Die Regierung wollte unter dem Begriff ("cruel or inhuman treatment") solche Techniken verstehen, die zu schwerwiegenden ("severe") physischen oder psychischen Schmerz führen, aber die Senatoren bestanden auf dem Wort "ernsthaften" ("serious").

Die Verhandlungen drehten sich dann um die Dauer, die ein Gefangener leiden muss, bevor die "Behandlung" als Kriegsverbrechen gilt. Regierungsbeamte wollten das Wort "ausgedehnt" ("prolonged" mental or physical symptoms), die Senatoren etwas Milderes. Sie einigten sich dann auf "ernstes Leid ohne Langzeitfolgen, das aber nicht über einen ausgedehnten Zeitraum zugefügt worden sein muss" ("serious and non-transitory mental harm, which need not be prolonged").
Jeder sollte für sich selber entscheiden, wie er über diese Formulierungen und deren Konsequenzen denkt. Klar sein sollte allerdings, dass der Tenor nicht etwa das Verbot solcher Behandlungen ist, sondern es geht vielmehr um eine Definition der Ausweitung der Grausamkeit. Mit anderen Worten: Ob gefoltert wird oder nicht ist keine Frage, sondern eine Tatsache. Und ob es "Folter" ist, definiert nicht etwa die Weltgemeinschaft, sondern der Präsident der USA.

Die US-Regierung behält sich das Recht vor, "manche spezielle Verhörmethoden" auch weiterhin geheim zu halten, denn dieser ganze Aufwand werde nur betrieben, um einen Gesetzesrahmen zu bekommen, der vom Kongress unterstützt wird, den Terroristen aber nicht schon vorher erzählt, was auf sie zu kommt, wenn sie gefangen genommen werden. Hardley betonte, dass die Sprache des Entwurfes den Erfordernissen des CIA genüge. Bei nicht wenigen klingeln angesichts dieser Formulierung die Alarmglocken. Hadley deutet an, dass es auch zukünftig nur eine sehr begrenzte Kontrolle über das gebe, was sich in CIA-Gefängnissen abspielen wird. Das Ziel von Onkel George "Wo kein Kläger, da kein Richter" ist damit erreicht.

Die Sektkorken dürfte Onkel George allerdings erstrecht knallen lassen haben, als bekannt wurde, dass der französische Geheimdienstes GDSE herausgefunden haben will, dass Osama Bin Laden an einer Typhuserkrankung gestorben sein soll. Gewöhnlich zuverlässige Quellen hätten gemeldet, dass der Al-Qaeda-Chef am 23. August in Pakistan gestorben wäre. Allerdings sind die Informationen bislang unbestätigt, darum wollte Chirac den Bericht bislang nicht weiter kommentieren.

Wenn das aber auch stimmt, dann werden wir in kürze einige bemerkenswerte Entwicklungen seitens der USA beobachten können.

(Quelle: N24, dpa, AP, Washington Post)

Ach nee?

Written by Adger
Inzwischen haben die Gesichter auf dem Posten gewechselt. War es bis neulich noch der Herr Kay Nehm (den kennen wir im Zusammenhnag mit der Potsdam-Geschichte) sitzt jetzt Frau Monika Harms auf dem Stuhl des Generalbundesanwalts. Frau Harms hat sich jetzt in die Diskussion um den "Trend nach Rechts" und ein Verbot der NPD eingeschaltet und ich war doch ziemlich überrascht, wie nah ihre Sichtweise an meiner ist. Zum Thema "Verbot der NPD sagte sie zum Focus:
"Ich halte nichts davon, Anläufe, die nicht sehr erfolgsträchtig sind, immer wieder zu versuchen"
Darin wird sie auch von Kanzleramtsminister Thomas de Maizière unterstützt, der ebenfalls in dem Verbot der NPD ein nicht zu unterschätzendes Risiko sieht: Durch das Verbot könnte die NPD für sich eine Märtyrerrolle ausnutzen, die der Organisation noch mehr Aufmerksamkeit und Gewicht verschafft.

Frau Harms sieht das Problem insgesamt eher dort, von wo die hilflose Forderung nach einem Verbot kommt, nämlich bei den "großen" Parteien. Frau Harms attestiert diesen, ähnlich meiner Sichtweise, dass sie sich "um manche Problemfelder nicht ausreichend kümmern". Darin sieht sie die Ursache für "eine wachsende Bereitschaft, der NPD Folge zu leisten". Darin sind wir wohl einer Meinung. Überraschend war aber auch für mich, dass gerne verschwiegen - und gerade von westdeutschen Politikern gerne als "Problem des Ostens" dargestellt - wird, dass der Rechtsradikalismus in den östlichen Bundesländern nur zum Teil ein lokales Problem sei. Die Führungsspitze besteht dort wie hier zu großen Teilen aus "bekannten Leuten aus dem Westen".

Es ist zwar einfach zu sagen "Jaja, der braune Osten" und "Minderheitenproblem" und was man nicht alles von Mitgliedern und Vertretern der Parteien zu hören bekommt. Allerdings ist dieses Verhalten blind gegenüber der Realität, dass der Rechtsextremismus ein wachsendes und gesamtdeutsches Problem ist. Wo war denn die große Politik, als es darum ging, dass mitten in Norddeutschland, in Delmenhorst, ein Hotel (vereinfacht) an "die Rechten" verkauft werden sollte, die daraus ein Tagungs- und Schulungszentrum machen wollen? Wie war das noch mit den Prozessen in Süddeutschland? Überwiegend "nicht anwesend".

Um so peinlicher ist das betretene Schweigen überall, sobald das Thema zur Sprache kommt. Vielleicht hat man das in den Parteien vergessen, aber die Herren und Damen dort sind Volksvertreter. Nicht Eigeninteressenvertreter. Oder vielleicht machen sie ja genau das: Sie vertreten die Interessen des Teils der Bevölkerung, der eine Transformation nach "Rechts" will... Wer weiß das schon so genau?

Games to come

Written by Adger
In Tokio findet die Tokio Game Show statt. Dort werden eine ganze Reihe Titel vorgestellt, die zur GC nicht oder nicht in der Form vorgestellt wurden - aus Gründen, die wohl nur der Industrie selber verständlich sind. Gametrailers hat die "Top10" der vorgestellten Titel zusammengefasst und einen interessanten Ausblick auf die Spiele der kommenden Saison produziert:

Sachen gibts... (46)

Written by Adger
Jemand hat sich Gedanken um das Boxtraining gemacht:
"Die Koordination von Händen und Füßen ist von essentieller Bedeutung, wenn man ein erfolgreicher Kämpfer sein will. Allerdings wird das durch das aktuelle Trainingsgerät nicht vermittelt. Traditionelle Trainingsgegenstände sind irgendwo befestigt - entweder hängen sie irgendwo runter oder stehen fest auf dem Boden oder beides. Das führt dazu, dass der Boxer nicht dazu gezwungen wird, seine Hände UND Füße gleichzeitig zu bewegen."
Damit hat der gute Mann irgendwie recht. Und aus dem Grund hat er einen Roboter gebaut, der mit einem Punchingball durch die Gegend fährt und den trainierenden Boxer hinter sich her lockt. Eine ziemlich clevere Idee, finde ich:

Wer den Erfinder kontaktieren möchte - zum Beispiel um die Idee zu vermarkten - der kann sich über seine Homepage an ihn wenden.

Spielzeug

Written by Adger
Ideal für die gelangweilten 5 Minuten während der Download rein kommt:

Gibt es exklusiv bei Radioshack für umgerechnet rund 55 Euro (plus Porto und so).

Freitag, September 22, 2006

Wer braucht schon Ärzte? (2)

Written by Adger
SP-Y2Nicht wenige junge Leute kommen im Vollrausch - sei er durch Alkohol oder Hormone ausgelöst - auf die glorreiche Idee, sich großformatige Bildchen in die Haut stechen zu lassen. Während der männliche Nachwuchs sich auf Tribals und interessante chinesische Schriftzeichen spezialisiert hat, bevorzugt die weibliche Kaste ja das klassische Arschgeweih. Wir alle wissen wovon die Rede ist.

Irgendwann lässt der Rausch nach, man wird erwachsen(er) und es reift die Erkenntnis, dass das alles doch nicht so die geile Idee war und der neue Chef eventuell doch recht hat mit der Bemerkung über die Wirkung auf den Kunden. Und so beginnt man sich auf die Suche nach Abhilfe zu machen. Und was lernt man schnell? Ja, man kann etwas dagegen tun und ja, es ist tatsächlich möglich, die Jugendsünden zu retouchieren. Allerdings: Es kostet ziemlich viel Geld.

Wir erinnern uns? Für Korrekturen an den eigenen Augen braucht es dank einer cleveren Erfindung aus den USA keinen Klinikaufenthalt und keinen Arzt mehr - mit etwas Glück danach auch so oder so keine Brille. Nun dachten sich die Chinesen: "Das können wir auch!" und zogen nach. Shanghai Spread Photoelectricity Technology CO., ltd., nahm sich der Haut an ("Augen" war ja schon von den Amis besetzt) und brachte jetzt den SP-Y2, das YAG Cosmetic Laser System für zu Hause, auf den Markt.

Das mit nur 9 Kilo durchaus "tragbare" Gerät ist durchaus handlich und sollte in keinem modernen Haushalt fehlen. Der Hersteller verspricht schmerzfreie Behandlung und die Haut werde auch nicht beschädigt: "No Pain, No Destroy Skin". Bei korrekter Anwendung wird die Colorierung angeblich restlos entfernt. Geeignet für (oder besser: gegen) Permanentmakeup und Tätowierungen in den Farben blau, schwarz, rot, grün und braun.

Was der Spaß kosten soll ist nicht bekannt. Auch wird nichts darüber gesagt, was alles im Lieferumfang mit drin ist (Kurzlehrgang? Augenschutz?), aber wer sowas wirklich haben muss, der kann ja eben anrufen: +86 21 66278897 oder Mail schreiben: info@spread-laser.com

Dem Thema "Tatoo" hat sich auch Carlos Mencia (den kennen wir auch anders) gewidmet:

Also Jungs und Mädels, in mindestens einem Punkt hat der Macker recht: BEVOR Ihr Euch irgendwas in chinesischen oder japanischen Schriftzeichen auf den Hintern Stempeln lasst, sucht besser nach einem Motiv, dass unmißverständlich ist. Denn wer glaubt, die Kunden würden nicht verarscht, der irrt gewaltig - das Internet ist voll mit Webseiten, die vom Gegenteil berichten (zum Beipiel hier, hier, hier und hier.)

Sachen gibts... (45)

Written by Adger
MK4 L2A3 Sterling vergoldetEs gibt nicht nur Leute, die sich Waffen "irgendwo" reinstecken, es gibt auch Leute, die halten Waffen durchaus für legitime Schmuckstücke. In England gibt es Waffenschmiede, die sich diesem eher speziellen Geschmack mit einiger Hingabe gewidmet haben. Bei der Waffenschmiede Helston kann man eine Auswahl sogenannter Dekowaffen erwerben, die nicht nur sorgfältig restauriert (und schußunfähig) gemacht wurden, sondern darüber hinaus auch noch 24 Karat vergoldet wurden.

MK4 L2A3 Sterling vergoldetBesonderes Highlight des Angebots ist die Sterling MK4 L2A3 in Holzschatulle aus Mahagoni, komplett mit Bajonett und Scheide (beides vergoldet), Reinigungswerkzeug (auch vergoldet), Magazin (vergoldet), 34 Patronen (Dummys, vergoldet) und Schultergurt (nicht vergoldet). Für nur noch rund 7.100 Euro (plus Porto und so weiter).

Ob ein Versand nach Deutschland so ohne Weiteres möglich ist, steht in den Sternen...

Geladen!

Written by Adger
Revolver Modell 85 UL INOXEine Frau wurde vom lokalen Gefängnis ins Krankenhaus gebracht. Die Beamten machten sich einige Sorgen um den veränderten Geisteszustand der Frau und hatten den Verdacht, dass sie Drogen genommen hatte. Außerdem hatten sie Grund zur Annahme, dass sie Drogen "am Körper" versteckt hatte.

Die Frau war durch ihren Drogenkonsum unfähig bei einer Nachschau in den - wie es im Amtsdeutsch heißt - natürlichen Körperöffnungen zu kooperieren. Trotz Fixierung an Armen und Beinen war die Frau völlig rabiat warf sich in ihren Fesseln hin und her.

Die Ärzte begannen mit der üblichen Routine: CT des Gehirns, Bluttests und so weiter und Röntgen des Bauches. Das folgende ist din original Röntgenaufnahme (klick Bild für große Version):

Die Dame hatte sich offenbar eine Pistole komplett in ihre Vaginalhöhlung gestopft und plötzlich wurde ihr Verhalten und das Gezappel sehr viel bedeutsamer. Das Problem: Wie holt man die Waffe da raus, ohne das sich ein Schuß löst?

Am Ende gab es nur einen Weg. Die Frau wurde narkotisiert - dieses Mal richtig, mit dem professionellen Zeug - und in einen Operationssaal zur Untersuchung gebracht. Zum Schutz des Operationsteams wurde ihr eine schußsichere Weste angelegt und ein Chirurgenteam stand für den Notfall bereit.

Die Spannung stieg spürbar, als der untersuchende Gynäkologe berichtete, dass der Hahn der Waffe gespannt wäre und sich wahrscheinlich eine Patrone in der Kammer befände. Die Situation entspannte sich jedoch spürbar, als die Waffe ohne Zwischenfall entfernt wurde.

Es stellte sich heraus, dass die Waffe gar keine Waffe war, sondern ein Feuerzeug in der Form eines Revolvers. Der zweite Gegenstand auf dem Röntgenbild war die Crackpfeife der Frau - und was nützt einem schon eine Crackpfeife ohne Feuerzeug?

(Quelle: Allbleedingstops)

Sachen gibts... (44)

Written by Adger
Remember RingManche Leute - ich gehöre auch dazu - haben ein Talent bestimmte "wichtige" Tage zu vergessen: Zum Beispiel den Geburtstag der Lebensabschnittsgefährtin, den Jahrestag des Kennenlernens und so weiter. Das kann schonmal zu ziemlich haarigen Situationen führen. Sie: "Hallo Schatz, wie war Dein Tag?" Er: "Och gut - warum siehst Du mich so an?"

Damit Mann nicht wieder in solchen Situationen hilflos nach Fluchtwegen und Ausreden suchen muss, hat sich Alaska Jewlery etwas sehr Hilfreiches einfallen lassen. Zu ganz speziellen Anlässen schenken sich Partner gerne mal Ringe. Was liegt also näher, als den Ring dazu zu bringen, seinen Träger an das spezielle Datum zu erinnern?

"Klar, sicher!" mag sich mancher jetzt denken, aber was sich im ersten Moment anhört wie Spökenkrams und Dummtüch ist tatsächlich ein ausgereiftes Stück Technik. Der "Remember Ring" verwendet ein zum Patent angemeldetes Verfahren, um eine Stelle des Rings an einem bestimmten Tag einmal pro Stunde für knapp 10 Sekunden auf fast 50°C (120°F) zu erhitzen. Das ist heiß genug, um wahrgenommen zu werden, aber nicht heiß genug, um sich zu verbrennen.

Das Verfahren ist wartungsfrei und wandelt körperwärme in elektrischen Strom um, der eine Uhr und das Heizelement betreibt. Das Datum wird bei der Bestellung angegeben und durch die Firma eingestellt. Die Ringe müssen nicht besonders gepflegt werden, sind komplett wasserdicht und stoßfest.

Der Haken? Das Ganze ist noch eine Designstudie und das tatsächliche Produkt muss noch gebaut werden - aber irgendwas ist ja immer. Bemerkenswert ist das Feedback, dass der Desinger erhalten hat: Männer finden die Idee super, während Frauen von dieser Idee gar nichts halten...

Let the Music take control...

Written by Adger
Musik aus Computerspielen vom Orchester nachspielen zu lassen ist nicht wirklich neu, aber die Titelmelodien von C64-Games nachspielen zu lassen, hat was von "Kult".

Na? Wie viele erkennst Du wieder?

Donnerstag, September 21, 2006

Sachen gibts... (44)

Written by Adger
FingergabelMit den Manieren ist das ja so eine Sache. Welches Glas für das Bier? Welche Gabel zum Krebs? Wann darf man nun mit den Fingern essen? Was darf man mit den Fingern essen? Fragen und Probleme, die gerne mal spontan eine Kariere beenden können.

Das muss aber nicht sein. CKS hat die fast ultimative Antwort auf das Problem des Fingerfoods gefunden und auf den Markt gebracht: Die Fingergabel. Einfach auf die Fingerspitzen stecken und schon kann man nach Herzenslust mit den Vorderfüßen im Essen herumwühlen, ohne sich vorwerfen lassen zu müssen, nicht mit Besteck umgehen zu können. Hat ja auch seine Vorteile, wenn man hinterher noch die Zwillinge antesten will...

Für rund 6 Euro (plus Porto etc.) im Fachhandel.

Das Produkt des Jahres

Written by Adger
Eindeutig das Produkt des Jahres...

Angebot der Woche

Written by Adger
Craigslist, ein Kleinanzeiger aus dem Großraum San Francisco und der Bay Area ist immer wieder ein Ort interessanter - oder genauer: bemerkenswerter - Fundstücke. Sei es der Oldtimer für 50 Cents oder Omas Ofen oder aber eben das IT-Angebot der Woche:

Fix Computer Feel Boobs
Vielleicht sollte ich doch den Beruf wechseln...

Tontaubenschiessen

Written by Adger
Ich war schon immer ein Fan von "Real World Experiments". Top Gear hat meinen Wunsch verstanden. Gerade weil ich nicht mitmachen durfte, verspüre ich irgendwie den dringenden Wunsch, doch mal eben auf die Straße zu gehen und selber auszuprobieren, wie das denn so scheppert.

Gaming Reviews - Sinnfrei?

Written by Adger
JoystickDie Spieleindustrie feiert sich selbst und ihre Produkte gerne anhand der Ergebnisse von Spielepre- und -reviews. Bewertungen von jenseits "80%" sind für die Bewertenden ein "Muss", Ergebnisse unterhalb von 75% gelten in der Branche als "Bestrafung". Die schiere Menge an Ergebnissen von 95% und mehr lassen nicht selten bei den Verbrauchern den Verdacht auf finanzielle Transaktionen zwischen Hersteller und Bewerter aufkommen.

Die Susquehanna Financial Group (SIG) hat sich des Themas angenommen und analysiert, welche Rolle die Reviews von Spielen tatsächlich spielen. Anhand von 1.200 Titeln wurde analysiert, ob die Ratings der Spiele, die Ergebnisse der Reviews, einen Einfluss auf die Verkaufszahlen hatten. Bislang wurde in Marketing-, Publisher- und Handelskreisen davon ausgegangen, dass ein hohes Ergebnis im Review auch ein gutes Verkaufsergebnis zur Folge hätte. Entsprechend dringend waren Geldgeber und Investoren an hohen Reviewergebnissen interessiert.

Die Analytiker Jason Kraft und Chris Kwak fanden heraus, dass das nicht stimmt:
"Der Zusammenhang zwischen dem Rating eines Spiels (dem Metascore) und den verkauften Einheiten ist statistisch nicht signifikant."
Im Klartext bedeutet das, dass es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Verkaufserfolg und der Bewertung durch die "Fachpresse" gibt. Entsprechend warnen Kraft und Kwak, dass es sehr viel mehr wirksame Faktoren für den Verkaufserfolg eines Titels gibt, als nur das etwaige Resultat irgendwelcher Reviews:
"Zum Beispiel können die Verkaufszahlen beeinflusst werden durch die Anzahl der vorhandenen System, dem Monat des Releases (Weihnachtszeit gegenüber Frühjahr), Pries, Wettbewerb, Popularität des Genres, Ermüdung des Franchise oder auch der Effektivität des Marketings. Zusätzlich kann der Ruf des Publishers eine Rolle spielen." "Zweifellos hat das Marketingbudget einen gewissen Einfluß. Vielleicht erklären die Ratings der Games noch am besten die Verkäufe, aber die Ratings sind dennoch nicht hilfreich."
Kraft und Kwak spielten eine ganze Reihe Szenarien durch, mit unterschiedlichen Genres und Titeln und vielen Ausgangsfaktoren. Am Ende läuft es aber immer auf dasselbe Ergebnis hinaus: Die Ratings der Reviews haben so gut wie keinen Einfluss auf die Verkaufszahlen. Über diese Ratings auf den Verkaufserfolg eines Titels im Vorraus zu kalkulieren ist nach Ansicht der beiden in den allermeisten Fällen wenig bis gar nicht zuverlässig und wahrscheinlich sogar wirtschaftlich gefährlich.

Die Analytiker raten deshalb Investoren dazu, einen Spieletitel, wenn überhaupt, dann anhand seines am ehesten vergleichbaren Gegenstückes am Markt zu bewerten. Wenn es ein neuer Titel ist, sollte der mit dem am ehesten vergleichbaren Titel verglichen werden. Ist es ein Nachfolger, sollte man es mit dem Vorgänger vergleichen. Aber selbst dann ist der Vergleich nicht unbedingt richtig und die Aussage über den Erfolg fast immer fraglich.

Das abschließende Urteil der beiden zum Thema "Reviews" fällt entsprechend trocken aus:
"Eine Theorie (in diesem Fall: Reviews spielen eine Rolle), die bei genauerem Hinsehen versagt, wird als Allgemeinwissen akzeptiert. Allgemeinwissen ist aber falsch. Wir haben dabei noch nicht einmal die Frage nach der Kausalität betrachtet, dass höhere Bewertungen zu besseren Verkäufen führen. Es gibt keinen Grund die Kausalität zu diskutieren, denn auch wenn Korrelation nicht gleich Kausalität ist, bedeutet die Abwesenheit von Korrelation in unserem Fall das Fehlen von Kausalität."
Es dürfte sehr interessant sein zu beobachten, was dieses Erkenntnis der durchaus angesehenen SIG für Folgen in der Branche haben wird. Nicht wenige Zeitschriften und Magazine und auch Webseiten leben in erster Linie von den Reviews der Spiele und der Vergabe von Ergebnissen und Titeln und Preisen. Es wurde auch schon mehrfach darauf hingewiesen, dass das alles nicht ganz so neutral ist, wie der Leser bzw. Konsument das gerne annimmt, sondern dass hier ganz klar wirtschaftliche Interessen das Ergebnis diktieren.

Allerdings dürfte nun wahrscheinlich eine Seite dieser wirtschaftlichen Symbiose erkennen, dass man eventuell doch gar nicht so von der anderen Seite abhängig ist und das man das Geld doch besser woanders investieren sollte...

(Quelle: GameDaily)

Es wird warm - wer ist schuld?

Written by Adger
Seit einigen Jahren schon warnen Wissenschaftler rund um den Globus vor den Folgen der CO2-Produktion des Menschen. Manche Länder - zum Beispiel Deutschland - reagieren darauf mit deutlichen Maßnahmen. International schließt man Verträge und einigt sich auf ein mehr oder weniger entschlossenes Einlenken, um die Entwicklung in den Griff zu bekommen. Andernorts sieht man das völlig entspannt und denkt sich "lass die Anderen mal machen" - zum Beispiel in den USA und in China.

Nun geht das Eis am Nordpol immer dramatischer zurück. Feierte die Wirtschaft zunächst die Öffnung der Nordostpassage und so sinkende Transportkosten, so werden langsam an manchen Orten die Kosten dieses "wirtschaftlichen Vorteils" offensichtlich. In Alaska und Kanada waren früher große Landstriche um diese Jahreszeit durch eine schützende Eisschicht vor den Stürmen abgedeckt. Jetzt aber sind diese Küstengebiete den Angriffen durch Wind und See ungeschützt ausgesetzt und durch zunehmende Erosion gehen jedes Jahr etliche Meter Küste verloren.

Inzwischen sind im Nordpolareis gigantische Löcher zu beobachten. Diese reichen nach Auskunft der ESA von Spitzbergen im Nordpolarmeer über die russische Arktis bis hin zum Nordpol. Diese Region von der Größe Englands ist normalerweise vollständig von meterdickem Packeis bedeckt. Insgesamt geht das Eis am Nordpol zurück: Waren Anfang der achtziger Jahre am Ende eines Sommers etwa acht Millionen Quadratkilometer Eis übrig, waren es im Jahr 2005 nur noch 5,5 Millionen Quadratkilometer.

Auch in Grönland schmilzt das Eis zusehends. Zwischen April 2002 und April 2006 sind jährlich rund 248 Kubikkilometer Eis abgeschmolzen, berichtet das Journal Nature. Von April 2004 bis April 2006 sei etwa zweieinhalb Mal so viel Eismasse abgetaut wie in den beiden Jahren zuvor. Das alleine entspricht einem Anstieg des Meeresspiegels um etwa 0,5 Millimeter pro Jahr, was deutlich mehr ist, als Wissenschaftler bisher vermuteten. Die Wissenschaftler stützen ihre Beobachtungen auf Ergebnisse der Satellitenmission GRACE, die 2002 von der NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gestartet wurde.

Dem US-Bundesstaat Kalifornien wird das jetzt zu bunt. Der zerrt jetzt Autohersteller als Verantwortliche für die Klimaerwärmung und das Abtauen des Polareises vor Gericht. Der kalifornische Justizminister Bill Lockyer reichte vor dem Bezirksgericht Zivilklagen gegen Chrysler, General Motors, Ford, Toyota, Honda und Nissan ein. Die Begründung ist für die ansonsten der Theorie der Klimaerwärmung und ihrer Folgen eher ablehnend gegenüberstehenden Amerikaner ungewöhnlich offen und direkt und bislang einmalig in den USA:
"Die Klimaerwärmung fügt der Umwelt, Wirtschaft, Landwirtschaft Kaliforniens und der Gesundheit der Bevölkerung erheblichen Schaden zu"
Zwar ist kaum damit zu rechnen, dass die USA jetzt plötzlich ihren bisherigen Kurs in der Umweltpolitik drastisch ändert, aber bemerkenswert ist diese Entwicklung schon. Ich bin sehr gespannt, was daraus wird.

(Quelle: AFP, N24, n-tv, Freiepresse, Nature)